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Maserati entflieht seinem Nischendasein

22.10.2014 |  Von  |  Auto, Maserati  | 
Maserati entflieht seinem Nischendasein
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Ein ganzes Jahrhundert hat Maserati in 2014 auf dem Buckel. In dieser Zeit entstanden in der italienischen Autoschmiede einige der schönsten Sportwagen überhaupt. Finanziell hat Maserati allerdings gefühlte 99 Jahre immer nahe am Abgrund gestanden und vor allem von seinem legendären Image gezehrt.

Seit 2013 fahren die Verantwortlichen eine neue Strategie, mit der viele eingefleischte Fans der Marke nicht unbedingt einverstanden sind. Man will raus aus der Nische der Exklusivität und endlich Mengen verkaufen. Im Jahr 2013 ist das gelungen: 15’400 Fahrzeuge hat Maserati weltweit verkauft. Im jetzigen Jubiläumsjahr sind 35’000 Verkäufe anvisiert. In Zukunft sollen jedes Jahr konstant 50’000 bis 60’000 Autos vom Band rollen.

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Der VW XL Sport – eine handfeste Überraschung auf dem Pariser Autosalon 2014

22.10.2014 |  Von  |  Auto  | 
Der VW XL Sport – eine handfeste Überraschung auf dem Pariser Autosalon 2014
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Ein Sportwagen von VW mit Flügeltüren und einem Motor von Ducati? Der Volkswagen-Konzern ist in seiner Geschichte nicht gerade mit atemberaubenden Fahrzeugen aufgefallen, sondern eher für seine biedere Modellpolitik bei gleichzeitiger Solidität bekannt. Umso grösser war die Überraschung beim Publikum und in der Fachwelt, als der XL Sport in den Messehallen des Pariser Autosalons 2014 zu seiner Weltpremiere vorfuhr. Der Flitzer basiert auf dem 1-Liter-Auto XL 1 und ist angeblich das schnellste Gefährt seiner Klasse.

Aber auch, wenn die beiden Modelle viele Gemeinsamkeiten haben – auf den ersten und zweiten Blick liegen sie Welten auseinander. Angetrieben wird die Sportversion von einem V2-Motor mit Vierventiltechnik und 1,2 Litern Hubraum, wie er in dem Superbike Ducati 1199 Superleggera verbaut wird. Das Aggregat ist mit 200 PS der stärkste Zwei-Zylinder-Motor weltweit und bringt den XL Sport auf eine Spitzengeschwindigkeit von 270 km/h, was aber auch an der speziellen Aerodynamik und der nur 890 Kiligramm schweren Karosserie aus Kunststoff mit Karbonfasern liegt. Die Kraftübertragung auf die Hinterräder erfolgt per Sieben-Gang-Doppelkupplungs-Getriebe. Bei der Beschleunigung kann der XL allerdings nicht mit anderen Sportwagen mithalten. Von 0 auf 100 benötigt er 5,9 Sekunden, da ist die Konkurrenz schneller.

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Borgward – gibt es für die traditionsreiche Marke eine Wiederauferstehung in der Schweiz? Teil 2

16.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto  | 
Borgward – gibt es für die traditionsreiche Marke eine Wiederauferstehung in der Schweiz? Teil 2
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Nach der schönen und erfolgreichen Isabella kamen als kleinere Modelle noch die Arabella und der Alexander sowie das Oberklasse-Gefährt P 100 auf den Markt. Letzterer war das erste deutsche Auto mit einer Luftfederung, was sogar die Stuttgarter Konstrukteure von Mercedes neidisch werden liess. Die Arabella erwies sich allerdings als Flop. Sie litt anfänglich unter erheblichen Qualitätsmängeln, die für viel Geld nachgebessert werden mussten. Auch der Preis war zu knapp kalkuliert und brachte für jedes verkaufte Exemplar einen Verlust von mehreren Hundert Mark ein.

Ab 1956 entwickelte ein Borgward-Team unter der Leitung von Henrich Fokke einen dreisitzigen Hubschrauber, von dem bis 1958 zwei flugtaugliche Prototypen gebaut wurden. Borgward hoffte auf Aufträge der kurz zuvor gegründeten Bundeswehr, die jedoch entgegen seinen Erwartungen nicht interessiert war. Das Projekt wurde 1961 nach Investitionen von mehr als vier Millionen Mark während des Konkursverfahrens eingestellt. Zwischen 1950 und 1958 engagierte sich Borgward auch im Motorsport. Die anfänglichen Erfolge nahmen im Lauf der Jahre aber stetig ab, so dass das Unternehmen schliesslich wieder ausstieg.

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Borgward – gibt es für die traditionsreiche Marke eine Wiederauferstehung in der Schweiz? Teil 1

15.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto  | 
Borgward – gibt es für die traditionsreiche Marke eine Wiederauferstehung in der Schweiz? Teil 1
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Von den 1920ern bis zum Beginn der 1960er-Jahre gehörte Borgward – auch wenn der Name vielen jüngeren Menschen kein Begriff mehr sein mag – zu den erfolgreichsten Produzenten von Pkw und Nutzfahrzeugen in Deutschland. Vor allem das Modell Isabella von 1954 galt als ein Traumauto der Wirtschaftswunderjahre und konnte durchaus mit Mercedes oder BMW mithalten. Die Insolvenz 1961 gilt unter vielen Fachleuten bis heute als sehr umstritten. Seit einigen Jahren ist der Enkel des Firmengründers aktiv dabei, den alten Glanz der Marke wiederaufleben zu lassen – und zwar in Luzern in der Schweiz.

Der Firmengründer Carl Friedrich Wilhelm Borgward (1890–1963) stammte aus einfachen Verhältnissen. Sein Vater war Kohlenhändler und hatte zwölf weitere Kinder zu ernähren. Nach seiner Schlosserlehre begann Borgward ein Maschinenbaustudium in Hamburg. Der Erste Weltkrieg unterbrach seine berufliche Laufbahn nur für kurze Zeit, denn wegen einer Verletzung schied er früh aus dem Soldatendienst aus. Bereits 1919 wurde er Teilhaber der Bremer Reifenindustrie GmbH. Sein Partner Ernst Baerold verliess die Firma 1921, und Borgward benannte sie als alleiniger Eigentümer in Bremer Kühlerfabrik Borgward & Co. um.

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Ein nagelneuer Oldtimer – der Jaguar Lightweight E-Type

14.10.2014 |  Von  |  Auto, Jaguar  | 
Ein nagelneuer Oldtimer – der Jaguar Lightweight E-Type
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Ist er nun ein Oldtimer oder ein Neuwagen? Irgendwie beides. Der britische Autohersteller Jaguar legt sechs Exemplare des legendären Rennwagens Lightweight E-Type neu auf, der in den Jahren 1963/64 speziell für den Kundensport geschaffen wurde. Damals war eigentlich der Bau von 18 Stück geplant, für die auch bereits die entsprechenden Fahrgestellnummern reserviert wurden. Am Ende wurden aber nur zwölf Modelle realisiert. Der Klassiker, von dem heute noch elf Fahrzeuge existieren, ist unter Sammlern hochgeschätzt und mittlerweile einige Millionen wert.

Die Neuausgabe ist ebenfalls nicht unbedingt ein Schnäppchen. Mindestens zwei Millionen Euro werden für die silberne Karosse fällig. Aber es gibt noch ganz andere Hürden für einen potenziellen Käufer. Beim Concours d’Elegance im kalifornischen Urlaubsparadies Pebble Beach im August 2014 standen die Interessenten sozusagen Schlange für das letzte Exemplar. Fünf der Rennwagen hatten schon vorher stolze neue Besitzer gefunden. John Edwards, Chef der neuen Jaguar-Abteilung Special Vehicle Operations, musste viele Interessenten abwimmeln.

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Der Kreuzfahrtriese „Quantum of the Seas“ kann endlich Meerwasser schnuppern

13.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Schiff  | 
Der Kreuzfahrtriese „Quantum of the Seas“ kann endlich Meerwasser schnuppern
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Mit einem Tag Verspätung ist die „Quantum of the Seas“, das neueste Traumschiff der amerikanischen Reederei Royal Caribbean International, am 23. September 2014 in der Nordsee angekommen. Weil die Wetter- und Wasserstandsbedingungen ungünstig waren, musste die Überführung von der Meyer Werft in Papenburg über die Ems nach Emden verschoben werden. Von hier aus geht es dann in den zukünftigen Heimathafen Cape Liberty in New Jersey.

Das erste von drei Schwesterschiffen der „Quantum“-Klasse ist derzeit das drittgrösste Kreuzfahrtschiff der Welt. Die „Anthem of the Seas“ ist auch bereits im Bau und wird voraussichtlich in 2015 fertiggestellt sein. Die „Ovation of the Seas“ soll dann im Frühling 2016 folgen. Die Daten des Schiffs sind gigantisch: 167’800 BRZ, 348 Meter Länge, 41,4 Meter Breite. Die 2’094 Passagierkabinen bieten Platz für 4’188 Gäste auf 18 Decks. Angetrieben mit 67.200 kW erreicht es eine Höchstgeschwindigkeit von 22 Knoten.

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Angaben zum Spritverbrauch – schummeln die Hersteller?

11.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto  | 
Angaben zum Spritverbrauch – schummeln die Hersteller?
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Eine Studie des Forschungsinstituts ICCT kommt zu dem Ergebnis, dass zwischen dem offiziellen Laborwert und dem tatsächlichen Verbrauch von Kraftfahrzeugen Unterschiede von bis zu 50 Prozent bestehen. Im Durchschnitt weichen die Angaben um 30 Prozent ab. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es nur zehn Prozent. Besonders deutsche Premiumhersteller fallen aus dem Rahmen.

ICCT hat für die Studie die Daten von rund einer halben Million Fahrzeuge ausgewertet. Der Audi A6 beispielsweise schluckt 50 Prozent mehr als der Prospekt verheisst, bei der aktuellen E-Klasse von Mercedes sind es 45 Prozent, beim BMW 5er immer noch 40 Prozent. Die ICCT-Fachleute sehen einen offensichtlichen Zusammenhang zwischen den gültigen strengen Grenzwerten für den CO2-Ausstoss und der Mogelei der Konzerne.

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Klein, kleiner, i-Road – Toyotas Elektrodreirad für den Stadtverkehr

08.10.2014 |  Von  |  Auto, Motorrad, Toyota  | 
Klein, kleiner, i-Road – Toyotas Elektrodreirad für den Stadtverkehr
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85 Zentimeter breit, 300 Kilogramm schwer, drei Räder und ein pfiffiges Design – das Elektromobil i-Road des japanischen Herstellers Toyota zeigt, wie die Zukunft des Verkehrs in dicht besiedelten Metropolen aussehen könnte. Für das Projektteam von Toyota und dessen Leiter Akihiro Yanaka erfüllt der i-Road die Vorstellungen von einem idealen Stadtfahrzeug der Zukunft: Es ist frei von Emissionen, braucht nur wenig Platz und macht auch im dichtesten Stadtverkehr noch Spass.

Der Zweisitzer, in dem die Insassen hintereinander Platz nehmen, ist in der Tat ein Winzling. Neben seiner geringen Breite weist er eine Länge von lediglich 2,35 Metern und eine Höhe von 1,45 Metern auf. Toyota hat darüber hinaus eine Konstruktion entwickelt, die einige neue Ideen mit Konzepten aus dem Auto- und Motorradbau verbindet. Alles zusammen macht den i-Road zu einem sehr agilen und wendigen Fahrzeug.

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Confederate Hellcat – ein Bike ohne Kompromisse

07.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Motorrad  | 
Confederate Hellcat – ein Bike ohne Kompromisse
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Sie halten die Motorräder von Harley-Davidson für Massenware? Auch die V2-Modelle von Indian oder Victory sind Ihnen nicht individuell genug? Da hilft nur ein Blick auf die Confederate Hellcat Speedster X132, die in einer limitierten Auflage von 65 Stück produziert wird.

Diese Maschine ist für Menschen gedacht, die rein gar nichts von der Stange kaufen und sich gerne in prominenter Gesellschaft bewegen. Die Kundschaft von Confederate ist so exklusiv wie der Preis der neuen Hellcat in Höhe von rund 65’000 Dollar (etwa 50’000 Euro) – Ex-Fussballprofi David Beckham fährt eine Confederate, genauso wie Hollywood-Star Tom Cruise.

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Rolls-Royce – der Inbegriff einer Luxuslimousine, Teil 2

06.10.2014 |  Von  |  Auto, Rolls-Royce  | 
Rolls-Royce – der Inbegriff einer Luxuslimousine, Teil 2
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Knapp zwei Jahre nach der Übernahme von Bentley, im April 1933, verstarb mit Henry Royce auch der zweite Gründer der Luxusmarke. Dem Erfolg des Unternehmens tat dies aber – wie so manchem anderen Hersteller in dieser Zeit – keinen Abbruch. Der letzte Neuentwurf vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs war der „Wraith“ aus dem Jahr 1938. Abgeleitet aus dem 25/30 hp, wurde er bis kurz nach Kriegsbeginn 1939 gebaut. Danach war erst einmal Schluss mit der zivilen Produktion. Rüstungsgüter waren angesagt, zum Beispiel Flugzeugmotoren.

Zum Neustart 1946 wurde die Produktion für die Fahrzeuge nach Crewe nahe der Grenze zu Wales verlagert. Mit dem „Silver Wraith“ kam noch im selben Jahr die erste Entwicklung auf den Markt. Der „Phantom III“ hingegen wurde nicht mehr angeboten. Veränderte Anforderungen der Kundschaft, aber auch der Herstellungsmethoden, gingen nicht spurlos an Rolls-Royce vorbei. Der „Silver Dawn“ von 1949 beispielsweise wurde vor allem für die USA angeboten und für Kunden, sie selbst fahren wollten statt mit Chauffeur. Aus diesem Grund war auf Wunsch ein Automatik-Getriebe von General Motors erhältlich – vor dem Krieg ein unmögliches Ansinnen. Der „Silver Dawn“ war auch das erste Modell mit einer werkseigenen Karosserie. Die Zeiten, dass Hersteller die Aufbauten anderen Firmen überliessen, gingen unwiderruflich ihrem Ende entgegen.

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