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Mitsubishi geht in die Lüfte – mit dem Regionaljet MRJ

17.11.2014 |  Von  |  Flugzeug, Mitsubishi  | 
Mitsubishi geht in die Lüfte – mit dem Regionaljet MRJ
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Mitte Oktober 2014 präsentierte der japanische Hersteller Mitsubishi Aircraft den Prototypen seines Regionaljets MRJ auf dem Flughafen in Nagoya. Die Entwicklung der Maschine mit Platz für 70 bis 90 Passagiere wurde jetzt nach mehreren Verzögerungen abgeschlossen.

In 2015 sollen die ersten Testflüge stattfinden, in 2017 die ersten Jets an Airlines ausgeliefert werden. Nach Angaben des Unternehmens liegen bereits 400 Bestellungen aus Japan und dem Ausland vor.

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Ist Volkswagen zu gross, um weiterhin erfolgreich zu sein? – Teil 4

15.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto  | 
Ist Volkswagen zu gross, um weiterhin erfolgreich zu sein? – Teil 4
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Martin Winterkorns Alleinanspruch bei wichtigen Entscheidungen berührt häufig sogar die Kompetenzen der einzelnen Markenchefs, besonders bei der Einführung neuer Modelle.

Als beispielsweise vor einigen Jahren das Aushängeschild Audi technisch hinterher hinkte, was auch den Patriarchen Ferdinand Piëch zu Unmutsäusserungen veranlasste, musste Ulrich Hackenberg nach Ingolstadt wechseln – ausgerechnet Winterkorns wichtigster Entwickler in Wolfsburg und einer seiner engsten Vertrauten. Er sollte das Audi-Motto „Vorsprung durch Technik“ runderneuern und ihm wieder Geltung verschaffen. Audi-Chef Rupert Stadler wurde bei dieser Entscheidung mehr oder weniger übergangen, obwohl die Marke eine der Haupteinnahmequellen des VW-Konzerns ist. Relativ frei agieren können eigentlich nur Porsche-Chef Matthias Müller und der Skoda-Vorsitzende Winfried Vahland.

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Ist Volkswagen zu gross, um weiterhin erfolgreich zu sein? – Teil 3

14.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto  | 
Ist Volkswagen zu gross, um weiterhin erfolgreich zu sein? – Teil 3
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Es liegt aber nicht nur an Winterkorn. Allgemein werden die Entscheidungen bei der Volkswagen AG nur von einem kleinen Kreis bestimmt. Dies führt dazu, dass die Top-Manager schon lange an der Grenze zur völligen Überlastung arbeiten bzw. die Grenze vielleicht schon überschritten haben. Die Folge: Es wird zu spät oder gar nicht entschieden. Dass neue Modelleinführungen um Monate verschoben werden, gehört mittlerweile fast zur Regel, etwa beim neuesten Passat oder Audi A4. Wichtige Projekte stehen in der Warteschleife, das durchschnittliche Alter der Modellpalette ist um einiges höher als bei der Konkurrenz.

So kommt vieles zusammen: Ausfälle in wichtigen Regionen und Absatzmärkten, Verspätungen bei Modellanläufen, grosse Abweichungen von den Renditezielen. Branchenanalysten sind sich einig, dass die Probleme bei VW sich kaum noch länger ignorieren lassen. Ein erster Schritt ist allerdings getan. Winterkorn hat trotz Widerstand im Führungsgremium einen Sparkurs durchgesetzt, nicht zuletzt auf das monatelange Drängen des Finanzvorstands Hans Dieter Pötsch hin. Bis 2017 sollen die Kosten Schritt für Schritt, aber massiv, in allen Bereichen gesenkt werden – 5,5 bis 6 Milliarden Euro will Winterkorn dann pro Jahr im Vergleich zu heute einsparen. Das Programm, mit dem er die Zukunft des Unternehmens sichern und gestalten will, heisst „Future Tracks“. Eine ähnliche, sogar deutlich schwierigere Situation gab es bereits 2004. Damals hatte Bernd Pischetsrieder, der Vorgänger von Winterkorn, ein Programm namens „Formotion“ aufgelegt. Damit sparte er 3,5 Milliarden Euro ein und machte VW spürbar profitabler.

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Aus Wut mal eben ein Auto konstruiert

13.11.2014 |  Von  |  Auto  | 
Aus Wut mal eben ein Auto konstruiert
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Diese Geschichte hat das Zeug zur Legendenbildung: An einem Abend im Jahr 2008 kam der Ingenieur Paul Elio aus Phoenix (Arizona) vom Büro nach Hause und sah in einer Nachrichtensendung einen Bericht über die aktuellen Wirtschaftsdaten der USA. Er wurde, wie er selbst sagt, „stinksauer“. Denn der Bericht handelte von der sinkenden Wirtschaftskraft, verursacht durch hohe Ausgaben für Ölimporte.

Elio schimpfte, dass das Geld auch noch in Staaten fliesst, die die USA „nicht leiden können“. Seine Frau antwortete ihm kurz und knapp: Er solle sich nicht aufregen, sondern etwas ändern.

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Ist Volkswagen zu gross, um weiterhin erfolgreich zu sein? – Teil 2

13.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto  | 
Ist Volkswagen zu gross, um weiterhin erfolgreich zu sein? – Teil 2
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Branchenexperten glauben, dass das VW-Management durch das gigantische Wachstum der letzten Jahre an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gestossen ist. In den USA hat der Konzern bisher versagt, in vielen Ländern Asiens hagelt es Misserfolge, in Lateinamerika ist VW ebenfalls schwach positioniert. Die Grösse des Unternehmens wird zum Fluch.

Ein gewichtiges Wort bei allen Weichenstellungen des Unternehmens hat aber auch der Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch mitzureden, nicht nur wegen seines Postens. Das mächtigste Mitglied der Familiendynastien von Porsche und Piëch kontrolliert 50,73 Prozent der Stimmrechte im Volkswagen-Konzern. Und Piëch ist bekannt dafür, dass er grosse und ausgefallene Pläne liebt. In den letzten Jahren hat er ein Faible für italienische Marken entwickelt. Die Sportwagenhersteller Lamborghini und Bugatti, die Motorradmarke Ducati, das Designstudio Giugiaro und selbst das Audi-Vorstandsmitglied Luca de Meo hat er unter dem Dach von VW versammelt.

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Mercedes steigt beim italienischen Motorradhersteller MV Agusta ein

13.11.2014 |  Von  |  Deals  | 
Mercedes steigt beim italienischen Motorradhersteller MV Agusta ein
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Im Oktober 2014 wurde bekannt, dass der deutsche Autohersteller Daimler über seine Tochter AMG bei der italienischen Motorradschmiede MV Agusta einsteigen wird. Auf den ersten Blick mag dieser Deal etwas ungewöhnlich wirken.

Der Grossproduzent aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart verkauft pro Jahr immerhin rund eineinhalb Millionen Autos weltweit, während der Absatz von MV Agusta zuletzt etwa bei bescheidenen 7’500 Motorrädern pro Jahr lag. Wenn man genauer hinschaut, macht der Einstieg allerdings Sinn.

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Fiat-Chrysler will Ferrari 2015 an die Börse bringen

13.11.2014 |  Von  |  Deals, Ferrari, Fiat  | 
Fiat-Chrysler will Ferrari 2015 an die Börse bringen
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Die italienische Fan-Gemeinde trauert, die Wirtschaft freut sich: Der Fiat-Chrysler-Konzern will sein Aushängeschild, den Sportwagenhersteller Ferrari, im Jahr 2015 an die Börse bringen. Als Firmen-Chef Sergio Marchionne Ende Oktober diese Neuigkeit verkündete, schnellte der Aktienkurs des Mutter-Unternehmens an der Börse in Mailand an einem Tag um 15 Prozent in die Höhe.

Viele Italiener sehen darin allerdings nur die Übernahme einer weiteren heimischen Kultmarke durch Ausländer.

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Der Trabant – von der „Rennpappe“ zum Kultfahrzeug

13.11.2014 |  Von  |  Auto  | 
Der Trabant – von der „Rennpappe“ zum Kultfahrzeug
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Ältere Leser werden sich noch an die Fernsehbilder erinnern, als 1989 in der heutigen deutschen Hauptstadt Berlin die Mauer fiel, an aufwühlende Momente und freudestrahlende Gesichter auf beiden Seiten, an die Menschenaufläufe und Autokonvois vor den Grenzübergängen – die Ostdeutschen und die Ostberliner kamen entweder zu Fuss über die Grenze oder im unvermeidlichen Trabant.

Zwar gab es auch andere Fahrzeuge wie den Wartburg, aber der „Trabi“, wie er liebevoll genannt wurde, hat sich tief ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Er war das Symbol der Wende und hat sich zu einem Kultfahrzeug entwickelt, ähnlich wie der Käfer von Volkswagen.

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Ist Volkswagen zu gross, um weiterhin erfolgreich zu sein? – Teil 1

12.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto  | 
Ist Volkswagen zu gross, um weiterhin erfolgreich zu sein? – Teil 1
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Die Volkswagen AG schreibt seit Jahren äusserst positive Zahlen, die Absätze an Fahrzeugen steigen kontinuierlich. Erklärtes Ziel des Wolfsburger Konzerns ist es, den japanischen Produzenten Toyota von Platz 1 zu verdrängen und selbst grösster Hersteller weltweit zu werden. Experten der Automobilbranche sehen jedoch die schöne Fassade bröckeln. In mehreren Bereichen gibt es Warnzeichen, dass die Zeit der schnellen Erfolge vorbei sein könnte. Wenn der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn und Aufsichtsratvorsitzender Ferdinand Piëch nicht mit einigen gravierenden Mängeln aufräumen, so die Analysten, könnte VW schon bald ins Straucheln geraten.

Winterkorn war seit seinem Wechsel von Audi an die VW-Konzernspitze im Jahr 2007 höchst erfolgreich. Er integrierte u.a. die Sportwagenschmiede Porsche, übernahm den italienischen Motorradhersteller Ducati, sicherte VW die Herrschaft über die beiden Lkw-Hersteller MAN und Scania und gliederte auch den grössten Autohändler Europas, die Porsche Holding im österreichischen Salzburg, in das Unternehmen ein. In den sieben Jahren seiner Tätigkeit steigerte er den Absatz von 5,7 auf 9,7 Millionen Fahrzeuge. Der Gewinn ist heute sechsmal, der Börsenwert viermal so hoch wie 2007. Damit rangiert VW auf Platz 55 der wertvollsten Unternehmen der Welt.

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Die unendliche Geschichte – Rückrufe, Rückrufe, Rückrufe …

22.10.2014 |  Von  |  Neuwagen  | 
Die unendliche Geschichte – Rückrufe, Rückrufe, Rückrufe …
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Nun also auch Mercedes. Und erneut Toyota. Wenn es nicht so erschreckend wäre, könnte man sagen: Wie langweilig! Schon wieder ist von massenhaften Rückrufen die Rede – wir haben an dieser Stelle bereits mehrfach darüber berichtet. Bei Mercedes sind 40’000 Fahrzeuge der C-Klasse betroffen, Toyota muss sogar 1,75 Millionen Fahrzeuge aus unterschiedlichen Modellreihen in die Werkstätten beordern.

Die neue C-Klasse ist erst seit Anfang 2014 auf dem Markt und fällt bereits durch den zweiten Produktionsfehler auf. Im Juni musste Daimler zugestehen, bei den ersten Modellen die Abschaltung für den Beifahrer-Airbag vergessen zu haben. Ohne diese ist es nicht erlaubt, eine Babyschale auf dem Vordersitz zu befestigen. Nun wurde bei der Montage die Lenkungskupplung nicht verrriegelt. In Deutschland sind davon 28’500 Fahrzeuge betroffen, in den USA 10’500. Weltweite Zahlen nannte der Konzern nicht.

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