Gotthard

Gotthard-Basistunnel in Betrieb – 10 Forderungen der Alpen-Initiative

Der Gotthard-Basistunnel nimmt aktuell seinen regulären Fahrbetrieb auf – ein Meilenstein für das Schweizer Verkehrswesen. Aus Sicht der Alpen-Initiative ist die offizielle Inbetriebnahme auch ein Anstoss, um mehr Güterverkehr auf die Schiene zu bringen und die Schweizer Strassen vom Schwerverkehr zu entlasten. Jon Pult, Präsident der Alpen-Initiative, erklärt dazu: „Der neue Basistunnel am Gotthard bietet der Schweiz die historische Chance, den alpenquerenden Güterverkehr von der Strasse auf die Schiene zu bringen.“

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2. Gotthardröhre: Verkehrskollaps vorprogrammiert

Hunderttausende stehen in den Agglomerationen jeden Morgen im Stau. Die Situation wird sich in den nächsten Jahren weiter verschlimmern. Dass die 2. Röhre das Fass vollends zum Überlaufen bringen wird, zeigt eine Simulation des ETH Spin-Offs Senozon. Auf der Westumfahrung Zürichs kommt man zu keiner Tageszeit am Stau vorbei, im Grossraum Luzern kommt es zum Verkehrskollaps, das Tessin wird überrollt. Und: Mit einer 4-spurigen 2. Röhre nimmt der Verkehr über die Pässe Simplon und San Bernardino noch stärker zu als am Gotthard selbst.

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Alpenschutz wird langfristig gewährleistet

Im Rahmen eines Interviews in der Sendung 10vor10 vom 8. Januar präsentierte Verkehrsministerin Doris Leuthard ein neues Argument im Abstimmungskampf um die zweite Strassentunnelröhre am Gotthard: Die EU-Kommission teilte der Bundesrätin auf Anfrage mit, dass ein einspuriger Betrieb pro Tunnel keine Verletzung der bilateralen Verträge darstelle. Das Hauptargument der Gegner einer zweiten Gotthardröhre im Abstimmungskampf ist klar: Baut man eine zweite Röhre, gibt es mehr Verkehr am Gotthard, weil die Schweiz von der EU aufgrund der bilateralen Verträge unter Druck gesetzt würde, die volle Kapazität der beiden Tunnel zu nutzen. Die EU Kommissarin für Verkehr, Violeta Bulc, bestätigt nun aber, dass die vorgesehene Kapazitätsbeschränkung am Gotthard konform mit dem geltenden Landesverkehrsabkommen zwischen der Schweiz und der EU ist. Das bedeutet: Die EU akzeptiert die Kapazitätsbeschränkung am Gotthard und den einspurigen Betrieb pro Röhre. Das Hauptargument der Gegner einer zweiten Röhre ist somit entkräftet.

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ACS: Verstärktes Engagement für Gotthard-Strassentunnel

Für den ACS Automobil Club der Schweiz steht fest: Der Bau eines Sanierungstunnels und somit einer zweiten Röhre am Gotthard ist bei Weitem die beste Lösung. Die Präsidenten der ACS-Sektionen haben anlässlich ihrer Konferenz vom 20. November 2015 in Luzern daher beschlossen, das finanzielle Engagement zugunsten der Abstimmungskampagne zu verdoppeln. Der Automobil Club der Schweiz (ACS) erachtet die Referendumsabstimmung zum Gotthard-Strassentunnel vom 28. Februar 2016 für absolut zentral. Denn der bestehende, rund 17 Kilometer lange, doppelspurige, jedoch nicht richtungsgetrennte Gotthard-Strassentunnel weist ein hohes Gefahrenpotenzial für schwere Unfälle auf. Eine zweite Röhre würde mögliche Frontal- und Streifkollisionen ausschliessen.

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Testbetrieb im Gotthard-Basistunnel läuft auf Hochtouren

Meilenstein am Gotthard: Nach dem Erhalt der Freigabe durch das Bundesamt für Verkehr wurde der Testbetrieb im Gotthard-Basistunnel am 1. Oktober 2015 planmässig gestartet. Kurze Zeit später fanden bereits die ersten Testfahrten mit dem neuen Zugsführungssystem ETCS Level 2 statt. Bis am 31. Mai 2016 sind rund 5000 Testfahrten geplant. Zurzeit wird mit dem Funkmesswagen der SBB der Digitalfunk GSM-R und der Tunnelfunk getestet. Danach folgt das Testen des Zusammenspiels von Fahrbahn, Fahrzeugen und Fahrleitung. Im November und Dezember 2015 stehen die Hochtastfahrten auf dem Programm. Dazu wird die Fahrgeschwindigkeit schrittweise gesteigert. Der längste Tunnel der Welt wird dann mit Geschwindigkeiten von bis zu maximal 275 km/h befahren. Dafür wird aus Deutschland ein spezieller Testzug mit der Typenbezeichnung ICE-S eingemietet. Ab Ende Februar 2016 finden dann Testfahrten mit Güterzügen statt.

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