Mit Reifendrucksensoren teurer unterwegs

11.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto
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Mit Reifendrucksensoren teurer unterwegs
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Moderne Fahrzeuge bieten so einiges an elektronischen Hilfen und Messeinrichtungen. Neben den Klassikern wie ABS oder auch ESP erobert jetzt das RDKS die automobile Landschaft. Hinter RDKS verbirgt sich das Reifendruckkontrollsystem, das den korrekten Reifendruck unterbrechungsfrei kontrolliert und bei Druckverlust eine Meldung an den Fahrer ausgibt.

Wer mit RDKS fährt, dürfte beim anstehenden Wechsel auf die Winterreifen eine Überraschung erleben. Reifen mit den RDKS sind nämlich teurer. Was jetzt die Winterreifen betrifft, wird sich analog im Frühjahr auch wieder bei den Sommerreifen zeigen. Ein erhöhtes Mass an Sicherheit hat eben auch seinen Preis.




Reifendruckkontrollsystem für Ford- und Volvo-PKWs – Vorderseite (Bild: Lumu, Wikimedia, GNU)

Reifendruckkontrollsystem für Ford- und Volvo-PKWs – Vorderseite (Bild: Lumu, Wikimedia, GNU)

Ohne die Sensoren geht es nicht




Wer problemlos von Sommerreifen auf Winterreifen wechseln möchte, sollte sich beeilen. Der Vorrat an Reifendrucksensoren ist bei vielen Reifenhändlern begrenzt. Beeilen sollten sich die Besitzer solcher Wagen auch, wenn es um das Ansparen des benötigten Geldes geht. Immerhin schlagen allein die Reifendrucksensoren inklusive Montage mit mehreren Hundert Franken je Radsatz zu Buche. Eine satte Summe, die im Namen der Sicherheit tief in die Brieftasche der Autofahrer reicht. Für manchen ist das nur mit einem günstigen Konsumentenkredit machbar.

Da kommt schon so mancher auf die Idee, auch ohne Reifendrucksensoren unterwegs sein zu wollen. Das allerdings geht nicht. Zumindest dann nicht, wenn es sich um direkt messende Sensoren handelt. Konnte bei älteren Modellen mit Reifendrucküberwachungssystem dieses noch einfach abgeschaltet werden, wird das bei Neufahrzeugen nicht mehr möglich sein. Ältere, indirekt messende Reifendrucksysteme arbeiten über das bereits verbaute ABS, sind damit allerdings auch ungenauer in den Messwerten. Zwar lässt sich das Auto auch ohne die direkt messenden Reifendrucksensoren noch fahren, allerdings blinkt den Fahrer dann ständig die Warnmeldung im Display an. Und beruhigend ist das keinesfalls.

Kosten sparen

Wer bei der Ausstattung mit RDKS dennoch Kosten sparen will, muss intensiv die Preise vergleichen. Beste Adresse sind hier freie Reifenwerkstätten. Bei den Vertragswerkstätten fallen die Kosten generell höher aus, da hier nur markenspezifische Teile verbaut werden, was bei den Sensoren für die direkte Reifendruckmessung allerdings nicht erforderlich ist. Findige Autofahrer kommen auch auf die Idee, die Saisonreifen auf einer Felge ständig hin- und herwechseln zu lassen. Das allerdings kann in der Endkonsequenz sogar teurer werden. Immerhin werden letztlich nur zwei Radsätze benötigt, und die halten in aller Regel auch über ein paar Jahre.

Eine Alternative zumindest in geografisch milden Regionen wäre die Nutzung sogenannter Ganzjahresreifen. Die eignen sich im Winter aber nur bedingt für den Einsatz bei Schnee und Eis und weisen längst nicht die Fahreigenschaften und die Sicherheit echter Winterreifen auf.

 

Oberstes Bild: Reifendrucksensoren bieten ein höheres Mass an Sicherheit. (© Hydrargyrum, Wikimedia, CC)

Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.


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