Holzgarage – lohnt sich der Eigenbau oder die Fertiggarage?

07.02.2020 |  Von  |  Allgemein, Auto
Holzgarage

Die Garage gehört heute zur Grundausstattung der meisten Häuser. Nur die wenigsten Fahrzeugbesitzer möchten ihr Auto dauerhaft im Freien parken. Bei der Suche nach einer geeigneten Garage stehen Fahrzeughalter oft vor der Frage, ob sich der Eigenbau einer Holzgarage lohnt oder es doch lieber eine Fertiggarage sein sollte. 

Ob nun direkt beim Neubau eines Hauses oder zu einem späteren Zeitpunkt: Für viele Kfz-Besitzer gehört die eigene Garage zum Eigenheim schlichtweg dazu. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie eine Garage realisiert werden kann. Fertiggaragen gibt es gefertigt aus unterschiedlichen Materialien in verschiedenen Abmessungen. Neben Aluminium haben sich hier Holz, Stahl und Beton durchgesetzt. Auch gemauerte Modelle werden als Fertiggarage angeboten.

Je nach Material belaufen sich die Kosten für eine Fertiggarage auf bis zu 17.000 Euro. Der Vorteil ist die einfache Umsetzung, denn die Garagen werden in der Regel bereits vormontiert geliefert und müssen nur noch an der gewünschten Stelle platziert werden. Die Umsetzung ist schnell abgeschlossen. Weiterhin sind die Trocknungszeiten gering, sodass eine Fertiggarage auch tatsächlich schnell genutzt werden kann.

Eine Frage der Kosten

Der Kauf einer Fertiggarage oder der Bau in Eigenregie ist in den meisten Fällen eine Frage der Kosten. Die Fertiggarage bietet hier zunächst den Vorteil des Festpreises. Abgesehen von einigen Vorarbeiten schliesst dieser sämtliche Aufwendungen für die Garage ein. Der Eigenbau gilt gemeinhin aber als günstiger, weil hier natürlich keine Aufwendungen für den Arbeitslohn anfallen.

Eine Holzgarage ist in Eigenregie zudem einfacher umgesetzt als eine Garage, die in Massivbauweise errichtet wird. Zudem bietet der Eigenbau den Vorteil, dass die Garage individuell an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann. Sie lässt sich beliebig dimensionieren. In Holzbauweise kann sowohl eine klassische Garage als auch ein Carport errichtet werden. Der Carport lässt sich einfacher planen und bauen, bietet aber nicht den Schutz, der mit einer Garage einhergeht.

Holzgaragen, die selbst gebaut oder als Bausatz bestellt werden, sind rasch realisiert und zeichnen sich zugleich im Vergleich zu den klassischen Fertiggaragen durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Die Belüftung ist hier aufgrund des Materials sehr gut, was zur langen Lebensdauer von bis zu 50 Jahren beiträgt. Auch die Pflege- und Wartungsarbeiten halten sich in Grenzen, müssen aber zum Schutz des Holzes regelmässig durchgeführt werden.

Vorbereitung des Bodens

Soll eine Holzgarage in Zukunft das eigene Grundstück zieren, muss geprüft werden, ob der Boden für diese Art der Nutzung geeignet ist. Das ist nicht zwingend der Fall. Es gibt durchaus Böden, die sehr nachgiebig sind und unter der damit verbundenen Last zusammenbrechen würden. Auch bei einer Holzgarage kann es empfehlenswert sein, ein Fundament aus Beton zu giessen.

Dabei muss nicht immer die komplette Bodenplatte der Garage als Fundament gegossen werden. In den meisten Fällen reicht ein Streifenfundament vollkommen aus. Das Streifenfundament bringt den nötigen Halt und muss an die Grösse der Garage angepasst sein.

Ist der Boden bestmöglich vorbereitet, kann mit dem Bau der Garage begonnen werden. Wer sich nicht für eine Fertiggarage und damit nicht für einen Bausatz für die Holzgarage entscheidet,  muss den Bau individuell planen. Das setzt prinzipiell statische Grundkenntnisse voraus. Die Planung beginnt mit der Skizzierung des Balkengerüsts. Neben vier Eckbalken werden jeweils zwei Balken an den Längsseiten benötigt, die oben und unten eingesetzt werden. Auf der Rückseite finden ebenso noch einmal zwei Balken Anwendung, wobei einer oben und einer unten angebracht wird.



Grundlagen für den Eigenbau einer Holzgarage

Für die sichere Holzverarbeitung sind Know-how und das richtige Werkzeug erforderlich, für den Eigenbau einer Holzgarage wird zudem eine gute Planung gebraucht. Die Balken können meistens direkt von den Anbietern in der gewünschten Länge zugeschnitten werden, was die Verarbeitung massgeblich vereinfacht. Damit die Balken später optimal stehen, werden stabile Winkel gebraucht. Die stabilen Winkel fixieren die einzelnen Steher.

Auch die zugeschnittenen Balken müssen natürlich akkurat ausgerichtet werden. Das geht am einfachsten mit einer Wasserwaage. Erst wenn die Balken optimal befestigt und ausgerichtet sind, kann bei der Holzgarage die Überplattung fixiert werden. Um ein Verrutschen zu vermeiden, erfolgt die Befestigung immer mit Muttern und Gewindeschrauben. Empfehlenswert ist es ebenso auf Beilagscheiben zurückzugreifen. Diese können zusätzlich stabilisiert werden.

Danach wird die Holzverblendung angebracht. Am einfachsten kann diese mit Nut- und Federbrettern umgesetzt werden. Die Bretter lassen sich ohne viel Kraftaufwand zusammenstecken. Damit sie optimal halten, werden zusätzlich Spaxschrauben verarbeitet. Damit später auch Fenster, Türen und Tore ihren Platz finden können, müssen diese bei der Verarbeitung der Nut- und Federbretter bereits bedacht werden.

Dach und Holzschutz zum Schluss

Zu den letzten Arbeitsschritten gehören der Bau des Dachs und das Lasieren der Garage. Durch die Lasur wird das verwendete Holz vor den unterschiedlichen Witterungseinflüssen geschützt. Dieser Handgriff muss auch bei Holzfertiggaragen erfolgen, die als Bausatz angeboten werden. Beim Dach muss darauf geachtet werden, dass dieses einige Zentimeter übersteht, sodass das Regenwasser abtropfen kann, ohne dass es an die Wände gelangt. Um das Grundmaterial des Dachs zu stützen, ist es empfehlenswert, dieses mit Dachpappe auszulegen.

 

Titelbild: shinobi – shutterstock.com


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