Mit dem richtigen Motoröl läuft Ihr Wagen wie geschmiert

06.05.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto, Produkte
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Mit dem richtigen Motoröl läuft Ihr Wagen wie geschmiert
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Die regelmässige Kontrolle des Ölstandes ist Pflicht bei einem Fahrzeug. Doch welches Motoröl ist das richtige, wenn das Warnsignal aufleuchtet? Wenn Sie versehentlich zum falschen Öl greifen, hat das fatale Folgen für den Motor.

Wer als Laie an einer Tankstelle steht, hat die Qual der Wahl: Die Auswahl an Motorölen ist grenzenlos und das passende Öl zum Nachfüllen zu finden scheint kompliziert. Inzwischen machen die meisten Hersteller klare Vorgaben, welches Öl bei welchem Modell verwendet werden muss. Wichtig: Die Marke und der Preis sind für Ihre Auswahl nicht relevant. Während früher im Sommer und Winter unterschiedliche Öle verwendet werden mussten, gibt es inzwischen moderne Mehrbereichsöle, die Sie das ganze Jahr über verwenden können. Beim Kauf müssen Sie auf die Viskosität und die Spezifikation achten.



Verwenden Sie kein anderes Öl als vom Hersteller freigegeben (Bild: romarti / Shutterstock.com)

Verwenden Sie kein anderes Öl als vom Hersteller freigegeben (Bild: romarti / Shutterstock.com)

Viskosität und Qualität eines Motoröls

Mit Viskosität ist die Fliessfähigkeit des Öls gemeint: Läuft das Öl flüssig wie Wasser, oder rinnt es wie zähflüssiger Honig? Die Viskosität verändert sich in Abhängigkeit von der Aussentemperatur. Ein Öl mit höherer Viskosität ist entsprechend dickflüssiger als eines mit geringer Fliessfähigkeit. Für einen Kaltstart muss das Öl ausreichend fliessen, darf aber bei hohen Temperaturen nicht zu flüssig werden.



Doch wie wird die Viskosität bei einem Öl angegeben? Die Society of Automotive Engineers, kurz SAE, hat bestimmte Normen für die Fliessfähigkeit von Motorölen festgelegt und in sogenannte SAE-Klassen eingeteilt. So kann die Bezeichnung für ein Motoröl etwa lauten: SAE 0W-30. Dabei beschreibt die erste Zahl, in diesem Fall die „0“, die Fliessfähigkeit des Öls bei Kälte, wobei das „W“ für Winter steht. Der zweite Wert gibt die Viskosität bei einer Temperatur von 100 Grad Celsius an. Bei beiden Werten gilt: Je niedriger die Zahl, desto dünnflüssiger ist das Öl. Moderne Mehrbereichsöle gelten in der Regel für mehrere Viskositätsklassen und sind für die Verwendung im gesamten Jahr geeignet.

Die Qualität eines Öls wird in der API-Klassifikation und der ACEA-Spezifikation festgelegt. Bei der API-Klassifikation des American Petroleum Institute wird zwischen S-Klassen für Ottomotoren und C-Klassen für Dieselmotoren unterschieden. Mit einem zweiten Buchstaben wird der Leistungsstand des Öls angegeben, dabei gilt: Je höher der Buchstabe, desto besser die Leistung des Öls. Die ACEA-Spezifikation wurde von der Association des Constructeurs Européens d’Automobiles für den europäischen Markt entwickelt: Dabei steht der Buchstabe „A“ für Ottomotoren, das „B“ für Dieselmotoren.

Die Auswahl an Motorölen ist grenzenlos (Bild: Iakov Filimonov / Shuttersstock.com)

Die Auswahl an Motorölen ist grenzenlos (Bild: Iakov Filimonov / Shuttersstock.com)




Zum richtigen Zeitpunkt Öl nachfüllen

Wenn Sie ganz sichergehen wollen, das richtige Öl nachzufüllen, sollten Sie auf jeden Fall einen Blick in die Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs werfen. Verwenden Sie kein anderes Öl als vom Hersteller freigegeben, sonst kann es zu Schäden am Motor kommen. Haben Sie ein falsches Öl verwendet, kann das im schlimmsten Fall einen Garantieverlust zur Folge haben. Auch die Wechselintervalle, an die Sie sich als Fahrzeugbesitzer unbedingt halten sollten, werden von jedem Hersteller individuell festgelegt. Müssen Sie Öl nachfüllen, ist Mischen erlaubt. Nachfüllen sollten Sie immer erst dann, wenn das Warnlämpchen im Auto aufleuchtet oder der Ölstab einen niedrigen Pegel anzeigt. Nicht nur zu wenig, auch zu viel Öl kann schädlich für den Motor sein!



Achten Sie darauf, dass der Öl-Pegel genau zwischen den angegebenen Markierungen liegt. Verwenden Sie Öl von einem anderen Hersteller, greifen Sie zur gleichen Spezifikation. Gerade wenn in Ihrem Wagen ein Schmieröl in Longlife-Qualität verwendet wurde, sollten Sie ein gleichwertiges Produkt nachfüllen. Verwenden Sie ein Öl minderer Qualität, sollten Sie bedenken, dass bereits nach kürzerer Zeit ein kompletter Ölwechsel fällig sein kann. Ein qualitativ minderwertiges Öl führt immer zu einer geringeren Leistungsfähigkeit des Motors. Wenn Sie ganz sichergehen wollen, sollten Sie einfach ein Gebinde mit dem passenden Öl auf Vorrat haben. Ein Kleingebinde ist bei trockener Lagerung rund fünf Jahre haltbar. Am besten bewahren Sie die Flasche im Keller auf.

Achten Sie darauf, dass der Öl-Pegel genau zwischen den angegebenen Markierungen liegt (Bild: kurhan / Shutterstock.com)

Achten Sie darauf, dass der Öl-Pegel genau zwischen den angegebenen Markierungen liegt (Bild: kurhan / Shutterstock.com)

Unterschiede zwischen teilsynthetischem und vollsynthetischem Öl

Haben Sie an der Tankstelle das passende Öl für Ihren Motor gefunden, stellt sich häufig schon die nächste Frage: teilsynthetisches oder vollsynthetisches Öl? Vollsynthetisches Öl wird nicht aus Rohöl, sondern künstlich hergestellt. Experten gehen davon aus, dass ein Synthetik-Öl über bessere Schmierleistungen verfügt und den Motor besser vor Verschleisserscheinungen schützt. Der Kraftstoffverbrauch bei einem Synthetik-Öl ist geringer. Bei der künstlichen Herstellung von Öl lassen sich bessere Fliesseigenschaften erreichen, die mit einem natürlichen Mineralöl nicht erlangt werden könnten.

Gerade ältere Autos mögen die künstlichen Öle jedoch nicht. Hier müssen Sie auf halbsynthetische Öle umsteigen, die eine Alternative zwischen einem reinen Kunstöl und einem mineralischen Öl darstellen. Die halbsynthetischen Öle werden aus Mineralöl hergestellt, wobei synthetische Öle zugesetzt werden. Im Vergleich zu einem reinen mineralischen Öl weisen die halbsynthetischen deutlich bessere Schmiereigenschaften auf.

Motoröl-Hersteller mischen ihren Ölen bereits bestimmte Additive bei. Das sind spezielle Ölzusätze, die die Eigenschaften des Öls verbessern. Die Zusätze werden genau auf das jeweilige Öl abgestimmt. Zusätzlich können Sie selbst Additive erwerben und Ihrem Öl zusetzen. Autohersteller raten dringend von diesen eigenen Mischungen ab. Verwenden Sie einen unzulässigen Zusatz, kann das den Motor schädigen und zu einem Garantieverlust führen.



 

Oberstes Bild: Mit dem richtigen Motoröl läuft Ihr Wagen wie geschmiert (© Voyagerix / Shutterstock.com)

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


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