Der Verbrennungsmotor

21.03.2014 |  Von  |  Auto, LKW, Motorrad, Neuwagen, Schiff
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Der Verbrennungsmotor
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Aus der über 100jährigen Entwicklung der Automobile zeichnete sich eine Tendenz zu brennstoffbetriebenen Verbrennungsmotoren ab. Unterschiedlichste Bauweisen führten dabei zu einem facettenreichen Angebot der Motorenhersteller. In der Regel handelte es sich dabei um für den Anwendungszweck optimierte Motorsysteme.

An flüssigen Brennstoffen war die Auswahl genügend gross. Die Motorenproduzenten gruppierten ihre Produkte oftmals nach der Art und den Charakteristiken der jeweiligen Brennstoffe.



Gas als Brennstoff wurde alternativ erforscht. Notwendige Energiedichten verlangten aber nach einer Zwischenlagerung der Brenngase in verflüssigter Form. Heutige Erdgas (NGV) betriebene Fahrzeuge und deren Äquivalente mit Propan- oder Butanbetrieb (LPG) greifen auf diese Zwischenlagerung am Fahrzeug in verflüssigter Weise zurück. Der Dieselkraftstoff war früher dem Lastwagenverkehr und bei den Anwendungen als Bootsaggregate sehr beliebt, mittlerweile fanden Dieselmotoren aber auch zunehmend in Kleinfahrzeugen Einsatz. Dank innovativer Technologien und Weiterentwicklungen im Motorenbau, haben mit Dieselkraftstoff betriebene Fahrzeuge ihren Anteil am Markt und auf den Chausseen der Schweiz beträchtlich ausbauen können.

Sind Autogasmotoren frei von Verbrennungsrückständen?

Mit der Ausnahme von gasbetriebenen Motoren verursacht der normale Betrieb eines jeden Verbrennungsmotors Rückstände in erheblichem Umfang. Beim Gasbetrieb durch Autogas sind Abdampfrückstände (Olefine) nur in beschränktem Umfang im Betrieb anfallend. Der Flüssiggas-Kraftstoff verursacht deutlich weniger Abgasemissionen im Vergleich zu anderen Kraftstoffen, das gilt ebenfalls für das klimabedenkliche CO². Die Verbrennungsrückstände von jedem Typ Autogas sind nahezu schwefelfrei und die Verbrennung erfolgt fast gänzlich ohne den Ausstoss von Schwebstoffen und Russpartikeln.

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Das Motoröl führt zum Teil auch die Verbrennungswärme ab und verhindert Ablagerungen von Verbrennungsrückständen im Motor. (Bild: Konstantin Faraktinov / Shutterstock.com)




Wozu dient das Motoröl?

Ein Ölkreislauf im Motor dient der betriebswichtigen Versorgung der einzelnen Komponenten im Motor mit Schmierstoff. Das Motoröl führt zum Teil auch die Verbrennungswärme ab und verhindert Ablagerungen von Verbrennungsrückständen im Motor. Eine Ölpumpe gewährleistet üblicherweise den notwendigen Öldruck im Motor. Der Ölkreislauf ist ein „geschlossenes System“, es hat in der Regel vier Punkte zum Zugang für Kontroll- und Servicearbeiten.

Dazu gehört in vorderster Front der meist obenliegende Deckel auf dem Motorgehäuse für das Nachfüllen bei Bedarf und dann natürlich auch ein so genannter Ölpeilstab zur Bedarfsprüfung. Den dritten Zugang zum Ölkreislauf stellt der auswechselbare Ölfilter dar. Dieser ist so in den Ölkreislauf integriert, dass der Ölfluss durch ihn erzwungen wird. Als vierter Zugang darf an üblichen Motoren die so genannte Ölablassschraube bezeichnet werden. Diese dient den Servicekräften Ihrer Werkstatt oder Garage zum Entfernen des alten Motoröls bei einem Ölwechsel. Im Normalbetrieb sollte der Ölkreislauf dicht sein und kein Öl an die Umwelt abgeben. Ein geringer Teil des Motoröls verbrennt auch regulär beim Verbrennungsvorgang in den Zylindern.

Was sind Ölserviceintervalle?



So bezeichnen die Hersteller der Fahrzeuge und Motoren die empfohlenen Laufleistungen in gefahrenen Kilometern für einen Öl- oder einen Ölfilterwechsel. Hierbei handelt es sich um Empfehlungen, welche sich auf einen normalen Betrieb beziehen. Ein Fahrzeugbesitzer tut gut daran, diese Intervalle bei erschwertem Betrieb (z.B.: unter Volllast, bei Anhängerbetrieb, unbefestigten Strecken, etc.) nach eigenem Ermessen zu verkürzen. Ein Filterwechsel ist nicht bei jedem Ölwechsel üblich, der Ölfilter befreit den umlaufenden Ölstrom von den gröbsten Verunreinigungen und hält auch Abriebspartikel aus dem Motor vom Ölumlauf fern. Er verliert mit fortschreitender Filterleistung an Vermögen, dem Kreislauf weitere Schadbestandteile zu entnehmen und herauszufiltern. Nach Rücksprache mit Ihrem Werkstattspezialisten kann dieser Ölfilterwechselintervall nach einer Umrüstung auf Autogasbetrieb gegebenenfalls unbedenklich verlängert werden.

Wie kontrolliere ich meinen Ölstand?

Wenn die rote Lampe im Armaturenbrett einen gefährlich niedrigen Öldruck signalisiert, dann kann es bereits zur Schadensverhütung zu spät sein. Eine Ölkontrolle per Peilstab gibt Ihnen die Gewissheit, dass Ihr Motor ausreichend mit dem wichtigen Schmierstoff versorgt ist. Kontrolliert werden kann der Ölstand auch bei betriebswarmem Motor, er sollte nur auf einer ebenen Fläche parkiert sein. Den Ölpeilstab ziehen Sie ganz heraus und wischen das untere Ende sauber. Ein kleiner Lappen oder Tissue zum Abwischen des Ölstabes ist dabei hilfreich. Dann bitte zur Prüfung den Peilstab wieder ganz in die vorgesehene Öffnung einführen und erneut herausziehen. Am unteren Stabende befinden sich zwei Markierungen, gelegentlich ist das Feld dazwischen etwas geriffelt oder schraffiert dargestellt. Zwischen diesen beiden Markierungen sollte sich das Motoröl am Peilstab befinden. Eine Überfüllung ist kontraproduktiv und eine Unterversorgung gefährdet den Betrieb Ihres Verbrennungsmotors.

Wie oft soll der Ölstand kontrolliert werden?



Dazu gibt es keine feste Regel, aber erfahrene Autobesitzer prüfen lieber einmal zu oft als einmal zu wenig. Je nach dem Ölverbrauch Ihres Fahrzeuges sollte der Ölstand kontrolliert sein, wenn rund 1.000 km Fahrtstrecke zurückgelegt wurden oder eine längere Tour ansteht. Besitzer älterer Fahrzeuge verbinden die Ölkontrolle gewohnheitsmässig mit fast jedem Tankstopp. Ein übermässiger Ölverlust sollte immer mit einem Servicefachmann diskutiert werden.

Wie kann ich Öl nachfüllen?

Dazu dient der Öldeckel oben auf Ihrem Motor. Nach vollzogener Ölkontrolle am Peilstab können Sie hier passendes Öl aus einem Nachfüllbehälter hereingiessen, um den Ölstand in Ihrem Motor zu erhöhen. Bitte vermeiden Sie Überfüllung und lassen Sie es um keinen Preis zu, dass Ihr Ölstand unter die Mindestmarke abfällt. Beim Losdrehen des Öldeckels (üblich ist der Bajonettverschluss) bitte daran denken, dass dieser sehr heiss sein kann.



 

Oberstes Bild: © OlegSam – Shutterstock.com



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