Yoshimura SERT Motul holt FIM EWC Weltmeistertitel 2024 beim Bol d'Or
von belmedia Redaktion Allgemein Messen/Events Motorrad News Rallye Suzuki
Mit dem vierten und letzten Rennen der Saison, dem Bol d’Or, auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet, sicherte sich das Yoshimura SERT Motul Team mit dem ersten Platz den Gesamtsieg der Saison und damit den FIM EWC Weltmeistertitel 2024. Das japanische Werksteam fuhr mit dem Sieg in Le Mans, dem zweiten Platz in Spa, dem dritten Platz in Suzuka und nun mit dem ersten Platz beim Bol d’Or eine beinahe perfekte Saison.
Die FIM Endurance World Championship (EWC), welche 1980 ins Leben gerufen wurde, stellte auch in ihrer 45. Saison wieder einen ultimativen Hochgeschwindigkeitstest für Fahrer und Maschinen dar. Reguliert von der Fédération Internationale de Motocyclisme (FIM), bot die Rennserie 2024 packende Action auf legendären Rennstrecken in Europa und Japan.
Die EWC-Saison 2024 bestand aus vier anspruchsvollen Rennen, darunter zwei mit einer Laufzeit von 24 Stunden und zwei über eine Dauer von acht Stunden. Den Auftakt bildete die prestigeträchtige „24 Heures Motos“ auf dem Le Mans Circuit in Frankreich, die vom 18. bis 21. April ausgetragen wurde. Weiter ging es auf dem Circuit de Spa-Francorchamps in Belgien, wo vom 6. bis 8. Juni die Premiere der „8 Hours of Spa Motos“ stattfand.
Ein weiteres Highlight war das 45. „Coca-Cola Suzuka 8 Hours Endurance Race“, welches vom 18. bis 21. Juli in Japan am Suzuka Circuit ausgetragen wurde. Das Saisonfinale wurde am vergangenen Wochenende traditionell mit dem „Bol d’Or“-24-Stunden-Rennen auf dem Circuit Paul Ricard in Frankreich entschieden.
Das Werksteam von SUZUKI „Yoshimura SERT Motul“ mit den Fahrern Gregg Black, Dan Linfoot, Etienne Masson und Cocord Atsumi konnte beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans wie auch beim Bol d’Or in Le Castellet den Sieg einfahren. Bei den beiden 8-Stunden-Rennen fuhr das Team in Spa an zweiter und in Suzuka an dritter Position über die Ziellinie.
„Le Mans zu gewinnen, Zweiter in Spa, Dritter in Suzuka zu werden und schliesslich den Bol d’Or zu gewinnen, um die Meisterschaft zu holen, ist eine unglaubliche Erfahrung. Mit diesem fantastischen Team und meinen unglaublichen Teamkollegen, dem gesamten Personal zu arbeiten, war ein fantastisches Jahr. Es ist ein unglaublicher Moment.”, so Linfoot, welcher bei allen vier Rennen auf dem Podium stand.
Ein perfektes Rennen
Nach einem soliden Qualifying stand das Team auf dem Circuit Paul Ricard für das finale Rennen an dritter Position in der Startaufstellung. Gregg Black kam superschnell aus dem Startblock, schnappte sich seinen gewohnten Holeshot und legte in den ersten Runden ein schnelles, aber vorsichtiges Tempo vor.
Den zweiten Stint übernahm Etienne Massen, welcher mit einem gleichmässigen aber zügigen Tempo die gleiche Strategie wie Black anschlug. Der nächste Fahrer war der Brite Dan Linfoot, der die Suzuki GSX-R1000R weiterhin an der Spitze hielt. Die Strategie des Teams und die fehlerfreien Stints sorgten dafür, dass Yoshimura SERT Motul bei der 8. Rennstunde in Führung lag und somit die maximalen 10 Bonuspunkte für die Zwischenwertung einheimste.
Ein leichter Führungswechsel in der Nacht, knapp an der 11-Stunden-Marke, warf Yoshimura SERT Motul vorübergehend auf den zweiten Platz zurück, doch das Team erlangte schnell wieder die Kontrolle und hielt die Konkurrenz während der anspruchsvollen Nachtsitzungen in Schach. Dem Team gelang es, in der Dunkelheit die Führung weiter auszubauen und am Ende der 16. Rennstunde bei der nächsten Zwischenwertung weitere 10 Punkte einzukassieren.
Das Yoshimura SERT Motul Team dominierte das komplette Rennen und siegte verdient beim Bol d’Or 2024. Etienne Masson überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von sieben Runden nach rekordverdächtigen 737 Runden auf dem 5,673 km langen Kurs von Paul Ricard. Dieser Sieg, kombiniert mit einem Sieg in Le Mans und Podiumsplätzen in Spa und Suzuka, sicherte Yoshimura SERT Motul die FIM EWC Weltmeisterschaft 2024.
„Es war ein brillantes Rennen. Der Bol d’Or ist das anspruchsvollste Rennen, was die Zuverlässigkeit angeht. Wir hatten absolut keine Probleme und haben eine sehr gute Leistung gezeigt. Ich hatte nicht erwartet, dass wir so gut abschneiden würden. Wir verdanken dieses Ergebnis den Leuten, die bei Yoshimura hinter den Kulissen arbeiten, den Designern und Ingenieuren. Sie haben ein sehr gutes Motorrad gebaut, also möchte ich mich bei all den Leuten bedanken, die hinter uns stehen. Und natürlich möchte ich
auch dem gesamten Yoshimura SERT Motul Team danken. Unsere Boxenstopps waren so viel schneller als die der anderen! Natürlich kämpfen wir jede Saison um den Titel, und ich bin sehr stolz auf das Team und dieses Ergebnis.“
– Yohei Kato, Team Dirctor Yoshimura SERT Motul
Zum Abschluss der FIM Endurance World Championship 2024 steht der Titelgewinn von SUZUKI als Beweis für die unermüdliche Innovationskraft, den unerschütterlichen Teamgeist und die aussergewöhnliche Qualität, die das Unternehmen seit jeher auszeichnen. In einer Rennserie, die wie keine andere die extreme Belastbarkeit von Mensch und Maschine fordert, konnte SUZUKI nicht nur durch technische Exzellenz, sondern auch durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Fahrern, Ingenieuren und dem gesamten Team brillieren.
Quelle: SUZUKI Schweiz
Bildquelle: SUZUKI Schweiz