VW Bulli T2 – die Letzten gibt‘s in Bayern (Teil 2)

05.06.2014 |  Von  |  Auto
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VW Bulli T2 – die Letzten gibt‘s in Bayern (Teil 2)
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Der VW T2 – auch als Bulli bekannt – gilt als echter Kult. Entsprechend sind Autoliebhaber bereit, teilweise horrende Summen für den technisch eigentlich veralteten Autobus zu bezahlen. Das wiederum möchte sich ein Autohaus in Bayern zunutze machen, denn dort werden fabrikneue T2s gleich massenweise verkauft.

Woher kommen die Bullis?



Was in der Schweiz oder Deutschland bereits als Oldtimer durchgeht, findet in anderen Ländern noch ganz alltägliche Kunden – wie etwa in Brasilien. Dort wurde der VW T2 bis Ende 2013 regulär hergestellt. 25 dieser letzten fabrikneuen Exemplare landeten anschliessend über Umwege in Bayern in der Nähe von Augsburg. Christian Loidl, der sich im dortigen Autohaus Sedlmair um die Einkäufe kümmert, hatte Glück: Denn es liefen zwar 1‘200 T2-Modelle in Brasilien vom Band, allerdings gab es zu diesen Fahrzeugen bereits nach einer Stunde 35‘000 Anfragen.


Dies ist ein Bericht in zwei Teilen:

VW Bulli T2 – die Legende wird regulär nicht mehr gebaut (Teil 1)
VW Bulli T2 – die Letzten gibt‘s in Bayern (Teil 2)




 

Jetzt, etwa ein halbes Jahr später, sind die Bullis in Bayern eingetroffen. Wo normalerweise hochmoderne Autos das Gelände des Autohauses pflastern, haben nun die Autobusse die Herrschaft übernommen. Dass Loidl womöglich auf den Bussen sitzen bleibt, fürchtet er nicht – und damit liegt er wahrscheinlich richtig. Zwei Exemplare wurden direkt nach dem „Wareneingang“ verkauft, für den Rest klingelt praktisch stündlich das Telefon.

Nostalgie für Wohlhabende

Allerdings dürften sehr viele dieser Anrufer auch prompt wieder auflegen, denn auch hier gilt natürlich: Was alt ist, ist auch teuer. Fast 57‘000 Franken soll ein einziger VW T2 kosten. Diese Summe geben Liebhaber offenbar aus für ein Auto, das 78 PS leistet, einen 1,4-Liter-Motor beherbergt, zweifarbige Sitze anbietet und sogar über ein CD-Radio verfügt. Ob der T2 dann überhaupt gefahren werden darf, ist wiederum länderabhängig: In Deutschland beispielsweise erhält er aufgrund mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen gar keine Zulassung mehr.

Dies ist auch der Grund für den Produktionsstopp des T2 in Brasilien: Auch dort müssen ab 2014 alle Fahrzeuge beispielsweise einen Airbag besitzen oder über ABS verfügen. An der Beliebtheit des Bullis wird dies wahrscheinlich nicht viel ändern: Von 1975 bis 2013, und damit fast 40 Jahre, war der T2 in dem südamerikanischen Land stets in den Top 10 der Neuzulassungen pro Jahr zu finden. Er ist eben eine echte Legende.



 

Oberstes Bild: © Jorg Hackemann – Shutterstock.com



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