Grüne Mobilität für die Schweizer

24.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto
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Grüne Mobilität für die Schweizer
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Wer der Schweiz vorwirft, sie habe keine Autoindustrie und kümmere sich nicht um diesbezügliche Zukunftstechnologie, sollte Busse tun. Neun Milliarden Franken Umsatz konnte die hiesige Autoindustrie immerhin generieren. Zudem ist in der Schweiz mit Autoneum ein Unternehmen ansässig, das sich als weltweiter Technologie- und Marktführer für Wärme- und Akustikmanagement etabliert hat. Des Weiteren geniesst zum Beispiel Brusa aus Sennwald SG inzwischen einen international vorzüglichen Ruf als E-Auto-Experte.

Um mit den Entwicklungen nachhaltig auf Augenhöhe zu bleiben, hat die Schweiz die Swiss Competence Centers for Energy (SCCER) aus der Taufe gehoben. Unter dem Dach dieses Zentrums sollen zukünftig alle Belange, die sich mit der so bezeichneten „grünen Mobilität“ auseinandersetzen, gebündelt werden. Ob VW, SBB oder Alpiq und ABB, die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) in Zürich sowie das Paul-Scherrer-Institut: Alles, was in der Schweiz Rang und Namen hat respektive über die entsprechende Kompetenz verfügt, ist dabei. Es gilt, die Mobilität zu erhöhen und Energie sowie die diesbezüglich hohen Kosten nachhaltig zu senken.

Neues Center will die Attraktivität der grünen Mobilität nachhaltig steigern

Fortan sollen in diesem Rahmen zum Beispiel innovative Energiespeicher konzeptioniert werden, die exakt beantworten, inwieweit die jeweilige Akkuladung noch leistungsfähig ist. Auch die Nutzung von Erdgas-Hybriden wie beispielsweise beim kürzlich vorgestellten ETH-Modell in Schwellenländern ist diesbezüglich ein Thema. Einen grossen Raum nehmen dabei aber auch verschiedene Testszenarien ein, die dem Autofahrer und dem Menschen an sich das Leben einfacher, mobiler und vor allem grüner gestalten sollen. Dass dabei gerade das Energieeinsparungspotenzial bei den Schweizern ein wichtiges Kriterium darstellt, wird alleine an der lautstarken Kritik zur Revision der Energieverordnung deutlich.




Parken wie von Zauberhand: Alles ist möglich in der Schweiz




Der Ansatz ist dabei denkbar einfach formuliert: Die E-Autos sollen schlichtweg attraktiver für potenzielle Käufer werden. Hier sind zwar zukunftsorientierte Techniken gefragt, aber alle Aktivitäten und Entwicklungen sollen von der Basis her grundsätzlich realistisch bleiben. Diesbezüglich wurde bereits ein elektrischer Test-Golf entworfen, der selbstständig einparkt und quasi per Fingertipp auch wieder zurückbeordert werden kann. Dies alles funktioniert über eine Smartphone-App, die es gerade dem Pendler der Zukunft wirklich einfach macht.

Eine Smartphone-App macht es möglich: Der grüne Pendler der Zukunft ist geboren




So kann der jeweilige Nutzer bequem mit seinem Elektro-Auto zum Bahnhof fahren, vor dem Haupteingang aussteigen, dann ein Fingertipp auf die entsprechende App und der Wagen parkt sich – wie von Zauberhand – selbst ein; dabei lädt er seinen Akku zudem autark an einer Ladesäule wieder auf. Wer sich abends erschöpft wieder auf den Heimweg begeben möchte, muss nur wieder die App mit einem Fingertipp aktivieren. Schon kommt das E-Auto mit vollem Akku angesummt.

Damit das klar ist: Dies ist keine Zukunftsversion eines Abonnenten des Science-Fiction-Kanals beim Bezahlfernsehen. Nein, mit dem Test-Golf der ETH Zürich hat dieses Szenario schon längst funktioniert. Zukunft ist eben nicht gleich Zukunft.

 

Oberstes Bild: Swiss Competence Center for Energy will die Attraktivität der grünen Mobilität nachhaltig steigern (© ponsulak / Shutterstock.com)


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