Genfer Autosalon 2014 - Zehn wichtige Modelle

Die Zeit nach dem Genfer Autosalon ist auch immer eine Zeit der Reflektion: Welche Modelle waren besonders bemerkenswert? Konnte ein Hersteller mit einer Überraschung aufwarten? Wo werden neue Spitzenwerte markiert – und welches Auto ist der fahrbare Untersatz für den durchschnittlichen Besucher? Wir haben einen Blick auf zehn wichtige Fahrzeuge geworfen.

Alfa Romeo 4C Spider

Der 4C als Sportwagen ist ohnehin ein beliebtes Auto für Ausflüge. Die offene Variante in Form des 4C Spider soll 2015 auf den Markt kommen, ein Ausblick kann daher nicht schaden: Der Wagen wiegt 60 Kilogramm mehr als der bereits erhältliche Coupé-Vertreter. Damit das Gewicht nicht auf den Fahrspass drückt, greift der italienische Fabrikant zu einer anderen Materialwahl: So werden beispielsweise die Rahmen für die Windschutzscheiben oder auch der Spoiler aus leichtem Karbon hergestellt.

Guigaro Clipper

Dieses Modell aus der italienischen Designschmiede Guigaro-Italdesign (welche zu VW gehört) wird in dieser Form sicherlich nicht auf den Markt kommen, aber für eine interessante Studie hat es gereicht: Der Wagen verfügt über zwei Elektromotoren, vier Flügeltüren(!) und gleich sechs Sitze. Am einfachsten lässt sich das Auto also als sportlicher Familienwagen mit Elektroantrieb beschreiben – ein Konzept, das wohl nicht durchsetzbar ist. Für eine beindruckende Präsentation (und einen eventuellen Ausblick in die Zukunft) hat es aber gereicht.


Maserati Alfieri (Bild: © salon-auto.ch)


Maserati Alfieri

Als kleines Geschenk zum hundertjährigen Jubiläum hat sich Maserati selbst ein neues Auto gebastelt. Das Resultat ist ein absolut gelungenes und typisch italienisches Design: Die 20 beziehungsweise 21 Zoll grossen Räder (vorne beziehungsweise hinten) integrieren sich in ein glänzend graues Chassis. Insgesamt wirkt der Look ebenso zurückhaltend wie edel. Ein 420 PS starker V8-Motor soll die Studie – falls sie veröffentlicht werden sollte – auf höchstmögliche Geschwindigkeiten prügeln. Wie teuer der Wagen werden sollte, wagen wir jedoch nicht zu mutmassen.

Toyota Aygo

Der Kleinwagen Aygo soll den Weltmarktführer aus Japan auch in Europa zu einem Höhenflug verhelfen. Dazu setzt man auf ein sichtbar auffälliges Design, welches die Karosserie in einzelne Elemente zerlegt. In Japan kommt man damit gerade bei jungen Kunden gut an. Ob das auch in Europa der Fall sein wird, muss die Zeit zeigen.

Renault Twingo

Die erste Generation des Twingo kam damals sensationell an, die zweite Generation vergessen wir an dieser Stelle lieber. Die dritte Variante soll nun als Fünftürer mit nur 3,60 Meter Länge und Heckmotor die Sportlichkeit in den Vordergrund stellen und gleichzeitig Familien bedienen. Das soll vor allem durch den sehr geräumigen Innenraum möglich werden. Preise sind leider noch nicht bekannt, allzu lang dürfte eine entsprechende Pressemitteilung aber nicht mehr auf sich warten lassen.

Peugeot 108

Der 108 als direkter Konkurrent zum Twingo: Wahlweise ist das Modell mit drei oder fünf Türen erhältlich. Auffällig am Dreitürer ist die in zwei Farben unterteilte Karosserie. Sparsame Dreizylindermotoren sollen das Modell insbesondere für den Stadtverkehr interessant machen. Obwohl das Auto nur 3,47 Meter lang ist und sich das Gewicht auf sehr leichte 840 Kilogramm beläuft, soll ein Stauraum von bis zu 750 Litern realisierbar sein.


McLaren 650 S (Bild: © salon-auto.ch)


McLaren 650 S

Nach dem sensationellen P1 im vergangenen Jahr stellt man mit dem 650 S nun ein weiteres Modell für Besserverdiener vor: Ein 650 PS starker V8-Motor soll das Fahrzeug in 2,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen. Das gesamte Chassis besteht aus Karbon, um das Gewicht zu drücken. Verstellbare Bremsen aus Keramik, eine einstellbare Aerodynamik und eine besondere Mischbereifung beschleunigen das Modell auf 333 km/h – sofern die Strasse es zulässt.


Mercedes S-Klasse Coupé (Bild: © salon-auto.ch)


Mercedes S-Klasse Coupé

Dieses Modell der oberen Mittelklasse ist ebenso teuer wie technisch beeindruckend. Als Nachfolger der CL-Modellserie verfügt das S-Klasse Coupé über dieselben Features, wobei das Fahrwerksystem mit Kurvenneigefunktion eine Besonderheit darstellt: Das Auto legt sich von selbst in die Kurve, sofern der Fahrer dies wünscht, wodurch die auftretenden Kräfte auf die Fahrgäste minimiert werden. 455 PS kann der V8-Motor dabei entfesseln – und für 47 Swarovski-Kristalle an den Scheinwerfern war ebenfalls noch Platz.

Peugeot 308 SW

Für die ganze Familie: Die Kombivariante des 308 ist 4,58 Meter lang und bietet allein im Kofferraum ein Volumen von 610 Litern. Die Rücksitzlehne lässt sich umklappen, normalerweise ist Platz für bis zu fünf Personen. An den Motoren hat der französische Hersteller im Vergleich zum 308 nicht gebastelt, was die Wartezeit bis zur Einführung des Wagens reduziert: Bereits im Frühjahr 2014 soll der Peugeot 308 SW zu einem ähnlichen Preis wie das Vorbild auf den Markt kommen.


Lamborghini Huracán LP 610-4 (Bild: © salon-auto.ch)


Lamborghini Huracán LP 610-4

Ein Kracher zum Abschluss: Der Huracán wird die Nachfolge des Gallardo antreten. Die Karosserie besteht aus Aluminium und Karbon, ein V10-Motor entfesselt bis zu 610 PS. Vergleichsweise bescheidene 1.422 Kilogramm bringt der Supersportwagen auf den Asphalt. Maximal werden dadurch 325 km/h erreicht, die Beschleunigung auf 100 km/h geschieht in nur 3,2 Sekunden. Wer sich das Fahrzeug leisten kann, tut damit allerdings nicht unbedingt etwas für die Umwelt: 12,5 Liter auf 100 gefahrene Kilometer genehmigt sich der Huracán im Durchschnitt.

 

Oberstes Bild: Alfa Romeo 4C Spider © salon-auto.ch

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