Warum die richtigen Sommerreifen wichtig sind

21.03.2014 |  Von  |  Auto
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Der Winter ist vorbei, grosse Schneemassen sind nur noch in höheren Gebirgslagen zu erwarten – Zeit für die Sommerreifen? Theoretisch stimmt das zwar, praktisch jedoch will natürlich auch der richtige Reifen gekauft werden. Damit Sie einen kleinen Überblick über dieses Thema erhalten, haben wir einige Fakten für Sie zusammengetragen – und klären auch, ob Allwetterreifen ihr Geld wert sind.

Wann ist es Zeit für neue Sommerreifen?



Wenn Frost, Schnee und ähnliche Ärgernisse beim Wetterbericht für Ihre Gegend nicht mehr erwähnt werden, können Sie die Sommerreifen aus dem letzten Jahr wieder montieren – oder? Achten Sie dabei zunächst darauf, ob diese Reifen überhaupt noch für die Fahrt geeignet sind. Ein Profil mit weniger als drei Millimetern Tiefe beispielsweise kann gefährlich sein, denn auch im Hochsommer kann es regnen.

Das wiederum führt zu Aquaplaning. Ohne Profil auf den Reifen werden Sie dann bei zu hohen Geschwindigkeiten voraussichtlich die Kontrolle über Ihr Auto verlieren. Unterschätzen Sie diese Gefahrenquelle daher nicht und prüfen Sie die Profilstärke, bevor Sie an die Montage der Reifen denken. Verlassen Sie sich auch nicht auf die Werte, die Sie vielleicht vor der Einlagerung gemessen haben: Das Gummi auf den Reifen arbeitet auch bei einer trockenen und kühlen Lagerung. Messen Sie also im Frühling noch einmal nach und gehen Sie kein Risiko ein. Je nach Höhenlage sind auch mehr als drei Millimeter Profilstärke empfehlenswert.

Für welchen Sommerreifen sollte ich mich entscheiden?

Schauen Sie dazu im Fahrzeugschein nach. Dort wird normalerweise genau angegeben, welche Reifen rein von der Grösse her zu Ihrem Auto passen. Weiterhin müssen Sie jedoch auf weitere Eckdaten achten: Beispielsweise trägt auch die Motorleistung und die damit einhergehende Höchstgeschwindigkeit sowie das Gewicht des Fahrzeugs einen erheblichen Anteil an der Kompatibilität der Reifen.



Den technischen Fachjargon, der in diesen Fahrzeugpapieren normalerweise genutzt wird, müssen Sie nicht unbedingt verstehen. Wenden Sie sich in diesen Fällen an eine ebenso kompetente wie vertrauensvolle Werkstatt und erfahren Sie dort, welche Reifen für Ihren Wagen in Frage kommen. Lassen Sie sich, wenn möglich, eine zusätzliche Bescheinigung für einen Reifentypen geben, der nicht in den Fahrzeugpapieren vermerkt ist, aber welchen Sie dennoch einsetzen möchten. Das bewahrt Sie vor Problemen mit der Polizei bei eventuellen Kontrollen.



Sparen Sie nicht an der Qualität

Ob ein Satz Reifen beispielsweise 100 Franken mehr oder weniger kostet, sollte Ihnen am besten egal sein. Wählen Sie immer das Modell mit der bestmöglichen Qualität, sofern es sich dabei um einen neuwertigen Satz Reifen handelt. Als „neu“ dürfen nur Reifen verkauft werden, die vor nicht mehr als fünf Jahren hergestellt worden sind – aber selbst das ist bereits ein langer Zeitraum. Einen genauen Einblick auf das Produktionsdatum gewährt die DOT-Nummer an der Seite des Reifens: Die letzten vier Ziffern geben hier normalerweise an, wann ein Reifen die Produktionshallen verlassen hat. Aufgeschlüsselt sind diese Ziffern in die Kalenderwoche, gefolgt vom Baujahr. Greifen Sie hier am besten zum jüngsten (und damit wohl „gesündesten“) Modell, damit Sie möglichst lang etwas von Ihren Reifen haben.





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Die Folgen minderwertiger Sommerreifen. (Bild: Annette Meyer / Shutterstock.com)

Die Folgen minderwertiger Sommerreifen

Was passieren kann, wenn Sie unbedingt 100 Franken sparen möchten, wird bei den Reifentests offensichtlich: Risse, Brüche im Gummi, ein abgefahrenes Profil oder auch eine minderwertige Gummimischung sorgen für erhebliche Probleme. Auf nassen Fahrbahnen beispielsweise beträgt der Unterschied im Bremsweg zwischen qualitativ hochwertigen Modellen und den Erzeugnissen eines unbekannten Herstellers aus Fernost 70 Meter(!).

Sie riskieren beim Griff zu minderwertigen Reifensätzen also direkt Ihre eigene Sicherheit und die aller Fahrgäste. In Unkosten müssen Sie sich dennoch nicht stürzen: Wenn Sie so früh wie möglich einen Preisvergleich starten und die Angebote vieler verschiedener Händler einholen, sollten Sie einen neuen Satz Sommerreifen zu einem angemessenen Preis erstehen können.

Ganzjahresreifen als Alternative

Allwetterreifen können für bestimmte Fahrer genauso gut geeignet sein wie zwei getrennte Reifensätze. Am besten kommen Sie überall dort zum Einsatz, wo die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter nicht allzu drastisch ausfallen und plötzliche Wetterumschwünge eher selten zu erwarten sind. Die Vor- und Nachteile liegen dabei auf der Hand: Ganzjahresreifen bieten ein etwas tieferes Profil als reine Sommerreifen, wodurch sie auch für ein wenig Schneefall geeignet sind – aber eben nicht ganz so gut wie spezielle Winterreifen.

Die weichere Gummimischung im Vergleich zu echten Winterreifen hingegen sorgt im Sommer für mehr Fahrspass und Grip auf der Strasse – um mit echten Sommerreifen zu konkurrieren, reicht es jedoch nicht. Der Ganzjahresreifen ist also eine ansprechende Mischung aus den beiden Reifentypen und sollte für Sie insbesondere dann in Frage kommen, wenn Sie durchschnittlich eher wenig oder nur im Stadtverkehr fahren. Ist das der Fall, können Sie durch diese Allwetterreifen viel Geld sparen, denn teurer als ein normaler Satz reifen sind sie normalerweise nicht.

Für mehr Fahrspass im Sommer

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie bei der Reifenwahl keinen Rappen sparen sollten. Ob Sie sich für Sommerreifen oder Ganzjahresmodelle entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Schauen Sie aber nicht auf jeden Franken, denn der wird Ihnen garantiert egal sein, wenn Sie aufgrund hochqualitativer Reifen eine gefährliche Situation unbeschadet wieder verlassen können.



 

Oberstes Bild: © r.classen – Shutterstock.com



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