Fahren bei Dunkelheit

31.07.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto
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Fahren bei Dunkelheit
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Vor allem in der kalten Jahreszeit tritt ein Thema in den Vordergrund, welches bei vielen Fahrzeuglenkern Unbehagen hervorruft: Autofahren in der Dunkelheit. Bei optimaler Vorbereitung ist jedoch auch bei Nachtfahrten ein ausreichendes Mass an Verkehrssicherheit gewährleistet.

Sind Nachtfahrten tatsächlich gefährlicher?

Studien ergaben, dass jeder dritte Schweizer Autofahrer bei Dunkelheit ein subjektives Unsicherheitsgefühl verspürt, zahlreiche Lenker gaben überdies an, Schwierigkeiten zu haben, den Verlauf der Strasse sowie am Fahrbahnrand befindliche Verkehrschilder zu erkennen. Unfallstatistiken bestätigen dies. Obwohl bei Tageslicht fünfmal mehr Kraftfahrzeuge unterwegs sind, ereignet sich auf Schweizer Strassen rund ein Drittel aller Unfälle in der Dunkelheit.

Wenn Alternativen bestehen, sollte man es daher vermeiden, in der Nacht zu fahren. Ist eine Nachtfahrt unausweichlich, empfiehlt es sich, diese so kurz wie möglich zu halten und bereits vor Mitternacht loszufahren. Wichtig ist dabei die Einhaltung von Pausen, die maximale Fahrzeit am Stück sollte nicht mehr als 1,5 Stunden betragen. Idealerweise wird diese Rast mit einem etwa 20-minütigen Kurzschlaf verbunden, Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit erfahren durch einen derartigen „Power-Nap“ eine wesentliche Auffrischung.

Von grosser Bedeutung bei Nachtfahrten ist in jedem Fall die Fahrweise des Lenkers. Diese sollte generell defensiver ausgerichtet sein als bei Tag. Überholmanöver sind aufgrund des sichtbedingt verlängerten Reaktionsweges sorgfältig abzuwägen und im Zweifelsfall zu unterlassen. Es empfiehlt sich ferner, bei entsprechender Drehzahl einen Gang zurückzuschalten, um bei Bedarf auf die Bremswirkung des Motors zurückgreifen zu können.






Rund ein Drittel aller Unfälle auf Schweizer Strassen ereignet sich in der Dunkelheit. (Bild: Duncan Andison / Shutterstock.com)

Rund ein Drittel aller Unfälle auf Schweizer Strassen ereignet sich in der Dunkelheit. (Bild: Duncan Andison / Shutterstock.com)

Wie kann die Sicherheit im Dunkeln erhöht werden?

Licht bedeutet Sicherheit, dieser Grundsatz gilt auch bei Autofahrten. Deshalb sollte die Beleuchtungsanlage des Fahrzeugs öfters kontrolliert und alte sowie defekte Lampen ausgetauscht werden. Es ist zu empfehlen, stets einen Satz Reservelampen im Auto mitzuführen. Wichtig ist auch eine periodische Überprüfung der Einstellung von Fern- und Abblendlicht, denn die optimale Ausleuchtung der Fahrbahn trägt wesentlich zur Verkehrssicherheit bei.

Beim Kauf von Autolampen sollte stets auf Qualität geachtet werden, denn Billigprodukte weisen oft entscheidende Mängel in Leistung und Verarbeitung auf. Darum: Lieber im Interesse der Sicherheit etwas mehr Geld ausgeben, als ein erhöhtes Unfallrisiko einzugehen. Bei Kraftfahrer-Organisationen, wie dem Automobilclub der Schweiz (ACS), können sich Interessenten hinsichtlich lichttechnischer Anforderungen und Sicherheitsstandards beraten lassen sowie Infos über die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Lampenmodelle einholen.






Die Beleuchtungsanlage des Fahrzeugs sollte öfters kontrolliert werden. (Bild: Ollyy / Shutterstock.com)

Die Beleuchtungsanlage des Fahrzeugs sollte öfters kontrolliert werden. (Bild: Ollyy / Shutterstock.com)

Scheinwerfer und Scheiben reinigen




Je öfter man in der Nacht mit dem Auto unterwegs ist, desto häufiger sind Scheinwerfer sowie Brems- und Rücklichter auf Verschmutzungen zu kontrollieren und gegebenenfalls zu reinigen. Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits eine dreissigminütige Fahrt auf nasser Fahrbahn dazu führt, dass Spritzwasser die Scheinwerfergläser verschmutzt und so die Reichweite von Abblend- und Fernlicht wesentlich reduziert. Aber auch Frontscheibe sowie Seitenscheiben und Rückfenster sollten stets gesäubert sein, um freie Sichtverhältnisse nach allen Seiten zu haben. Schlussendlich sind auch die Wischerblätter in regelmässigen Abständen zu erneuern, um eine Beeinträchtigung der Sicht durch Schlierenbildung an der Scheibe zu verhindern.

Regelmässiger Sehtest

Gutes Sehen ist die wichtigste Voraussetzung, um mit dem Auto nachts sicher unterwegs zu sein. Denn die Sehkraft des menschlichen Auges beträgt in der Nacht selbst unter optimalen Bedingungen nur ein Zwanzigstel seiner Normalleistung. Verkehrsexperten empfehlen daher, die Sehleistung der Augen in Abständen von höchstens drei Jahren ärztlich untersuchen zu lassen.

Unterstützung durch moderne Technik

Auch in Sachen Lichttechnik wurden in den letzten Jahren durch den Einsatz moderner computerunterstützter Technologien grosse Fortschritte erzielt. Technische Innovationen machen das Fahren bei Dunkelheit immer sicherer. Manche dieser Neuerungen, wie etwa intelligente Kurven- und Abbiegelichter, sind bereits als Serienausstattung erhältlich, andere Technologien, wie die Übermittlung tageslichtnaher Verkehrsbilder via Infrarot, werden fortlaufend weiterentwickelt.

 

Oberstes Bild: Autofahrt in der Dunkelheit – für viele ein angsteinflössendes Gefühl. (Peshkova / Shutterstock.com)


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