Elektrische Fensterheber – ihr Betrieb birgt auch Gefahren!

19.08.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Elektrische Fensterheber – ihr Betrieb birgt auch Gefahren!
Jetzt bewerten!

Elektrische Fensterheber gehören heute bei jedem Fahrzeug zur Standardausrüstung. Mit ihrer Hilfe kann der Innenraum des Autos ohne umständliches Kurbeln mit Frischluft versorgt werden. Um einen gefahrlosen Betrieb zu ermöglichen, sollten jedoch ein paar Dinge beachtet werden.

Einklemmschutz auf Funktionsfähigkeit prüfen

Fensterheber verfügen in der Regel über einen Einklemmschutz, welcher das unbeabsichtigte Einklemmen von Körperteilen oder Gegenständen verhindern soll. Steckt ein Kind beim Spielen Finger oder Kopf aus dem Fenster und betätigt dabei versehentlich den Schalter, beginnt der Fensterhebermotor mit einer Kraft von etwa 295 Newton, was einem Gewicht von ungefähr 30 Kilogramm entspricht, die Scheibe nach oben zu schieben. Stösst diese dabei auf Widerstand, wird die Aufwärtsbewegung sofort beendet. Bei Modellen der höheren Preisklasse aktiviert sich in dieser Situation zusätzlich der motorische Umkehrschub, sodass sich die Scheibe wieder nach unten bewegt.




Funktioniert diese Stoppautomatik nicht ordnungsgemäss, können Fensterheber für die Sicherheit von Kindern eine grosse Gefahr darstellen, der Einklemmschutz sollte daher regelmässig auf seine Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Die diesbezügliche Vorgehensweise ist denkbar einfach: Wir nehmen einen Apfel, Tennisball oder etwas Ähnliches, halten den Gegenstand an den oberen Rand des geöffneten Fensters und betätigen den Schalter, um das Fenster zu schliessen. Ist der Sicherheitsmechanismus intakt, registrieren Sensoren den zwischen Scheibe und Fensterrahmen befindlichen Gegenstand und das Hochfahren der Fensterscheibe wird unverzüglich gestoppt.

Taster für die Bedienung der Fensterheber (Bild: bogdanhoda / Shutterstock.com)

Taster für die Bedienung der Fensterheber (Bild: bogdanhoda / Shutterstock.com)

Auch die Kindersicherung überprüfen!




Fensterheber sind meist mit einer zusätzlichen Kindersicherung ausgestattet. Ist dieses Sicherheitssystem aktiviert, können die Fensterheber der rückwärtigen Türen nicht betätigt werden. Dadurch wird verhindert, dass Kinder während der Fahrt die Fenster öffnen und den Kopf oder andere Körperteile aus dem Fahrzeug halten und sich dabei einklemmen oder auf andere Weise verletzen. Auch die Kindersicherung sollte in angemessenen Abständen auf ihr tadelloses Funktionieren überprüft werden.

Wenn derartige Schutzvorrichtungen auch unbestritten wertvoll und hilfreich sind, ist es dennoch ratsam, einige grundsätzliche Regeln nicht ausser Acht zu lassen. So dürfen Kinder niemals alleine im Auto zurückgelassen werden; des Weiteren sollte der Zündschlüssel auch bei nur kurzzeitigem Verlassen des Fahrzeuges abgezogen sowie Fenster und Schiebedach geschlossen werden. Bei längeren Autofahrten – etwa bei der Fahrt in die Ferien – ist es ratsam, die Kleinen sinnvoll zu beschäftigen und ihnen durch regelmässige Fahrtunterbrechungen Gelegenheit für ausreichende Bewegung in der freien Natur zu geben.

 

Oberstes Bild: Fensterheber sind nützliche Helfer – für Kinder können sie aber auch zur Gefahr werden! (© Sokolova Maryna / Shutterstock.com)


Ihr Kommentar zu:

Elektrische Fensterheber – ihr Betrieb birgt auch Gefahren!

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.