Der neue e-Golf: kraftvoll und sparsam, aber ohne Coolness-Faktor

19.08.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto, Neuwagen
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Der neue e-Golf: kraftvoll und sparsam, aber ohne Coolness-Faktor
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Der in Wolfsburg ansässige Autobauer Volkswagen (VW) hat jetzt seinen neuesten Geniestreich offiziell in den Handel gebracht. Mit dem 140 Stundenkilometer schnellen Elektroauto e-Golf können Interessierte nun den klassischen Bestseller des deutschen Unternehmens auch in der elektrischen Variante beziehen.

Der kleine Flitzer überzeugt mit einer vergleichsweise starken Beschleunigung und einer Reichweite von knapp 190 Kilometern. Dabei preisen die Entwickler den Wagen, der innerhalb von 4,2 Sekunden die 60 Stundenkilometer erreicht, als effizienten und äusserst agilen Kompaktwagen an. Seine Alltagstauglichkeit hat der e-Golf dabei bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt.



Volkswagen e-Golf auf der IAA Frankfurt 2013 (Bild: MotorBlog, Wikimedia, CC)

Volkswagen e-Golf auf der IAA Frankfurt 2013 (Bild: MotorBlog, Wikimedia, CC)

Der neue e-Golf überzeugt mit funktionellen Ausstattungsmerkmalen

Schliesslich hat das Elektroauto bereits erfolgreich an der WAVE TROPHY teilgenommen, die als grösste Elektrofahrzeug-Rallye der Welt gilt. Mit einer absolvierten Reichweite von 224 Kilometern sowie einem tatsächlichen Realverbrauch von 9,4 kWh auf 100 Kilometern konnte der e-Golf den begehrten Range Award mit in die Heimat nehmen. Deutlich wurde beim diesbezüglichen Auftritt, dass der e-Golf seinen Golf-Brüdern in keinster Weise im Hinblick auf den Bedien- und Fahrkomfort nachsteht. Zudem begeistert er mit einer wahrlich guten Ausstattung, wobei gerade das Highend-Radio-Navigationssystem „Discover Pro“, die funktionelle Klimaautomatik mit Standklimatisierung, die beheizbare Frontscheibe sowie das Multifunktions-Lederlenkrad als Highlights fungieren.



Auch die neuen Voll-LED-Scheinwerfer, die zum ersten Mal von Volkswagen bei einem Modell zum Einsatz kommen, oder die mit einer optimierten Aerodynamik aufgewerteten Alufelgen der Serie „Astana“ sind sowohl echte Hingucker als auch technologische Aushängeschilder des neuen e-Golfs. Natürlich hat der Hersteller auch bei diesem Gefährt nicht auf den Einbau verschiedener Elemente verzichtet, die das Auto bereits auf den ersten Blick eindeutig als ein Elektrofahrzeug von Volkswagen ausweisen. Diesbezüglich ist vor allem die C-förmige Lichtsignatur zu nennen, die zudem mit den integrierten und serienmässigen LED-Tagfahrlichern eine explizit sparsame Variante darstellen.

Die Voll-LED-Scheinwerfer sind technologische Aushängeschilder des neuen e-Golfs. (Bild: MotorBlog, Wikimedia, CC)

Die Voll-LED-Scheinwerfer sind technologische Aushängeschilder des neuen e-Golfs. (Bild: MotorBlog, Wikimedia, CC)

Das Elektrofahrzeug verfügt über eine gute Reichweite und enorme Leistungskraft



Gerade für eine besondere Berufsgruppe in der Schweiz könnte der neue e-Golf dabei eine sinnvolle Anschaffung darstellen. Das sparsame Fahrzeug aus dem Hause Volkswagen erfüllt nämlich quasi locker das vom Bundesamt für Statistik (BFS) errechnete Reichweitenpotenzial im Hinblick auf die täglichen Anforderungen der Berufspendler in der Schweiz. Mit der nachgewiesenen Reichweite von bis zu rund 190 Kilometern bei einer Batterieladung (24,2 kW) liegt das elektrische Gefährt von Volkswagen nämlich deutlich über den diesbezüglichen statistischen Werten. So legen rund 96 % aller Autofahrer in der Alpenrepublik lediglich maximal 28,4 Kilometer für den Arbeitsweg (Hin- und Rückweg) zurück.

Neben dieser für ein Elektrofahrzeug enormen Reichweite, kokettiert der e-Golf des Weiteren mit vergleichsweise geringen Energiekosten, die sich auf unter drei Franken pro 100 Kilometer einpendeln. Dabei gibt VW den Verbrauch des kleinen Flitzers mit 12,7 kWh an. Dieser vergleichsweise geringe Verbrauch ist nahezu verwunderlich. Schliesslich präsentiert sich der Elektromotor des e-Golfs mit einer Leistung von 115 PS (85 kW) sowie einem maximalen Drehmoment von insgesamt 270 Nm als Kraftpaket.





Volkswagen e-Golf – Motorraum (Bild: Thilo Parg, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0)

Volkswagen e-Golf – Motorraum (Bild: Thilo Parg, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0)

Je nach Methode dauert die Aufladezeit zwischen 30 Minuten und 14 Stunden

Eine herkömmliche 230-Volt-Steckdose dient als Standard-Stromquelle, wobei das serienmässige Ladekabel eine Ladedauer von rund 12 bis 14 Stunden generiert. Wer stattdessen die Aufladung über eine im eigenen Heim installierte Wallbox realisiert, muss lediglich eine Ladedauer von sechs bis acht Stunden in Kauf nehmen. Noch schneller funktioniert die Aufladung an einer Gleichstrom-Schnellladesäule mittels des ebenfalls serienmässigen Combined-Charging-Systems: Hier ist die Batterie in der Regel nach 30 Minuten bereits zu 80 % aufgeladen.

Grundsätzlich ist der e-Golf aber auf Sparsamkeit getrimmt. So lassen sich beispielsweise das mögliche Höchsttempo sowie auch die Klimaanlagen-Aktivität stufenweise drosseln. Im Hinblick auf die Rekuperation kann der Fahrer dann sogar wählen, ob ein nahezu verzögerungsfreies Segeln gewünscht ist, oder ob die stark verzögernde Motorbremse zum Einsatz kommen soll. Mit dem integrierten Reichweitenrechner kann diesbezüglich sogar in Echtzeit verfolgt werden, welche Reichweitenveränderungen durch bestimmte Einstellungen und das eigene Fahrverhalten vollzogen werden. Selbst bei Nutzung der Spiegel- und Sitzheizung wird der Energieverbrauch dank des funktionellen und exakt arbeitenden Reichweitenrechners detailliert aufgeschlüsselt und in die Verbrauchsmodifikationen einkalkuliert.

Allerdings bietet Volkswagen bei Betrachtung des Gesamtpakets nicht wirklich neue Features. Der Käufer bekommt mit dem e-Golf ein sparsames und analog der typischen Golf-Bauweise grundsolides Fahrzeug, dem es allerdings an auffälligem Design und typischen Aha-Effekten mangelt. Kritiker bemängeln zudem, dass es dem e-Golf im Vergleich mit anderen Elektrofahrzeugen – wie zum Beispiel dem BMW i3 – einfach an einer gehörigen Portion Coolness fehle.



 

Oberstes Bild: Der neue e-Golf überzeugt mit Leistung, Reichweite und funktionellen Ausstattungsmerkmalen. (© youkeys, Wikimedia, CC)



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1 Kommentar


  1. NOMEN est OMEN: EGOLF fuhr im September 2014 den e-GOLF auf einer welligen Mittellandrunde -und- nach rund 5 Stunden Fahrt durch fast 60 Ortschaften und Staedten stand der e-GOLF nach > 226 km mit 3 km Restreichweite wieder an der Ladestation. Der range award ist verdient, denn offenbar liegen gar 230 km „drin“…

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