Bootsprojekte – auch nach Saisonende

04.06.2014 |  Von  |  Schiff
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Bootsprojekte – auch nach Saisonende
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Der Winter ist gekommen, Sie haben Ihr Boot sicher untergebracht und fühlen sich nun ein bisschen „beschäftigungsarm“ – vor allem wenn Sie es für den Sommer erst gekauft haben? Kein Problem: Auch während Ihr Boot unter einer Schneedecke träumt, können Sie eine ganze Reihe von Projekten verwirklichen, zu denen Sie in den Sommermonaten gar nicht kommen und die Sie zudem unter Umständen schneller wieder ins Wasser bringen, als wenn Sie sie auf den Frühling verschieben.

Allerdings sollten Sie sich eine Liste Ihrer Wunschprojekte schon vorab anfertigen, um die nötigen Vorbereitungen dafür treffen zu können, solange das Boot noch gut zugänglich ist. Wir stellen Ihnen eine Reihe von Projekten vor, die sich auch bei Minusgraden in die Tat umsetzen lassen und Ihr Boot für die nächste Saison auch von innen wieder wassertauglich machen.



1. Reinigung und Wartung

Nach einer intensiven Sommersaison können Zubehör und alle mobilen Ausstattungsteile eine gründliche Reinigung und Wartung vertragen. Entfernen Sie sie also, bevor Sie Ihr Boot auf Lager geben oder unter einer Plane verstecken. Das ist nicht nur praktischer, sondern bewahrt empfindliche Teile auch davor, extremen Temperaturschwankungen zwischen dem ausgekühlten Boot und einem warmen Innenraum ausgesetzt zu sein. Bewahren Sie sie idealerweise an dem Ort auf, an dem Sie sie auch pflegen werden.

Beginnen Sie mit dem Aussortieren ungenutzter Gegenstände, die sich in so gut wie jedem Boot über die Sommermonate ansammeln. Entfernen Sie alle Batterien, etwa aus Taschenlampen, und entsorgen Sie gebrauchte Batterien in den Sondermüll. Auch angebrochene Anstriche oder Lösungsmittel müssen entsprechend umweltschonend entsorgt werden. Legen Sie eine Aufbewahrungsbox für alle Dinge an, die Sie irgendwann noch einmal brauchen können (und dann direkt wiederfinden werden), aber nicht auf Ihrem Boot ansammeln möchten.

Kümmern Sie sich dann um rostige Werkzeuge. Entfernen Sie Rost und ölen Sie alle Metallteile, die es nötig haben. Als Nächstes sind Holzteile an der Reihe. Inspizieren Sie Ihre Kabine und das Deck auf Beschädigungen, abgeplatzten Lack oder einfach unschöne Oberflächenabnutzung. Schranktüren, Schubladen, Tischplatten und andere aufgeschraubte oder herausziehbare Holzteile können Sie mitnehmen und zu Hause pflegen und bearbeiten. Säubern und schleifen Sie sie und behandeln Sie sie anschliessend mit einem frischen Anstrich oder einer Öllasur. Das Gleiche gilt für abnehmbare Bodenbretter – denken Sie dann allerdings daran, die entstandenen Aussparungen besonders sorgfältig mit einer Plane zu schützen.



Ziehen Sie auch alle Polstermöbel ab, die entfernbare Überzüge haben. Nehmen Sie die Vorhänge ab und packen Sie Kissen und Decken ein. Diese können unter Planen feucht werden und zu schimmeln anfangen – und eine Lüftung und Reinigung können sie nach einem Sommer auf See auch fast immer vertragen. Auch alle anderen Textilien wie Wechselkleidung und Ihr Regenoutfit sollten Sie mitnehmen. Geben Sie die Teile wo nötig in die Reinigung oder pflegen Sie sie selbst.

Alle Messingteile wie Barometer oder Kabinenlampen können ebenfalls eine Pflegepackung vertragen. Reinigen Sie sie mit einer spezialisierten Messingpflege und lackieren Sie sie gegebenenfalls über.

Wenn Sie Ihre Elektronik und den Motor nicht selbst reparieren wollen, ist der Winter eine exzellente Gelegenheit, die besten Preise für Inspektionen und Ausbesserungen zu bekommen. (Bild: Rigucci / Shutterstock.com)

Wenn Sie Ihre Elektronik und den Motor nicht selbst reparieren wollen, ist der Winter eine exzellente Gelegenheit, die besten Preise für Inspektionen und Ausbesserungen zu bekommen. (Bild: Rigucci / Shutterstock.com)

2. Inspektion und Reparatur



Wenn Sie Ihre Elektronik und den Motor nicht selbst reparieren wollen, ist der Winter eine exzellente Gelegenheit, die besten Preise für Inspektionen und Ausbesserungen zu bekommen. Jetzt können Sie Honorare aushandeln, die in den Sommermonaten undenkbar wären – vor allem wenn Sie alle Zeit der Welt mitbringen, weil die einzige Deadline das Zuwasserlassen des Bootes im Frühjahr ist. Nutzen Sie jetzt auch die Zeit, alle noch in Garantiezeit befindlichen Geräte, auf die sie sonst nicht verzichten können, an den Hersteller zur Überholung oder für kleinere Reparaturen zu schicken.



Nehmen Sie sich richtig Zeit für Ihre Segel. Wenn Sie diese auf dem Wohnzimmerboden ausbreiten (Einverständnis der Familie vorausgesetzt), können Sie sich gemütlich unterhalten oder Fernsehen schauen, während Sie das Material Zentimeter für Zentimeter auf Risse oder Abnutzung kontrollieren. Markieren Sie die entsprechenden Stellen mit bunten Klebestreifen. Das erleichtert dem Segelmacher die Arbeit und erspart Ihnen die Honorarkosten, der er für die Identifikation der Problemstellen berechnen würde. Das Gleiche gilt natürlich für alle anderen Canvas-Teile, die Sie mitgenommen haben.

Kümmern Sie sich dann um Ihre Sicherheitsausrüstung. Überprüfen Sie, ob alles vollständig ist und den Vorschriften entspricht. Fehlende oder auszumusternde Teile können jetzt häufig zu reduzierten Preisen nachgekauft werden. Vergewissern Sie sich, dass die CO2-Behälter Ihrer selbst aufblasbaren Rettungswesten noch funktionsfähig sind und alle notwendigen Batterien ersetzt werden.

3. Ausstattung

Jetzt ist die Zeit gekommen, all die Ausstattungsdetails zu realisieren, die Ihnen während der Sommermonate eingefallen sind, zu denen Sie aber nie Zeit hatten. Haben Sie sich etwa die ganze Zeit über das kalte und manchmal feuchte Steuerrad geärgert? Bestellen Sie jetzt ein DIY-Lederset und verbringen Sie einen oder zwei gemütliche Wintertage damit, sich eine luxuriöse Leder-Ummantelung zu nähen.



 

Oberstes Bild: © Olga Miltsova – Shutterstock.com


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