Porsche Cayenne Plug-in-Hybrid – mehr Akkupower und mehr Fahrleistung für weniger Geld

05.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Porsche Cayenne Plug-in-Hybrid – mehr Akkupower und mehr Fahrleistung für weniger Geld
4 (80%)
2 Bewertung(en)

Wenn ein Produkt nachhaltig verbessert wird, mehr Leistung bietet und mehr Kraft hat, dann ist es gerade im Automobilsektor recht unwahrscheinlich, dass man als Verbraucher weniger Geld dafür zahlen muss. Nicht so bei Porsche, denn da leistet der Cayenne Plug-in-Hybrid nicht nur mehr, sondern hat auch die fünffache Akkupower und kostet zu allem Überfluss auch noch rund 1500 Franken weniger als das Vorgängermodell.

Doch wie ist das möglich, und ist es tatsächlich so, dass Porsche, nachdem man auch dem Panamera einen Öko-Touch verpasst hat, mehr Auto für weniger Geld bietet?



Wer über die hohen Spritpreise nicht das Strassennetz der Schweiz refinanzieren will, sucht nach passenden Alternativen. Das ist auch bei Anbietern von Nobelkarossen möglich, die den Trend der Zeit erkannt haben und den Markt der E-Mobile bedienen. Doch was kann man von Plug-in-Hybrid-Pkw erwarten? Ist ein Porsche noch ein echter Porsche, wenn er mit Akkus betrieben wird? Wer verraten Ihnen, was Sie beim neuen Porsche Cayenne Plug-in-Hybrid erwarten können – und was eben nicht.

Porsche Cayenne Plug-in-Hybrid 2015 – Heckansicht (Bild: Porsche Media Central)

Porsche Cayenne Plug-in-Hybrid 2015 – Heckansicht (Bild: Porsche Media Central)

Lautloses Fahren im Porsche

War der Lautlos-Modus noch in den 80ern eher K.I.T.T – dem Knight Industries Two Thousand – im TV vorbehalten, wo das Fahrzeug nur Michael Knight aka David Hasselhoff fahren durfte, so ist dieser Modus beim E-Motor an der Tagesordnung und von jedem Zahlungswilligen fahrbar. Wer den Zündschlüssel im Porsche Cayenne Plug-in-Hybrid dreht, hört nichts. Gar nichts. Kein Heulen eines Motors mit sechs oder acht Zylindern, wie man es ansonsten von Porsche kennt, wenn der Motor gestartet wird. Ruhe herrscht, nichts als fast gespenstische Ruhe.



War der SUV aus dem Schwabenland, das mit Ravensburg eine geschichtsträchtige Stadt beherbergt, bisher als sehr durstiges Gefährt bekannt, hat man diesem Durst in Zuffenhausen den Riegel vorgeschoben. Zuerst gab es ein nachhaltiges Facelift und dann die Kampfansage an den Benzinverbrauch mit dem Plug-in-Hybrid. Kalkulierte 3,4 Liter Benzin soll der SUV noch auf 100 Kilometern fressen – ein Wert, der grandios ist, wäre er nicht eher theoretisch. Etwas mehr darf’s dann doch sein, geht der Saubermann-Cayenne in den Alltagstest.



Was gut ist, muss auch teuer sein – so jedenfalls die Devise bei den Anbietern von Luxuskarossen. Nein, sagt Porsche und will damit die Plug-in-Hybrids pushen. Darum wird der SUV-Stromer nicht teurer, sondern preiswerter. Um ganze 1500 Franken bewegt sich der Preis nach unten – für ein Mehr an Leistung! Gut, 100’000 Franken sind immer noch kein automobiles Schnäppchen, aber ein vierstelliger Preisnachlass rechnet sich auch in den Dimensionen immer noch, wenn man zusätzlich Sprit spart – auch wenn der Benzinpreis in der Schweiz trotz Krisensituationen eher moderat bleibt – und etwas für die Umwelt tut. Und dies besonders dann, wenn die Akkuleistung des Cayenne verfünffacht und die Motorleistung im E-Modus mehr als verdoppelt wurde.

Porsche Cayenne Plug-in-Hybrid 2015 – Innenraumansicht (Bild: Porsche Media Central)

Porsche Cayenne Plug-in-Hybrid 2015 – Innenraumansicht (Bild: Porsche Media Central)




125 km/h im Flüstermodus beim E-Fahren

Wer durch die Stille nach dem Startvorgang im E-Modus des Porsche Cayenne Plug-in-Hybrid einen Bummelzug erwartet, wird sich überrascht sehen. 95 PS leistet der E-Motor und gibt dem Cayenne damit reichlich Würze. Und auch das Gasgeben leidet nicht unter dem E-Betrieb. Schalten andere Fahrzeuge bei einem ordentlichen Tritt aufs Pedal vom E-Fahren in den Benzinbetrieb, kann der Porsche einen vernünftigen und porschetypischen Kick abgeben, ohne den Modus zu wechseln. So bringt man als Fahrer den SUV auf satte 125 km/h, ohne in den Spritfressermodus zu wandern.

Durchtreten bis zum Kickdown im E-Betrieb? Nein, besser nicht, denn der Kickdown lässt wieder altes Porsche-Feeling aufkommen. Und das nicht nur speedtechnisch, sondern auch akustisch. Wird das Bodenblech mit dem Gasfuss erreicht, dann knurrt er bösartig, der pfeilschnelle Sechszylinder, damit der Fahrer sich wieder wie im Porsche fühlen kann. Ja, den Modus kann man auch in der Mittelkonsole verändern, aber ehrlich: So ein klassischer Kickdown kann einfach mehr, um das Wechseln herbeizuführen.

Hat der Fahrer dem Cayenne nun ins Nervenzentrum getreten, sieht er sofort die Nadel vom Drehzahlmesser – in Neongrün gehalten – nach oben schnellen. Die brachiale Kraft lässt sich körperlich fühlen, denn der beherzte Kickdown aktiviert beide Triebwerke und setzt so 416 PS geballte Power frei. Da kann man dann der Tachonadel beim fröhlichen Kletterakt zuschauen, der erst bei knapp 245 km/h endet. Eine satte Endgeschwindigkeit für einen SUV.

Was sagt uns eigentlich die Reichweite? Ein Lithium-Ionen-Akku im Heck des Cayenne lässt sich mit 10,8 Kilowattstunden befüllen. Das reicht im reinen E-Modus für knapp 40 Kilometer Dauerfahrt. Übernommen wurde die Technik aus dem Porsche Panamera S E-Hybrid, was die einfachste Lösung für die Zuffenhausener darstellte. Da der SUV aber weniger gute Aerodynamikwerte vorweisen kann, galt es, die Akku-Leistung zu verbessern, wollte man die knapp 40 Kilometer an Reichweite erreichen. Das geht natürlich zulasten der Ladezeit, die nun rund 3,5 Stunden beträgt, lädt man über Normalstrom. Mit Starkstrom sind es dann nur noch rund 90 Minuten. Wer während der Fahrt in den e-Charge-Modus geht, drückt die CO2-Werte hoch, aber der Akku wird eben wieder geladen.



 

Oberstes Bild: Porsche Cayenne Plug-in-Hybrid 2015 (© Porsche Media Central)

Über Christian Erhardt

Die Agentur belmedia GmbH beliefert die Leserschaft täglich mit interessanten News, spannenden Themen und tollen Tipps aus den unterschiedlichsten Bereichen. Nahezu jedes Themengebiet deckt die Agentur belmedia mit ihren Online-Portalen ab. Wofür wir das machen? Damit Sie stets gut informiert sind – ob im beruflichen oder privaten Alltag!


Ihr Kommentar zu:

Porsche Cayenne Plug-in-Hybrid – mehr Akkupower und mehr Fahrleistung für weniger Geld

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.