Wie wichtig ist optimaler Reifendruck?

13.08.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto
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Wie wichtig ist optimaler Reifendruck?
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Reifen sind ein elementarer Bestandteil jedes Fahrzeugs, denn durch sie wird der Kontakt zum Boden hergestellt. Mit der Wahl des richtigen Reifendrucks nehmen es viele Autofahrer allerdings nicht so genau. Dabei trägt dieser nicht nur zur Verkehrssicherheit bei, sondern hilft auch, Sprit zu sparen.

Warum ist optimaler Reifendruck wichtig?



Auf jedem Reifen lastet ein Viertel des Fahrzeuggewichts. Allerdings ist das tragende Element nicht der Reifen selbst, sondern die Luft in seinem Inneren. Ist der Luftdruck jedoch zu niedrig oder zu hoch, vermindert dies nicht nur die Fahreigenschaften des Reifens, sondern beeinträchtigt auch die Verkehrssicherheit und verursacht darüber hinaus nicht unbeträchtliche Kosten.

Der Reifendruck beeinflusst:

  • Laufleistung des Reifens
  • Sicherheit
  • Fahrkomfort
  • Reifenerwärmung
  • Bodenhaftung
  • Fahreigenschaften
  • Rollwiderstand
  • Traktion
  • Bremsweg
  • Runderneuerungsfähigkeit des Reifens
  • Verschleiss
  • Kraftstoffverbrauch
  • Verkehrs- und Betriebssicherheit des Fahrzeugs
Reifendruck soll regelmässig kontrolliert werden. (bikeriderlondon / Shutterstock.com)

Reifendruck soll regelmässig kontrolliert werden. (bikeriderlondon / Shutterstock.com)




Was ist schädlicher: zu hoher oder zu niedriger Reifendruck?

Ein zu geringer Reifendruck erhöht den Verschleiss des Reifens und wirkt sich durch den grösseren Rollwiderstand ungünstig auf den Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs aus. Darüber hinaus gerät die Lenkgeometrie des Wagens aus dem Gleichgewicht, die Fahrstabilität wird spürbar gemindert. Ein zu geringer Reifendruck stellt somit ein nicht zu unterschätzendes Risiko für die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs dar. Untersuchungen haben ergeben, dass bereits ein Druckverlust von 0,5 bar die Traktionskontrolle des Fahrzeugs spürbar erschwert. Die Spurtreue in Kurven nimmt ab, die Lenkung wird schwammig. Darüber hinaus wird das Profil des Reifens ungleichmässig abgenutzt, was ebenfalls ein Sicherheitsrisiko darstellt.

Auch der Bremsweg wird erheblich verlängert. Tests ergaben, dass auf nasser Fahrbahn bei einer Geschwindigkeit von 100 km bereits ein Druckdefizit eines einzelnen Vorderrades in Höhe von 1 bar genügt, um den Bremsweg um 10 % zu verlängern. Auch arbeitet das Antiblockier-System (ABS) des Autos nicht mehr zuverlässig, sobald die einzelnen Reifen unterschiedliche Druckprofile aufweisen. Zu wenig Luft in den Reifen kostet überdies bares Geld. Denn Reifen verschleissen bei zu geringem Luftdruck deutlich schneller, darüber hinaus benötigt das Auto durch den höheren Rollwiderstand auf 100 km bis zu 0,3 Liter mehr Sprit.

Woran erkenne ich, dass der Reifendruck nicht in Ordnung ist?

Bricht das Heck in der Kurve oft aus oder reagiert es beim Spurwechsel unruhig, deutet dies auf einen zu geringen Luftdruck an der Hinterachse hin. Schiebt der Wagen hingegen ständig über die Vorderräder hinaus oder bleibt er geradeaus nicht mehr sauber in der Spur, ist das ein Zeichen für zu wenig Druck in einem der Vorderräder.

Zu hoher oder zu niedriger Reifendruck sind schädlich. (Bartkowski / Shutterstock.com)

Zu hoher oder zu niedriger Reifendruck sind schädlich. (Bartkowski / Shutterstock.com)




Welche Folgen hat ein zu hoher Reifendruck?



Ist der Druck des Reifens zu hoch, so besteht nur noch in der Mitte der Lauffläche ein Kontakt zur Fahrbahn. Dies verringert die Bodenhaftung massiv und führt darüber hinaus zu einer instabilen Fahrlage in Kurven sowie zu einer spürbaren Verlängerung des Bremsweges. Bei beträchtlichem Überdruck – etwa ab 0,6 bar – entwickelt der Reifen eine starke Inelastizität, welche einen zeitweisen Verlust des Bodenkontaktes, verursacht durch unregelmässige Hüpfbewegungen des Rades, zur Folge hat. Darüber hinaus besteht durch die starke Anspannung der Reifenoberfläche die Gefahr, dass der Reifen platzt.

Welcher Reifendruck soll gewählt werden?

Der vom Hersteller für das Fahrzeug empfohlene Reifendruck ist im Regelfall aus der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs ersichtlich, des Weiteren sind meist Aufkleber am Tankdeckel bzw. im Türrahmen angebracht, die über den optimalen Druck in den Reifen informieren. Auch liegen bei den Reifenherstellern tabellarische Aufstellungen über den vorgesehenen Luftdruck der einzelnen Reifenmodelle auf, die im Bedarfsfall weiterhelfen können.

Ob ein Fahrzeug einen nicht optimalen Reifendruck zu kompensieren imstande ist, hängt vom Fahrzeugtyp, der Höhe des Über- oder Unterdrucks, der Beladung des Wagens, der Fahrweise sowie den Fahrverhältnissen ab. Generell gilt jedoch, dass ein zu geringer Luftdruck für Reifen, Fahrzeug und Verkehrssicherheit gravierendere Folgen nach sich zieht als ein zu hoher Druck. So wird ein Überdruck von 0,3 bar von Experten als noch unbedenklich eingestuft, ein Druckdefizit in diesem Ausmass führt allerdings bereits zu einer spürbaren Verschlechterung der Fahreigenschaften sowie zu einem erhöhten Verbrauch an Kraftstoff.

Reifendruck regelmässig kontrollieren

Aufgrund der Bedeutung, welche der Reifendruck für Verkehrssicherheit und Fahreigenschaften des Fahrzeugs hat, empfiehlt sich eine regelmässige Kontrolle des Luftdrucks an Vorder- und Hinterachse in 14-tägigen oder zumindest monatlichen Intervallen. Zudem sollte vor jeder längeren Fahrt der Reifendruck überprüft werden. Auch jenen Fahrern, denen eine manuelle Kontrolle des Reifendrucks zu mühsam oder zeitaufwendig ist, kann mittlerweile geholfen werden. Wie in vielen Bereichen des Lebens, bieten computerunterstützte Überwachungssysteme auch in Sachen Reifendruck wirksame Unterstützung. Manche Autohersteller bieten Reifendruck-Kontrollsysteme bereits serienmässig an, diese werden innen am Ventil befestigt und übertragen die aktuellen Druckwerte per Funk ins Cockpit. Im Handel sind aber auch zahlreiche Nachrüstlösungen zur automatischen Messung des Reifendrucks erhältlich.



 

Oberstes Bild: Optimaler Reifendruck ist wichtig. (© dean bertoncelj / Shutterstock.com)



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