Welcher Bootstyp ist der richtige für Sie? – Teil 2: Das Sportboot

05.06.2014 |  Von  |  Schiff
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Welcher Bootstyp ist der richtige für Sie? – Teil 2: Das Sportboot
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Im zweiten Teil unserer dreiteiligen Serie zu den wichtigsten Fragen beim Bootskauf geht es um den Traum jedes Schnelligkeitsfans: das Sportboot. Im Folgenden listen wir die wichtigsten Fragen rund um die Entscheidung auf, welcher Sportboot-Typ es sein soll.

Dabei steht natürlich in vielen Fällen auch die Finanzierung im Raum. Bedenken Sie hierbei neben dem Preis der Anschaffung auch die laufenden Betriebskosten wie Kraftstoff- und Versicherungskosten, das jährliche Budget für Wartung und Pflege sowie die Miete für den Liegeplatz beziehungsweise das Winterlager. Wenn Sie Ihr Boot gebraucht kaufen, hat Ihr Vorbesitzer bereits entsprechende Erfahrungswerte gesammelt. Fragen Sie ruhig danach – das ist besser, als hinterher unangenehme Überraschungen zu erleben. Übrigens: Analog zum Carsharing können Sie auch über ein Sportboot-Sharing nachdenken – das eröffnet oft neue finanzielle Spielräume.




Dies ist eine 3-teilige Serie zum Thema „Welcher Bootstyp ist der richtige für Sie?“:

Teil 1: Das Motorboot
Teil 2: Das Sportboot
Teil 3: Das Kajütboot


Beantworten Sie am besten alle Fragen für sich schriftlich – das gibt Ihnen ein gutes Fundament für die folgende Kaufentscheidung. Es hilft Ihnen auch dabei, beim Kauf eines neuen Sportbootes einen Kriterienkatalog aufzustellen, den Sie mit den entsprechenden Bewertungen der verschiedenen Modelle in Insider-Foren und Communities abgleichen können.



Denn gerade bei Sportbooten gibt es eine riesige Auswahl an unterschiedlichsten Typen, die ganz auf die vielen verschiedenen sportlichen Einsatzmöglichkeiten abgestimmt sind. Sie beginnen beim motorisierten Schlauchboot und Festrumpfboot und reichen über das Konsolenboot und den Bowrider mit Sitzen im Bug und einem Durchgang zum Heckcockpit bis hin zum sogenannten Daycruiser, der eine Schlupfkajüte aufweist, und zum Sportboot mit geschlossener Deckspitze.

Ist Ihnen Flexibilität wichtig? Dann denken Sie über ein aufblasbares Schlauchboot mit mobilem Motor bis fünf PS nach, das Sie sogar im Kofferraum unterbringen können. Festrumpfboote lassen sich noch problemlos auf dem Trailer hinter jedem Pkw transportieren. Ein weiterer Vorteil der kleinen Sportboote mit um die 2,50 Meter Länge: Sie sparen sich die Suche nach und die Miete für einen festen Liegeplatz und brauchen nirgendwo einen Führerschein für das Fahrvergnügen. Allerdings sind Sie damit selbst mit Festrumpf auf geschützte Gewässer und sichere Witterung festgelegt, sparen aber sowohl bei der Anschaffung wie im Betrieb erheblich an Kosten.



Die sogenannten Daycruiser, Weekender mit Kabine für gelegentliche Übernachtungen und grossen Schlauchboote mit festem Rumpf (RIBs), die sich durch ein Vorschiff (offen oder geschlossen) und eine Kajüte auszeichnen, weisen fast immer einen stärkeren Motor auf, der dann auch meist innen liegt. Sie sind dementsprechend schneller, seetüchtiger und universeller einsetzbar – etwa für diverse Wassersportarten. Für Fans von Schnelligkeit hingegen sind die offenen Runabouts konzipiert.

Gerade bei Sportbooten gehen die Erwartungen an Nutzungsmöglichkeiten und Einsatz oft weit auseinander. Bei manchen Käufern nimmt die Optik einen entscheidenden Stellenwert ein, während andere mehr auf gute Manövrierfähigkeit achten. Definieren Sie also für sich genau, worauf es Ihnen bei Ihrem Sportboot hauptsächlich ankommt – und für welche Freizeitaktivitäten Sie es hauptsächlich einsetzen möchten.

Geht es Ihnen am ehesten um Tagestouren? Dann wollen Sie wahrscheinlich Gäste mitnehmen können und brauchen etwas mehr Platz. Gleiches gilt, wenn bei Ihnen Sonne und Baden im Vordergrund stehen – dann sollten Sie neben Schnittigkeit auch den entsprechenden Platz an Deck einplanen. Für Wasserski- und Wakeboard-Fahrten und sportlichere Stunts sind die Fahreigenschaften entscheidend.

Vor allem im Hinblick auf Letztere spielt die Grösse eine wesentliche Rolle; aber auch die Länge des voraussichtlichen Liegeplatzes kann hier mitentscheidend sein, ebenso wie die Häufigkeit, mit der das Sportboot zu verschiedenen Ablegeplätzen transportiert werden soll. Dann nämlich stellt sich nicht nur die Frage, welchen Trailer Ihr Zugfahrzeug ziehen kann, sondern auch, ob dabei unter Umständen jedes Mal Sondergenehmigungskosten anfallen. Dies ist vor allem wichtig, wenn Sie Ihr Sportboot mit ins Ausland nehmen wollen, um dort etwa vor einer Inselküste zu schippern.

Als Nächstes sollten Sie sich fragen, wo Sie mit Ihrem Sportboot hauptsächlich unterwegs sein werden. Eher auf Flüssen und Seen, also im Binnengewässer? Oder doch hauptsächlich im Meer, wenn auch in Küstennähe? Das bestimmt auch Ihre Entscheidung hinsichtlich der Motorisierung entscheidend mit – soll es ein Innenborder (Einbaumotor) oder ein Aussenborder (Aussenbordmotor) sein?



Haben Sie sich ausserdem bereits über die weiteren Ausstattungsmerkmale Gedanken gemacht? Natürlich kann an dieser Stelle nicht das vollständige Equipment gelistet werden, das Ihr Sportboot zum Traumbegleiter Ihrer Wasserausflüge macht. Zu unterscheiden sind Notwendigkeiten von Luxusartikeln einerseits und spezifische Sportausrüstungen andererseits. Informieren Sie sich vorab, welche Ausrüstungsteile für Ihre persönlich gewünschte Nutzungsart notwendig sind – wie etwa Wasserskihaken oder Wakeboard-Tower.

Das macht es Ihnen leichter, im Internet, in Foren und Communities nach gebrauchten Sportbooten zu suchen, deren Vorbesitzer Ihre sportlichen Interessen teilen und vielleicht schon entsprechendes Equipment angebracht haben.

Sie legen mehr Wert auf ein wenig Luxus und ein komfortables Schwimmvergnügen? Dann suchen Sie nach Booten mit Cabrioverdeck oder Badeleiter. In jedem Fall anschaffen sollten Sie sich bei allen offenen Booten übrigens eine Cockpitplane oder sogar eine Ganzabdeckplane. Beide erhöhen die Lebensdauer des Bootes deutlich.



 

Oberstes Bild: © Zdorov Kirill Vladimirovich – Shutterstock.com



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