Volvo springt auf den Zug des autonomen Fahrens auf

05.06.2014 |  Von  |  Auto, Neuwagen, Volvo
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Volvo springt auf den Zug des autonomen Fahrens auf
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Nissan, Toyota und auch europäische Hersteller wie Volvo haben Google längst den (unternehmerischen) Krieg erklärt, die Arbeiten an eigenen Lösungen für autonome Fahrten laufen seit Jahren.

Die Schweden von Volvo nahmen dabei jüngst erste konkrete Zahlen in den Mund: Bis 2017 sollen gleich mehrere Fahrzeuge über die Strassen Göteborgs fahren. Zumindest der Autobahnring soll dann befahren werden, denn dort fallen die Anforderungen an den Bordcomputer wesentlich geringer aus – doch erste Testfahrten boten keinen Grund zum Jubel.



Ziele des autonomen Fahrens

Die Gründe für die teuren Forschungen zum autonomen Fahren decken sich mit denen von Google und lesen sich fast wie ein Traum: mehr Sicherheit, weniger Abgase, mehr Lebensqualität, mehr Platz. Alles Positive soll verbessert werden, alles Negative soll weichen. Auch hinsichtlich der Verkehrstoten hat Volvo eine einzige Zahl herausgegeben: die Null. So hoch soll nämlich die Anzahl der schwerverletzten oder getöteten Autofahrer sein, die mit einem der neuen Volvos unterwegs sind.

Als Marke für dieses Ziel hat der Konzern das Jahr 2020 herausgegeben. Auch möchte man die Lebensqualität deutlich steigern: Da der Fahrer an Bord praktisch gar nicht gebraucht wird, kann er andere Dinge erledigen. Dazu kann neben Arbeit oder der Kommunikation per Smartphone oder E-Mail natürlich auch das einfache Entspannen zählen. Pendler, welche jeden Tag sehr früh aufstehen müssen, könnten auf dem Weg zur Arbeit beispielsweise einfach schlafen, bis sie am Ziel ankommen.

Aufregende Ziele, enttäuschende Realität

Aus heutiger Sicht klingt das alles hervorragend – doch die Prototypen machen noch keinen so fortgeschrittenen Eindruck wie etwa bei Google. Beispielsweise fehlen den Testwagen Sensoren, welche auch seitliche Geschehnisse registrieren. Genau solche sind aber notwendig, um Spurwechsel oder Überholmanöver durchzuführen. Bedenken muss man dabei auch, dass all diese Testfahrten derzeit auf vergleichsweise einfach aufgebauten Autobahnen stattfinden. Vom komplexen Stadtverkehr ist noch keine Rede.

Wirklich überzeugen können daher vor allem nur die Pläne von Volvo. Auch scheint dem Konzern die Zeit davonzulaufen: 2017 ist nur noch zweieinhalb Jahre entfernt, und dann soll im Rahmen des Testprogramms „Drive Me“ bereits das Zeitalter für autonomes Fahren in Göteborg beginnen. Zumindest uns würde es nicht wundern, wenn die Schweden diese Pläne noch einmal verschieben müssen …



 

Oberstes Bild: © Dong liu – Shutterstock.com



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