Mietwagen im Ausland – die grössten Fallstricke vermeiden!

24.07.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Mietwagen im Ausland – die grössten Fallstricke vermeiden!
Jetzt bewerten!

Nicht nur in den Sommerferien schafft ein Mietwagen grösstmögliche Freiheit und Flexibilität, falls die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug aufgrund grosser Distanzen nicht möglich ist. Von geschäftlichen Terminen im Ausland bis zu Reisen mit der eigenen Familie reichen die sinnvollen Einsatzzwecke eines Mietwagens, dessen Buchung abhängig vom Reiseland einige Hürden mit sich bringt. Neben dem Mietvertrag selbst sorgt vor allem der national gültige Versicherungsschutz für Probleme, was schlimmstenfalls in einer Unfall- oder Schadenssituation teuer bezahlt werden muss.

Die Entscheidung für einen Mietwagen am Reiseziel sollte gut überdacht werden, um das Fahrzeug tatsächlich sinnvoll zu nutzen und nicht unnötige Mietkosten zu tragen. Wer in Grossstädten oder Ländern mit Linksverkehr Unsicherheiten am Steuer vermutet, sollte möglicherweise von einer Buchung Abstand nehmen. Auch die Häufigkeit der Nutzung während des Aufenthaltes spielt in die Buchung ein, was wesentlich von den Vorlieben für Unternehmungen am Urlaubsort abhängt. Nur weil ein Mietwagen als Option angeboten wird, z. B. als preisgünstiges Extra bei einer Pauschalreise, muss nicht unter allen Umständen in das KFZ investiert werden.









Die Entscheidung für einen Mietwagen am Reiseziel sollte gut überdacht werden. (Bild: IJzendoorn / Shutterstock.com)

Die Entscheidung für einen Mietwagen am Reiseziel sollte gut überdacht werden. (Bild: IJzendoorn / Shutterstock.com)





Mieten in der Heimat oftmals die sinnvollste Wahl

Die Buchung des Mietwagens kann sowohl hier in der Schweiz als auch spontan am Urlaubsort erfolgen. Grundsätzlich liegt es nahe, sich bereits in der Heimat ein Mietfahrzeug zu sichern, alleine um die Vertragsbedingungen in der vertrauten Sprache durchlesen und verstehen zu können. Geht die Reise von Basel aus nach Deutschland oder von Genf aus nach Frankreich, stellen sprachliche Barrieren kein Problem für eine Anmietung im Zielland dar. Unabhängig vom Ort der Buchung sollte der Vertragstext gut durchgelesen und verstanden werden, ein grobes Überfliegen reicht nicht. Jeder Mietwagenanbieter wird etwas andere Konditionen als seine Konkurrenten aufweisen, ein flüchtiges Unterschreiben verpflichtet schlimmstenfalls zu unnötig hohen Kosten aufgrund von unerwünschten Bestandteilen des Mietvertrags.

Das Auto in der Heimat zu mieten, ist oftmals die sinnvollste Wahl. (Bild: racorn / Shutersock.com)

Das Auto in der Heimat zu mieten, ist oftmals die sinnvollste Wahl. (Bild: racorn / Shutersock.com)





Umgang mit Stornierungen im Vertrag überprüfen

Aus unvorhergesehenen Gründen kann es spontan notwendig sein, eine geplante Geschäfts- oder Familienreise ins Ausland abzusagen. Um die Kosten nach einer Erkrankung oder der Änderung von beruflichen Plänen gering zu halten, sollte eine faire Regelung im Mietwagenvertrag zur Stornierung überprüft werden. Als Alternative ist zu prüfen, wie eine vorliegende Reiserücktrittsversicherung gestaltet ist und ob diese neben der Kostenübernahme für Hotel oder Flug auch anfallende Mietwagenkosten übernimmt. Neben der generell erlaubten Stornierung und den hierfür eingeforderten Konditionen ist ausserdem die Frist zu beachten. Meist ist die kostenlose Stornierung bis zu wenigen Wochen oder Tagen vor Inanspruchnahme des Mietwagens möglich, servicestarke Anbieter sollten eine Stornierung unter allen Umständen zusichern.




Besonderheiten beim Versicherungsschutz bedenken

Zu den wichtigsten Elementen eines Vertrags über Mietwagen gehört der geltende Versicherungsschutz. Nicht wenige Reisende gehen davon aus, dass die ausländische Versicherung bei einem Schaden genauso wie eine einheimische Assekuranz aufkommt, in Wirklichkeit sind die Deckungssummen jedoch entscheidend vom Reiseland abhängig. Während sich in der Schweiz und den Ländern der EU Haftpflichtsummen von mehreren Millionen als Standard durchgesetzt haben, begnügen sich die Gesetzgeber in der Türkei und anderen Mittelmeerländern mit fünfstelligen Frankenbeträgen. Wird einer anderen Person mit dem Mietwagen ein Schaden in einer grösseren Dimension zugeführt, ist die Differenz aus der privaten Tasche zu zahlen. Dies kann schlimmstenfalls bis in die Millionen gehen.

Oft schafft ein Mietwagen grösstmögliche Freiheit und Flexibilität in den Sommerferien. (Bild: Kiselev Andrey Valerevich / Shutterstock.com)

Oft schafft ein Mietwagen grösstmögliche Freiheit und Flexibilität in den Sommerferien. (Bild: Kiselev Andrey Valerevich / Shutterstock.com)

Optimal auf eine Schadenssituation mit dem Mietwagen vorbereitet

Um besonders sicher auf ausländischen Strassen unterwegs zu sein, lohnt sich die Kontaktaufnahme zur heimischen Versicherung. Unter Begriffen wie Mallorca-Police bietet der vertraute Versicherer Zusatzleistungen an, die für Mietwagen im Ausland gelten und den bekannten Versicherungsschutz aus der Heimat auf diese Fahrzeuge übertragen. Neben dieser finanziellen Sicherheit sollte vor und bei der Schadenssituation selbst ein kühler Kopf bewahrt werden. Bei Empfangen des Mietwagens sollte der Mieter einen genauen Blick auf das Automobil werfen und eventuelle Schäden oder Kratzer direkt melden. Auch eine Proberunde bewahrt vor Problemen mitten in der Einöde einer ausländischen Landschaft. Kommt es tatsächlich zu einem Unfall oder Schaden, ist Ihre Dokumentation als Nachweis gegenüber der Autovermietung und der Versichereung wichtig. Das Mitführen von Digitalkamera oder Smartphone ist hierfür unverzichtbar und leistet einen wertvollen Beitrag, die Schadenssituation richtig auszuwerten.

Weitere Besonderheiten beim Anmieten von KFZ im Ausland beachten

Neben den angesprochenen Punkten gibt es weitere Elemente eines Mietvertrags, die nicht zu vernachlässigen sind und das grösstmögliche Fahrvergnügen auf ausländischen Strassen zusichern. Beispielsweise sollte dem Vertrag eindeutig zu entnehmen sein, ob der Fahrer vor Rückgabe des Fahrzeugs für einen vollen Tank zu sorgen hat oder ob die Autovermietung dies automatisch gegen Aufpreis übernimmt. Ausserdem fallen je nach Reiseland unterschiedliche Gebühren und Steuern an, die ganz oder teilweise an die Mieter weitergegeben werden und für ein weites Preisspektrum beim Anmieten der Fahrzeuge sorgen. Das Hinterlegen einer Kaution oder ähnlicher Zahlungen ist je nach Autovermietung ebenfalls etabliert, sollte jedoch unbedingt schriftlich festgehalten werden. Hierdurch lässt sich neben dem Unfallrisiko auch das Betrugsrisiko reduzieren, falls ein Mitarbeiter der Vermietung bei Rückgabe des Fahrzeugs vermeintlich nichts von einer Kaution weiss.

 

Oberstes Bild: Bei Reisen ins Ausland bietet sich ein Mietwagen stärker als das eigene Fahrzeug an. (© mangostock / Shutterstock.com)


Ihr Kommentar zu:

Mietwagen im Ausland – die grössten Fallstricke vermeiden!

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.