Lohnt sich ein alternatives Antriebssystem auch für Sie?

20.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto
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Ob nachhaltige Finanzgeschäfte oder umweltbewusste Haushaltsgeräte – in immer mehr Lebensbereichen ist ökologisches Handeln zur Selbstverständlichkeit geworden. Für Autofahrer bedeutet dies, beim Kauf eines Neuwagens auch über einen alternativen Antrieb nachzudenken, was nach Umständen jedoch zur falschen Entscheidung wird.

Zu geringe Reichweiten von Elektromotoren oder ein fehlendes Tankstellennetz für Flüssiggas in der eigenen Umgebung zeigen schlimmstenfalls erst nach dem Ankauf, dass das erworbene Derivat keine Alltagstauglichkeit besitzt. Bevor alleine wegen des ökologischen Vorsatzes in ein neues Fahrzeug mit einem alternativen Antrieb investiert wird, sollte die individuelle Eignung deshalb unbedingt überprüft werden.



Zeitgemässe Antriebe – die Qual der Wahl

Wer bei seinem neuen Fahrzeug nicht in den klassischen Benzin- oder Dieselantrieb investieren möchte, bekommt seit ca. 15 Jahren immer neue Alternativen in Serienmodellen angeboten. Komprimiertes Erdgas bzw. Flüssiggas sowie die Unterstützung durch einen Elektromotor sind die gängigsten Varianten, um sich von fossilen Treibstoffen zu lösen. Neben dem reinen Elektroantrieb sind Plug-in-Hybride ein cleverer Mittelweg, um die Vorzüge klassischer Verbrennungsmotoren und von Elektromotoren miteinander zu verbinden. Eine Reduktion der Treibstoffkosten ist mit all diesen Modellen möglich, genau deshalb sehen manche Autofahrer keinen wirklichen Unterschied und entscheiden sich aus dem Bauch heraus für ein neues Fahrzeug. Ob die jeweilige Antriebsart individuell wirklich geeignet ist, zeigt sich bereits mit wenigen grundlegenden Überlegungen.

Komprimiertes Erdgas bzw. Flüssiggas ist eine gängige Alternative zum klassischen Verbrennungsmotor. (Bild: bikeriderlondon / Shutterstock.com)

Komprimiertes Erdgas bzw. Flüssiggas ist eine gängige Alternative zum klassischen Verbrennungsmotor. (Bild: bikeriderlondon / Shutterstock.com)

Preisentwicklung fossiler und regenerativer Energieträger bedenken



Der Blick auf anfallende Kosten für eine Antriebsart wird meist nur aus aktuellem Blickwinkel heraus getroffen, Überlegungen für die nächsten Monate und Jahre sind ergänzend anzustellen. Hierzulande werden weder Öl noch Gas gewonnen, teure Energieimporte in die Schweiz prägen die Wirtschaftswelt und die Treibstoffpreise an den Zapfsäulen in gleicher Weise. Die Entscheidung für einen Gasantrieb kann wie beim gewohnten Tanken mit einem Benziner erheblich von Preisschwankungen betroffen sein, auch wenn sich diese im Vergleich zu Diesel oder Benzin auf geringerem Niveau abspielen. Politische Konflikte können zur Verknappung dieser klassischen Energieträger beitragen, was sich letztlich auch an den Zapfsäulen für Erdgas zeigen würde.





Plug-in-Hybride verbinden die Vorzüge klassischer Verbrennungsmotoren und Elektromotoren miteinander. (Bild: Fedor Selivanov / Shutterstock.com)

Plug-in-Hybride verbinden die Vorzüge klassischer Verbrennungsmotoren und Elektromotoren miteinander. (Bild: Fedor Selivanov / Shutterstock.com)

Verfügbarkeit von Tankstellen und Aufladestationen

Mit dem Auto privat oder beruflich unterwegs zu sein, hat über die letzten Jahrzehnte zu einer grösseren Bequemlichkeit beigetragen. Mit der Investition in einen Flüssiggas- oder Erdgasantrieb wird schnell übersehen, dass das Betanken nicht mehr so einfach und direkt wie beim herkömmlichen Benziner erfolgt. Zwar sind in immer mehr Städten und Regionen der Schweiz Tankstationen für diese alternativen Kraftstoffe zu finden, für das individuelle Wohnumfeld muss dies leider nicht gelten. Und wer einige Dutzend Kilometer zurücklegen muss, nur um sein Auto zu betanken, wird bei den Fahrtstrecken wieder unnötig Treibstoff verbrauchen und weder im Komfort noch im Umweltbewusstsein von der Kaufentscheidung profitieren. Selbiges Problem gilt bei öffentlichen Aufladestationen für Elektrofahrzeuge.



Für das Aufladen von Elektromotoren Zeit oder Geld investieren

Während nach neuesten Testreihen mancher Smartphone-Akku binnen 30 Sekunden auflädt, ist für den Akku eines Elektrofahrzeugs deutlich mehr Zeit einzukalkulieren. Das Beladen an öffentlichen Stationen geht hierbei schneller als an der heimischen Steckdose; leider sind entsprechende Plätze selbst in Grossstädten noch rar gesät und müssen nicht in der Nähe des eigenen Arbeitsplatzes liegen. Mit einer eigenen Garage wird das Aufladen zu Hause grundsätzlich möglich, allerdings dürfte der Akku bei den meisten Baureihen über mehrere Stunden hinweg aufgeladen werden. Zum schnellen Aufladen ist die Investition in eine schnellere Technologie notwendig, die mit einigen Tausend Schweizer Franken einen stattlichen Aufpreis neben den Anschaffungskosten für das Fahrzeug aufweist.

Öffentliche Aufladestationen für Elektrofahrzeuge sind selbst in Grossstädten immer noch rar gesät. (Bild: Viappy / Shutterstock.com)

Öffentliche Aufladestationen für Elektrofahrzeuge sind selbst in Grossstädten immer noch rar gesät. (Bild: Viappy / Shutterstock.com)

Reichweite der neuen Motorisierung bedenken

Für manche Autobesitzer reicht ein Fahrzeug für gelegentliche Touren im Stadtverkehr, andere legen täglich eine dreistellige Kilometerzahl zurück. In letzterem Fall sind Flüssiggas oder Erdgas die bessere Wahl, da man hier wie beim klassischen Benziner von gewohnten Reichweiten und einer gehobenen Dynamik profitiert. Bei Hybridmodellen mit Verbrennungs- und Elektromotor gilt dies ebenfalls, auf langen Strecken kommt jedoch der Otto- oder Dieselmotor zum Einsatz und sorgt weniger für den gewünschten Umwelteffekt. Investitionen in reine Elektroautos, beispielsweise der US-amerikanischen Marke Tesla, sind bei aktueller Technik noch mit sehr überschaubaren Reichweiten verbunden. Gleiches gilt für die Dynamik, so dass bei echten Elektromobilen meist von reinen Stadtfahrzeugen gesprochen werden muss.

Mit den richtigen Überlegungen zum richtigen Automobil

Zweifelsohne ist es sinnvoll, durch die Investition in eine neue Antriebstechnologie einen Beitrag für die Umwelt zu leisten und als angenehmen Nebeneffekt die eigenen Treibstoffkosten zu reduzieren. Blinder Aktionismus oder das spontane Zugreifen bei einer Marketingaktion namhafter Automobilhersteller führt jedoch selten zum Ziel und bringt bei der alltäglichen Nutzung des Fahrzeugs unerwartete Probleme mit sich. Um dies zu umgehen, hilft eine umfassende Recherche im Vorfeld, die vorhandene Infrastrukturen der eigenen Wohnregion sowie Leistungswerte und Reichweite des jeweiligen Derivats umfassen sollte. Zuvor ist eine realistische Einschätzung der eigenen Fahreigenschaften sinnvoll, um die Zugehörigkeit zur Zielgruppe der jeweiligen Baureihe zu erkennen. Dank stetiger Weiterentwicklung alternativer Antriebstechnologie dürfte sich für jeden Fahrertyp das passende Modell finden lassen.



 

Oberstes Bild: Bei gehobenem Umweltbewusstsein ist der Kauf eines Autos mit einem alternativen Antrieb sinnvoll. (© Augusto Cabral / Shutterstock.com)



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