Genfer Autosalon: Dort, wo die Faszination Auto greifbar ist …, Teil 3

25.08.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto
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Genfer Autosalon: Dort, wo die Faszination Auto greifbar ist …, Teil 3
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Waren die Jahre 1964 bis Anfang der 1970er im Hinblick auf die Automobilbranche in der Schweiz noch geprägt von Aufbruchsstimmung, revolutionären Innovationen, eigenwilligen Designs und der zum grossen Teil unbeschränkten Fahrt auf den eidgenössischen Autobahnen, so wandelte sich das Bild ab 1973 gewaltig.

Dass sich die diesbezüglichen Vorzeichen deutlich verändert hatten, konnten auch die Besucher des Genfer Autosalons spätestens im Jahr 1974 sehen und spüren. Zum einen hatte die Erdölkrise des Jahres 1973 eminente Spuren hinterlassen und begrenzte erst einmal die durch die Automobile und die Autobahnen generierte Fahrfreude und vor allem -intensität der Schweizer. Diesbezüglich war vorübergehend sogar der Treibstoff limitiert. Zudem prognostizierten einige Experten eine entsprechende Sättigung beim Motorisierungsgrad in der Schweiz. Der Genfer Autosalon liess sich aber keineswegs von dieser allgemein düsteren Stimmung beeindrucken und präsentierte beinahe trotzig explizite Weltneuheiten.



Dies ist ein Bericht über den Genfer Automobil-Salon in mehreren Teilen. Hier das Inhaltsverzeichnis:

Teil 1: Genfer Autosalon: Dort, wo die Faszination Auto greifbar ist …

Teil 2: Genfer Autosalon: Dort, wo die Faszination Auto greifbar ist …

Teil 3: Genfer Autosalon: Dort, wo die Faszination Auto greifbar ist …



Teil 4: Genfer Autosalon: Dort, wo die Faszination Auto greifbar ist …

VW Scirocco – eine der Sensationen des Genfer Autosalons 1974 (Bild: Arcturus, Wikimedia, GNU)

VW Scirocco – eine der Sensationen des Genfer Autosalons 1974 (Bild: Arcturus, Wikimedia, GNU)

Genfer Autosalon: Sicherheitsstandards bei Autos immer wichtiger

Allerdings wurde der Autosalon in Genf im Jahr 1974 auch von der aufgekommenen Diskussion über die verbesserungswürdigen Sicherheitsstandards eindeutig geprägt. Während in den Jahren zuvor insbesondere die Sportlichkeit und auch Schnelligkeit von Autos im Vordergrund standen, suchten sich die Schweizer nunmehr ihre Autos oftmals auch nach Sicherheits- und Funktionalitätsaspekten aus. Folgerichtig lud der Genfer Autosalon denn auch zu einer Sonderschau, wobei neben expliziten Sicherheitsfragen rund ums Auto vor allem auch die Präsentation zahlreicher neuer Modelle in den Fokus gerückt wurde.





Ford Capri II 1974 (Bild: Robotriot, Wikimedia, GNU)

Ford Capri II 1974 (Bild: Robotriot, Wikimedia, GNU)

So durften die exakt 406’044 Besucher im Genfer Autosalon zum Beispiel erstmals den neuen VW Scirocco bewundern, der von dem renommierten italienischen Industriedesigner Giorgio Giugiaro konzeptioniert worden war. Auch die zweite Serie des Ford Capri, die nunmehr mit einer Heckklappe ausgestattet war, erblickte im Genfer Autosalon quasi das Licht der Öffentlichkeit. Verwunderung erzeugte dabei aber vor allem der Manta GT/E von Opel, der mit Einspritzung angeboten wurde. Denn eigentlich war in Zeiten der Ölkrise ein Sportcoupé nicht mehr unbedingt die erste Wahl. Opel bewies denn auch mit dem Manta, der reichlich Zuspruch seitens der Salon-Besucher erhielt und sich zudem von den Verkaufszahlen her auf einem relativ hohen Niveau einpendelte, dass es in der Schweiz immer noch einen Markt für Sportwagen gab.





Opel Manta A GT/E, Baujahr 1974(Bild: KarleHorn, Wikimedia, GNU)

Opel Manta A GT/E, Baujahr 1974(Bild: KarleHorn, Wikimedia, GNU)

Englands Autoindustrie am Boden – japanische Hersteller auf dem aufsteigenden Ast

Am Beispiel des neuen Manta von Opel wurde dabei aber auch die neue Ausrichtung der Hersteller deutlich: Sportlichkeit wurde jetzt quasi mit Vernunft gepaart. Dass es bei einer derartigen Symbiose aber insbesondere auf die richtige Gewichtung der einzelnen Attribute ankam, konnte zum Beispiel am Beispiel des Austin Allegro bemerkt werden. Der Austin Allegro, der im Genfer Autosalon als reines Exportmodell zu begutachten war, ist dabei als eine Art Fanal oder Symbol zu sehen, das symbolisch für den extremen Niedergang der Autoindustrie in England stand. Diese war im Jahr 1974 quasi nur noch ein schlechter Abklatsch der Erfolgsindustrie von 1954. So wurde insbesondere das gewöhnungsbedürftige Design des ursprünglichen Mittelklassewagens mit seinem Quartic-Lenkrad und den eher quadratisch geformten Rundinstrumenten von der potenziellen Käuferschaft grösstenteils nicht angenommen.

Nutzniesser der Ölkrise und der entsprechenden Einbrüche auf den europäischen Automärkten waren demgegenüber vor allem die Japaner bzw. Japan. Die japanischen Hersteller präsentierten im Genfer Autosalon zahlreiche neue Modelle und zudem einen neu eingestiegenen Anbieter, der unter der Firmierung Subaru auf den europäischen Märkten in der Zukunft eine entscheidende Rolle spielen sollte. 1974 zeigten sich die Besucher des Genfer Autosalons aber insbesondere vom vorgestellten Datsun 260 Z beeindruckt, der in einer so bezeichneten 2+2-plätzigen Version Begehrlichkeiten bei den Schweizern wecken konnte.

Der VW Käfer galt inzwischen als Klassiker und begehrenswertes Kult-Objekt

Aber auch in Zeiten der Ölkrise und der dadurch bedingten Limitierungen bewies der Genfer Autosalon eines: Das Interesse an Themen rund um das Auto respektive die Autoindustrie war angesichts der Besucherzahl von über 400’000 Personen in der Schweiz weiterhin ungebrochen. Und noch etwas fiel auf: Der VW Käfer, der nun in den Versionen 1.200, 1.300 sowie 1.303 und 1.303 S erhältlich war, war inzwischen zu einem Klassiker geworden. Etliche Schweizer bezeichneten den Käfer zu der Zeit sogar als das Kultobjekt schlechthin. Nach wie vor zog der kleine, rundliche Wagen, der inzwischen im Handel für 7’800 Franken erhältlich war, Schweizer quer durch alle Schichten in seinen Bann. Und Volkswagen plante schon den nächsten Coup: Der Golf stand quasi in den Startlöchern. Im vierten Teil dieser Serie steht dann auch gerade dessen Lancierung im Mittelpunkt.



 

Oberstes Bild: VW Käfer – ein Klassiker aus dem Jahr 1974 (© Murphy1303, Wikimedia, CC)



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