Für wen eignet sich der Audi A3 e-tron?

09.07.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto, Neuwagen
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Für wen eignet sich der Audi A3 e-tron?
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Ist es machbar, dass ein vollwertiges Auto aus Ingolstadt, der Audi A3 e-tron mit satten 204 PS, wirklich nur 1,5 Liter Superkraftstoff auf 100 Kilometer verbraucht? So liest sich jedenfalls die Aussage auf dem Datenblatt der Ingolstädter. Oder ist das Auto eine „Mogelpackung“?

Ja, der Normverbrauchswert vom neuen Audi A3 e-tron wird tatsächlich mit diesem fantastischen Wert angegeben, doch beim näheren Hinschauen stellt sich heraus, diese Zahl ist eine „Milchmädchenrechnung“. Werfen wir einen genaueren Blick auf den Spritspar-Audi.




Minimaler Verbrauch des Audi A3 e-tron dank NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus)

Der Normwert für den Audi e-tron liest sich gigantisch. Doch dieser Wert ist der Tatsache geschuldet, dass der Audi zu den Modellen der Plug-in-Hybride gehört. Nach den Bestimmungen der NEFZ werden sie zuerst über den Akku gesteuert, um erst dann, wenn der Akku nach circa 50 Kilometern geleert ist, in den Modus des Benzinverbrauchs zu wechseln. Somit liegt der Verbrauch auf 100 Kilometern natürlich extrem niedrig, zumal auch der Stromverbrauch nicht mit einkalkuliert wird. Auch wenn die Rechnung nicht aufgeht, so kann man mit dem Plug-in-Hybrid trotzdem Sprit sparen. Das ist auch der Grund, weshalb die meisten Hersteller weiterhin mit Hochdruck an der Verbesserung der Plug-in-Hybride arbeiten. So sagt Audi sehr deutlich, dass alle künftigen Modelle aus Ingolstadt in Bayern Plug-in-fähig sind. Das gilt nicht nur für die kleineren Modellreihen, sondern auch für die luxuriösen Fahrzeuge aus den Baureihen von A8 und Q7.

Audi A3 e-tron auf der IAA in Frankfurt im September 2013 (Bild: lexan / Shutterstock.com)

Audi A3 e-tron auf der IAA in Frankfurt im September 2013 (Bild: lexan / Shutterstock.com)

Die realen Verbrauchswerte des A3 e-tron liegen sehr niedrig für ein 200-PS-Kfz

Über 106 Kilometer führte die erste Testfahrt unter Realbedingungen, bei der mittels einer speziellen Software, die Audi zur Verfügung stellte, ein Realverbrauch ermittelt werden sollte. Am Ende der Fahrt standen 4,3 Liter für 100 Kilometer auf dem Verbrauchsrechner. Das ist ein Wert, den vergleichbare Fahrzeuge, die mit mehr als 200 PS motorisiert sind, nicht einmal annähernd erreichen können. Nach dem Test musste der Akku aufgeladen werden und wies einen Nachladebedarf von 6,8 Kilowattstunden an Strom auf. Damit müssen zu den Kosten für den Benzinverbrauch von 4,3 Litern noch 1,80 Euro an Strom gezahlt werden. Auf den Benzinverbrauch umgerechnet entspricht das wiederum einem Realverbrauch von 5,4 Litern auf 100 Kilometern. Auch dieser Wert ist – unter echten Alltagsbedingungen getestet – sehr niedrig.

Audi A3 e-tron – Innenansicht (Bild: lev radin / Shutterstock.com)

Audi A3 e-tron – Innenansicht (Bild: lev radin / Shutterstock.com)





Anpassbares Fahrverhalten beim Plug-in-Hybrid




Der Reiz beim Plug-in-Hybrid liegt darin begründet, dass man als Fahrer das Fahrverhalten perfekt an den Alltag angleichen kann. Das Zusammenspiel der beiden Motoren – des Benziners und des Plug-in-Hybrids – lässt sich direkt vom Fahrer des Audi beeinflussen. Wer seinen Spritverbrauch gerne minutiös protokolliert, kann an der Optimaleinstellung des A3 e-tron hervorragend experimentieren. Auf dem Weg präsentiert Audi mit dem neuen A3 ab November 2014 für den Preis von unter 47.000 Franken ein Fahrzeug, welches auch den „Spieltrieb“ des Besitzers befriedigt. Aber auch abgesehen vom Motorenverhalten bekommt man jede Menge Auto vor die Tür geliefert.

Audi A3 e-tron – Frontansicht (Bild: Fingerhut / Shutterstock.com)

Audi A3 e-tron – Frontansicht (Bild: Fingerhut / Shutterstock.com)

Der Audi A3 e-tron startet im EV-Modus




Wenn der Audi gestartet wird, meldet sich zuerst der EV (electric vehicle)-Modus des e-tron, der 102 PS auf die Strasse bringt. Ein Drehmoment von 330 Newtonmeter treibt den A3 völlig lautlos nach vorne. Dabei besticht der A3 tatsächlich durch eine absolute Schleichfahrt und das Geräuschverhalten wurde in Ingolstadt lange austariert, um ein Geräusch zu unterbinden. Im EV-Fahrmodus bleibt der Benzinmotor mit 150 PS an Leistung völlig stumm. Aktiv wird er erst dann, wenn das Gaspedal in Form des Kick-downs betätigt wird oder die Geschwindigkeit die Marke von 130 Stundenkilometern überschreitet. In diesem Moment zündet der 1,4-Liter-Motor blitzartig und ohne wahrzunehmendes „Loch“. Der Elektromotor ist stark genug, dass er sich auch im Stadtverkehr behaupten kann, kommt aber an die Leistungswerte des BMW i3, des reinen E-Fahrzeugs aus München nicht ganz heran.

Audi A3 e-tron: Aufladezeit von 3 Stunden und 45 Minuten




Der Audi gibt seinem Fahrer ein völlig neues Erlebnis beim Autofahren. Optisch wird ein Standardfahrzeug pilotiert, das aber nur selten zu Besuchen an der Tankstelle anhalten muss. Dabei muss der Wagen – abhängig von der Entfernung zur Arbeitsstelle – ein oder zweimal aufgeladen werden. Der Ladevorgang an einer Standard-Steckdose nimmt 3 Stunden und 45 Minuten in Anspruch. Doch auch hier will Audi in nächster Zukunft ansetzen – über den Weg der Induktion. Hierbei wird wie bei der Aufladung eines Rasierapparates verfahren. Der Fahrer parkt seinen Audi über der sogenannten Induktionsfläche, wodurch der Ladevorgang ausgelöst wird. Ein Leistungsverlust der Ladung ist dabei kaum feststellbar und eine Strahlungsbelastung für das Umfeld ist nicht messbar. Geplant ist es, diese Form des Ladevorgangs in den kommenden drei Jahren zu realisieren. Als Plug-in-Hybrid ist der Audi jedoch auch in der Lage, während der Fahrt die Stromerzeugung vorzunehmen. Im Modus des Hybrid-Hold sorgt die Steuerung dafür, dass beide Motoren ihre Kraft übertragen und die Batterieladung des Akkus nicht tangiert wird. Der A3 e-tron von Audi ist, das lässt sich festhalten, eine richtig runde Sache und wird seinen Besitzern viel Freude bereiten.

 

Oberstes Bild: Im November will Audi seinen neuen A3 e-tron ausliefern. (© Darren Brode / Shutterstock.com)

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