Fahren im Herbst

10.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto
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Fahren im Herbst
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Wenn es Herbst wird, verändert sich die Landschaft. Das Grün der Bäume und Sträucher weicht einer betörenden Herbstfärbung, raschelndes Laub macht Strassen und Wege zu einem farbenfrohen natürlichen Teppich und die ersten Nebelschwaden zwischen den Bergen sorgen für eine geheimnisvolle Stimmung. Neben den schönen Seiten des Herbstes bringt dieser auch häufig nasses Wetter und stürmische Böen mit, die Dunkelheit hält am Morgen länger an und zieht am Abend eher ein.

Mit den Veränderungen in der Natur gehen auch Veränderungen im Verkehr einher. Radfahrer, Töff-Fahrer und Cabrios sind seltener zu sehen, Tiere mit oder ohne Jungwild dafür umso mehr. Dazu verwandelt sich der Strassenbelag mit einer Mischung aus Laub und Nässe für Fahrzeugführer oftmals zur gefährlichen Rutschbahn, die schon eine erste Ahnung vom bevorstehenden Winter aufkommen lässt. Jetzt gilt es, das Verhalten im Verkehr den veränderten Bedingungen anzupassen.

Mit Vorsicht geniessen

Besonders entspannte Ausflüge in eine sonnige herbstliche Landschaft lassen sich jetzt hervorragend geniessen. Bunte Laubwälder, schneller ziehende Wolken und aufregende natürliche Panoramen machen den Herbstausflug mit dem Velo, Motorrad oder Auto anders und die nach Herbst riechende Luft wirkt frisch und anregend. Die Freude an den Farben des Herbstes ist allerdings mit Vorsicht zu geniessen. Denn jetzt ist auch die Zeit schneller Veränderungen im Wetter und auf den Strassen.

Wer mittags noch seine Fahrt bei sonnig trockenem Wetter beginnt, findet sich ein paar Stunden später nicht selten im strömenden nasskalten Regen wieder. Unvermittelt schieben sich Wolken vor die ohnehin tiefer stehende Sonne und plötzlich kann es richtig dunkel werden. Dazu gesellt sich besonders auf wenig befahrenen Landstrassen oder in Siedlungsgebieten mit vielen Laubbäumen ein gefährlich schmieriger Strassenbelag, der das Fahren verändert.

Der Herbst kann also nicht nur von seiner schönen Seite gesehen, sondern muss auch mit Vorsicht genossen werden.






Im Herbst lassen sich entspannte Ausflüge in eine sonnige herbstliche Landschaft hervorragend geniessen. (Bild: Elena Elisseeva / Shutterstock.com)

Im Herbst lassen sich entspannte Ausflüge in eine sonnige herbstliche Landschaft hervorragend geniessen. (Bild: Elena Elisseeva / Shutterstock.com)

Das richtige Licht

Grundsätzlich ist das Fahren mit Tagfahrlicht ohnehin die gute Lösung, zusätzlich sollten jetzt immer auch die Abblendleuchten eingeschaltet sein. Das gilt auch für Länder, in denen das Fahren mit Licht auch bei Tag nicht ohnehin schon Pflicht ist. Beispielsweise in Deutschland.

Das richtige Licht ist am Tag grundsätzlich das Fahrlicht. Aufgeblendete Scheinwerfer sollten bei normaler Sicht und Gegenverkehr genauso vermieden werden wie Nebelscheinwerfer oder Nebelschlussleuchten. Letztere sind erst dann gefragt, wenn die Sichtweiten um die 50 Meter liegen. Dann darf ohnehin auch nur mit maximal Tempo 50 je nach konkreten Verhältnissen gefahren werden.

Im Herbst soll man unbedingt auf das richtige Licht achten. (Bild: Budimir Jevtic / Shutterstock.com)

Im Herbst soll man unbedingt auf das richtige Licht achten. (Bild: Budimir Jevtic / Shutterstock.com)

Wenn es um das richtige Licht geht, denken Sie bitte auch an die tiefer stehende Sonne, die jetzt noch am späten Vormittag oder schon am frühen Abend für echte Blendwirkungen sorgen kann. Eine gute Sonnenbrille ist eben nicht nur im Sommer die gute Ausrüstung im Auto.

Auf Schmierseife unterwegs

Herabgefallenes Laub, Nässe, Schmutz und die ersten Bodenfröste verbinden sich schnell zu einem rutschigen Gemisch, welches das Autofahren durchaus zur Herausforderung machen kann. Besonders deutlich wird das auf Kopfsteinpflaster, glattem Asphalt oder aber auch beim Anfahren bergauf oder plötzlichem Bremsen bergab. Auch scharfe Kurven können dann schnell zur unliebsamen Überraschung werden.

Herabgefallenes Laub, Nässe, Schmutz machen das Fahren im Herbst oft zu einer komplizierten Aufgabe. (Bild: Robert Red / Shutterstock.com)

Herabgefallenes Laub, Nässe, Schmutz machen das Fahren im Herbst oft zu einer komplizierten Aufgabe. (Bild: Robert Red / Shutterstock.com)

Grundsätzlich sollte jetzt den Sommerreifen ade gesagt werden. Auch dann, wenn vielleicht längst noch nicht mit Schnee und anhaltender Kälte zu rechnen ist, bieten Winterreifen mit einer härteren Gummimischung und stärkerem Profil bessere Chancen, unbeschadet auf der herbstlichen Schmierseife voranzukommen. Gerade nasses Laub setzt sich im eher flachen Profil der Sommerreifen schnell fest, so dass Sie bei geringeren Geschwindigkeiten schnell die Haftung zur Strasse verlieren.




Empfehlenswert ist jetzt auch eine deutlich herabgesenkte Geschwindigkeit, gerade dann, wenn nasses Laub oder plötzlich überfrierende Nässe die Strassen zur Rutschbahn macht. Ein Plus an Umsicht ist jetzt auch beim Kurvenfahren angesagt. Eine gute Empfehlung ist das Fahren mit geringen Drehzahlen und gedrosselter Geschwindigkeit. So wird von den angetriebenen Achsen weniger Kraft auf die Strasse übertragen und die Rutschgefahr wird geringer.

Veränderte Sichtverhältnisse beachten

Nicht nur Nebel und eine tiefer stehende Sonne beeinträchtigen die Sicht. Auch der spätere Sonnenaufgang und die früher einsetzende Dämmerung am Abend sorgen für veränderte Sichtverhältnisse. Ein gutes Stück Umgewöhnung ist auch jetzt gefragt, zumal auch Töff- und Velo-Fahrer im Herbst noch unterwegs sind.




Mit dem Einzug der kälteren Jahreszeit ändern sich auch die Kleidungsgewohnheiten der Leute. Waren im Sommer noch helle und bunte Kleidchen, luftige Shorts und flatternde Hemdchen angesagt, so wechselt jetzt das modische Bild zu eher dunklerer Kleidung. Damit werden auch Fussgänger auf den Strassen schlechter erkennbar, besonders bei Dunkelheit. Also Augen auf und doppelt konzentriert am Steuer! Vergessen Sie auch nicht, rechtzeitig das Licht einzuschalten, sofern Ihr Fahrzeug nicht über einen entsprechenden Sensor verfügt.




Einen extra Blick gönnen Sie jetzt auch den Scheibenwischern. Abgenutzte Wischerblätter tragen nicht zur besseren Sicht bei. Wechseln Sie diese rechtzeitig aus. Und vor Antritt der Fahrt überprüfen Sie, ob die Wischerblätter frei von Laub sind, denn ein kleines Blatt unter dem Wischer sorgt schnell für schlierige Scheiben mitsamt der verschlechterten Sicht.




Mit ein wenig Umsicht und erhöhter Vorsicht kommen Sie auf diese Weise auch durch einen Herbst, der leider nicht nur mit seiner bunten Farbenpracht begeistert, sondern auch ein insgesamt verändertes Fahrverhalten einfordert.

 

Oberstes Bild: Fahren Im Herbst stellt eine besondere Herausforderung dar. (© studio_chki / Shutterstock.com)

Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.


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