Basel-Stadt: Massive Erhöhung der Parkkartengebühren sorgt für Protest

Der Regierungsrat Basel-Stadt hat für das Jahr 2025 massiv erhöhte Benutzungsgebühren für Anwohner- und Pendlerparkkarten, abhängig von der Fahrzeuggrösse, angekündigt. Zur Erinnerung: Fahrzeuge bis 3.90m sollen neu anstatt CHF 284.- bald CHF 332.- kosten, bis 4.90m CHF zahlt man neu CHF 422.- und über 4.90m sogar CHF 512.-. Diese Beträge sollen 2027 nochmals auf bis zu CHF 740.- erhöht werden.

Pendler zahlen neu: CHF 860.-, CHF 950.- und CHF 1’040.-.Der TCS beider Basel hat sich sofort nach Ankündigung der Massnahme gegen diese horrende Preissteigerung gewehrt, die sozialunverträglich und familienunfreundlich ist. Speziell betroffen sind Familien mit mehreren Kindern, die auf grössere Fahrzeuge angewiesen sind. Zudem wird die Erhöhung der Pendlerparkkarten die Attraktivität von Basel als Arbeitsort weiter verschlechtern. Es ist zudem nicht einsehbar, warum nur eine Fahrzeugkategorie (PW) für die Allmendnutzung zahlen muss und anderen Fahrzeugarten keine Gebühren auferlegt werden.

Der TCS hat sich deshalb an den Preisüberwacher gewandt. Nun stellt sich heraus: Der Preisüberwacher hatte der Regierung in einer Empfehlung von dieser massiven Erhöhung abgeraten! In seiner Stellungnahme setzte der Preisüberwacher den Maximalpreis auf CHF 322.- pro Jahr, die Tageskarte auf CHF 10.- fest. Der Regierungsrat ist dieser Empfehlung jedoch nicht gefolgt und hat in Eigenregie die horrende Preiserhöhung beschlossen.
Die übertriebene Erhöhung der Parkkartengebühren ist ungerechtfertigt. Der TCS beider Basel fordert deshalb den Regierungsrat vehement dazu auf, diese unsoziale Gebührenerhöhung zurückzunehmen.

 

Quelle: Touring Club Schweiz
Bildquelle: Maykova Galina/Shutterstock.com

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