Frische Farbe, mehr Auto

28.03.2014 |  Von  |  Auto
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Wer ernsthaft glaubt, dass ein Auto „nur ein Fortbewegungsmittel“ sei, der hat die Philosophie des Fahrens nicht verstanden. Ein Auto ist zuallererst die Visitenkarte seines Besitzers. Das gilt für jeden Autofahrer – auch für die mit den heruntergekommenen Kisten. Nicht umsonst sind deren Fahrer zumeist echte Lebenskünstler.

Ganz anders sind dagegen die Liebhaber, die ihr Auto bewusst in einem schönen Zustand halten. Ein aufgefrischtes Auto ist in jedem Fall ein Hingucker, mit dem man sich nicht blamieren wird. Auch Wiederverkäufer wissen, dass ein Auto zum grössten Teil über die Optik gekauft wird. Wir stellen drei Wege vor, mit denen ein Auto wieder im neuen Glanz erstrahlen kann.



1. Die Politur

Der preiswerteste und schnellste Weg, ein altes Auto wieder aufzufrischen, ist die Politur. Sonne und schleifende Staubpartikel setzen dem besten Lack mit den Jahren so zu, dass sein alter Glanz nur noch erahnt werden kann. Mit einer Politur werden die Unebenheiten aus der alten Farbe mikrometerweise herausgeschliffen. Es hängt von der Übung und dem Geschick ab, ob man sich selbst an einer Politur versuchen möchte.

Zuerst wird das Auto gründlich gewaschen. Idealerweise geht der Politur eine Behandlung mit Lackreiniger voraus. Dieser wird einfach aufgetragen und mit einem weichen Tuch verrieben. Für die Politur sucht man sich einen wolkigen Tag aus oder stellt das Auto in den Schatten. Pralle Sonne lässt die Politur zu schnell trocknen. Anschliessend wird das Auto Stück für Stück poliert. Ein Spritzer aufs Blech und mit einem Mikrofasertuch kräftig in kreisförmigen Bewegungen verreiben. Das Ergebnis stellt sich unmittelbar ein.

Zwei grosse Fehler kann man beim Polieren immer machen: Schmiert man das ganze Auto zuerst mit Politur ein, bevor man mit dem Verreiben beginnt, wird der grösste Teil des Mittels eintrocknen. Hart geworden hat die Politur keine Wirkung mehr, sie schadet dem Lack eher. Der zweite Fehler ist die Wahl einer ungeeigneten Poliermaschine. Billige Poliermaschinen für unter zweihundert Franken neigen zum Überhitzen und Ausfallen. Ganz falsch ist es, auf einen Winkelschleifer eine Polierscheibe zu montieren. Diese dreht sich viel zu schnell und kann auch mit einem weichen Schaumgummi den Lack bis auf die Grundierung herunterschleifen.



Möchte man maschinell polieren, sollte man auf ein professionelles Gerät von einer bekannten Marke zurückgreifen. In gut sortierten Baumärkten lassen sich diese Maschinen auch für wenig Geld mieten.



Ein professioneller Aufbereiter wird jedoch stets bessere Ergebnisse liefern, als es ein Laie erreichen kann. Für eine komplette Aufbereitung inklusive Politur muss man mit ca. dreihundert Franken rechnen. Das Ergebnis wird es aber in jedem Fall wert sein. 

Polieren-kurhan-Shutterstock.com

Möchte man maschinell polieren, sollte man auf ein professionelles Gerät von einer bekannten Marke zurückgreifen. (Bild: kurhan / Shutterstock.com)

2. Lackieren



Tiefe Kratzer, abgeplatzter Lack und Beulen, welche gespachtelt werden müssen, können nicht mehr auspoliert werden. Hier hilft nur noch Lack. Um es vorwegzunehmen: Zum Lackieren sind Erfahrung, Wissen, Ausrüstung und eine geeignete Halle notwendig. Auch wenn es nur um kleinste Kratzer geht, als Laie richtet man mit Pinsel und Sprühpistole stets mehr Schaden als Nutzen an. Man kann jedoch die Arbeit eines professionellen Lackierers erheblich verbilligen, wenn man ihm die notwendigen Vorarbeiten abnimmt.

Der Ausbau von Teilen wie Blinker, Rückspiegel, Zierleisten oder Scheinwerfer bilden hierbei den Anfang. Bauteile, welche man nicht abbauen kann oder möchte, müssen abgeklebt werden. Dazu zählen vor allem die Scheiben. Wer sich noch mehr zutraut, kann sich am Ausspachteln und Beischleifen von Beulen und Kratzern versuchen. Je nach Umfang der Reparaturstelle, bilden das Füllern und anschliessende Nassschleifen die idealen Voraussetzungen für ein gutes Lackierergebnis. Je mehr am Fahrzeug lackiert werden soll, desto mehr kann man durch die Eigenleistungen sparen. Das kann bis zur Hälfte der gesamten Kosten ausmachen, ist aber auch entsprechend viel Arbeit.

3. Schnell, individuell und preiswert – Wrapping

Neben dem Auffrischen und dem Lackieren hat sich in den letzten Jahren ein drittes Verfahren durchgesetzt. Das Wrapping. Es bezeichnet das Bekleben eines Autos mit einer durchgängigen Folie. Neben einer sehr breiten Palette an möglichen Farben, Strukturen und Tönen ist das Wrapping auch im individuellen Farbdruck verfügbar. Dies ist eine besonders günstige Möglichkeit, sein Fahrzeug in einem besonders auffälligen und scheinbar aufwendigen Look erscheinen zu lassen.

Das Wrappen eines Fahrzeugs ist nicht übermässig schwer und schon gar kein Lehrberuf. Mit ein wenig Übung und der Zuhilfenahme einer professionellen Anleitung können geschickte Heimwerker sich dies selbst aneignen.

Das Wrappen hat einige erhebliche Vorteile: Es ist wesentlich schneller und preiswerter als das Lackieren. Das Ergebnis ist von einer professionellen Lackierung kaum zu unterscheiden. Schliesslich ist es ein hervorragender, zusätzlicher Schutz für den vorhandenen Lack.

Das Wrapping ist daher auch für Leasingfahrzeuge und für Taxis sehr zu empfehlen. Läuft der Leasingvertrag ab, kann man einfach die Klebefolie abziehen und gibt ein Fahrzeug im besten Frischlack an das Leasingunternehmen zurück. Taxiunternehmen haben den Vorteil, dass sie mit dem Wrappen ihre Fahrzeuge für den Taxibetrieb farblich gestalten können. Soll das Auto aber verkauft werden, wird die Folie entfernt und nichts an dem Auto erinnert mehr an seine Vergangenheit als Funkmietwagen.



 

Oberstes Bild: © bogdanhoda / Shutterstock.com

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