Die richtige Pflege fürs Auto nach dem Winter

17.03.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto
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Die richtige Pflege fürs Auto nach dem Winter
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Wenn die ersten Blumen blühen, die Bäume langsam wieder ihre Blätter bekommen und die Tage tendenziell länger werden, wird es nicht nur im Eigenheim Zeit für einen Frühjahrsputz. Auch das eigene Auto benötigt nach dem Winter ganz besondere Aufmerksamkeit.

Mit einer einfachen Autowäsche ist es in den seltensten Fällen getan, denn die kalte Jahreszeit unterzieht das Auto nicht nur äusserlich einem besonders intensiven Stresstest. Mit diesen Tipps zur Pflege wird Ihr Wagen auch nach dem Winter wieder startklar für die angenehm warme Zeit des Jahres.



Wellness für den Wagen

Staub, Streusalz und Reste von Matsch und Schnee können dem Lack erheblichen Schaden zufügen. Der Gang zur Waschanlage kann zwar die gröbsten Verunreinigungen entfernen, ist aber nicht als Tiefenkur für den Wagen zu betrachten. Viel mehr sollte der Lack gezielt gepflegt werden, idealerweise noch vor dem Gang in die Waschanlage.

Mit einem Hochdruckreiniger können Restpartikel punktuell entfernt werden. Durch den hohen Druck lösen sich diese schneller vom Lack. Rückstände werden vermieden, der gröbste Dreck wird derweil später durch die Waschanlage abgetragen. Der Hochdruckreiniger sollte genutzt werden, noch bevor Lappen und Bürste mit dem Lack in Verbindung gebracht werden. Befinden sich zu viele dieser Partikel am Wagen, kann ein Lappen schnell wie Schmirgelpapier wirken und dem Lack erheblichen Schaden zufügen.

Bestehen bereits Schäden am Lack können diese mit einem Lackstift nachträglich ausgebessert werden. Nach der Ausbesserung sollte die Farbe unbedingt konserviert werden, idealerweise herrschen mindestens 15 Grad. So wird die Bildung von Rost unterbunden, die Farbe kann stattdessen richtig durchhärten.



Ebenfalls sollte nach dem Winter der Innenraum richtig ausgetrocknet werden. Die kalten Temperaturen in Verbindung mit Tau und einer hohen Luftfeuchtigkeit, sorgen auch im Inneren des Autos für viel Feuchtigkeit. Die wird meistens erst dann bemerkt, wenn die Scheiben des Autos bei zunehmend wärmeren Aussentemperaturen beschlagen. Fussmatten, Teppiche und andere Utensilien, die einfach aus dem Auto herausgenommen werden können, sollten über längere Zeit in der strahlenden Sonne ausgetrocknet werden. Währenddessen empfiehlt es sich, möglichst oft mit gekipptem Schiebedach oder einem geöffneten Fensterspalt zu fahren, damit die Feuchtigkeit durch den kontinuierlichen Luftaustausch langsam aus dem Auto herausziehen kann. So wird auch ein modriger Duft im Innenraum vermieden, während die Luft allgemein eine höhere und erträglichere Qualität erhält. Demnach empfiehlt sich das Austrocknen auch für Allergiker.



Winterutensilien und wartungsintensive Teile entfernen



Typische Winterutensilien wie Schneeketten, Eiskratzer und Streusand sollten aus dem Auto entfernt werden. Diese besitzen nicht nur eine hohe Feuchtigkeit, sondern machen den Wagen auch unnötig schwer, was wiederum zu einem gesteigerten Spritverbrauch führt. Allein 30 Kilogramm Mehrgewicht können gemäss Faustregel ungefähr 0,1 Liter Mehrverbrauch auf 100 Kilometer verursachen. Das Auto zu entrümpeln lohnt sich also auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Zugleich können alte Zubehörteile durch neue Utensilien ersetzt werden, beispielsweise die Warnweste oder der Notfallkoffer. Indem das Auto am Anfang des Frühlings noch einmal gründlich einer Eigeninspektion unterzogen wird, können später potentielle Bussgelder wirksam verhindert werden.

Sind Kunststoffflächen im Innenraum des Autos ebenfalls verschmutzt, zum Beispiel indem sie über den Winter häufig als Ablage genutzt wurden, können diese mit einem feuchten Lappen und etwas Spülmittel gereinigt werden. Aggressive Haushaltsreiniger sollten auf keinen Fall genutzt werden, andererseits ist die Kombination aus Wasser und Spülmittel wesentlich günstiger als professionelle Reiniger.

Besonders wartungsintensive Einzelteile sollten direkt nach dem Winter ausgetauscht werden. Insbesondere der Pollenfilter im Auto muss nahezu jährlich ersetzt werden, um tatsächlich ideale Filterergebnisse zu gewährleisten. Er gehört nicht nur zu den wartungsintensivsten Einzelteilen, sondern ist für Allergiker in der Pollensaison auch unabdingbar. Der Pollenfilter garantiert eine angenehme und zuweilen auch sichere Fahrt. Der Austausch kann problemlos von jeder Fachwerkstatt durchgeführt werden. Eigenhändig sollte er nur dann getauscht werden, wenn das nötige fachliche Knowhow tatsächlich besteht.

Wirtschaftliche Vorteile dank dem Frühjahrsputz

Nach dem Innenraum, Unterboden und Lack muss womöglich auch der Motor gereinigt werden. Salzreste und anderer rostfördernder Schmutz setzen sich schnell an Kabeln und in verwinkelten Ecken fest. Eine Motorwäsche sollte ebenso nur dann ausgeführt werden, wenn das nötige Fachwissen vorhanden ist. Laien können andernfalls schnell Kabel oder Leitungen beschädigen, auch sensible Steuergeräte müssen mit einer gewissen Vorsicht und Raffinesse angepackt werden.

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Reinigung der Felgen, vor dem Abnehmen der Winterreifen. (Bild: staras / Shutterstock.com)

Die professionelle Motoreinigung wird vom Fachmann übernommen, die Preise können je nach Werkstatt schwanken. Eigenständig kann hingegen die Reinigung der Felgen erfolgen. Diese sollten noch behandelt werden, bevor die Winterreifen wieder abgenommen werden. Ein säurefreier Reiniger entfernt Rückstände und sorgt dafür, dass keine dauerhaften Spuren und Kratzer entstehen können. Nachbehandelt wird über ein einfaches, weiches Tuch, idealerweise aus Mikrofasermaterial.

Der Frühjahrsputz für das Auto hat längst nicht nur optische Vorteile. Auch wirtschaftlich macht er Sinn. Denn wird das Auto nach dem Winter umfassend gereinigt, wird zugleich auch Werterhalt betrieben. So kann das Auto in einigen Jahren zu einem höheren Wert verkauft werden, während dauerhafte und kostenintensive Schäden im Vorfeld vermieden werden.



 

Oberstes Bild: © winnond – Shutterstock.com



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