Nicht jedes Familienauto erweist sich als familientauglich

15.08.2019 |  Von  |  Auto, News
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Nicht jedes Familienauto erweist sich als familientauglich
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Nicht jeder Kindersitz passt in jedes Auto. Deshalb hat der TCS verschiedene Familienautos auf ihre Kindertransportfreundlichkeit untersucht.

Unter die Lupe genommen wurden 18 Kompaktwagen, Kombis und SUV’s im Preissegment bis ca. 50´000 CHF. Lediglich bei vier davon liessen sich im Fond drei Kindersitze installieren.

Wie viele Kinder gleichzeitig in einem Fahrzeug transportiert werden können und wie einfach die Installation eines Kindersitzes ist, wird aus dem Prospekt nicht ersichtlich. Der TCS testet deshalb in regelmässigem Abstand verschiedene Familienfahrzeuge auf ihre Kindertransportfreundlichkeit. Mit dem diesjährigen Test durchliefen bereits 165 Fahrzeuge diese Testserie.

Bei vier von 18 Fahrzeugen können drei Kindersitze im Fond installiert werden

Bei den meisten getesteten Fahrzeugen lassen sich in der zweiten Reihe problemlos zwei Kindersitze installieren. Die Montage eines dritten Kindersitzes in der zweiten Reihe ist aber nur bei wenigen Fahrzeugen einfach möglich. Im TCS-Test schafften dies der Citroën Berlingo, der Opel Combo und der Peugeot Rifter. Relativ einfach war die Montage eines Kindersitzes in der Mitte der zweiten Sitzreihe auch beim Citroën C5 Aircross, gemäss Bedienungsanleitung ist der mittlere Sitz aber nicht für Kindersitze mit Stützfuss zugelassen. Auch in den 14 übrigen getesteten Fahrzeugen ist die Montage eins Kindersitzes auf dem mittleren Sitz der zweite Reihe möglich, allerdings reichen die Platzverhältnisse lediglich nur noch für einen Sitzerhöher ohne Lehne aus.

Den Beifahrersitz wenn möglich vermeiden Der TCS empfiehlt die Kinder wenn möglich im Fond zu sichern. Idealerweise reisen Kinder auf den äusseren Sitzplätzen in der zweiten Reihe. Auf dem Beifahrersitz sollte nur dann ein Kind mitreisen, wenn hinten bereits alle Sitzplätze belegt sind. Wenn es darum geht, den Beifahrersitz mit einem rückwärtsgerichteten Kindersitz auszurüsten, muss der Beifahrerairbag zwingend deaktiviert werden. Bei vorwärtsgerichteten Kindersitzen kann der Airbag aktiv bleiben, wenn der Sitz auf einer hinteren Position eingestellt ist.

Dank Probefahrt zum geeigneten Familienfahrzeug Fahrzeuge die im TCS-Test die Gesamtnote „sehr empfehlenswert“ oder „hervorragend“ erhalten haben (vier oder fünf Sterne), eignen sich für den Transport von mehreren Kindern. Werden jedoch nicht mehr als zwei Kinder transportiert, kann sich auch bereits ein Fahrzeug eignen, welches im Test mit „bedingt empfehlenswert“ (zwei Sterne) bewertet wurde. Trotzdem haben viele Autos noch Verbesserungspotenzial bezüglich Familienfreundlichkeit. Das zeigen die teilweise restriktiven oder auch widersprüchlichen Bedienungsanleitungen. Dazu kommen bei diversen Autos eine unbefriedigende Zugänglichkeit zu Isofix- und Top Tether-Verankerungen sowie kurze Sicherheitsgurte. Um das passende Familienauto zu finden, sollte auf jeden Fall zuerst eine Probefahrt mit Kindern und Kindersitzen organisiert werden.

 

Quelle: Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero – TCS
Titelbild: obs/Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero – TCS

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