Mazda stellt den MX-5 vor

16.09.2014 |  Von  |  Auto, Mazda
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In Zeiten der sinkenden Verkäufe von Cabrios und anderen Problemen bringt Mazda jetzt den MX-5 in den Handel. Warum sich der asiatische Konzern dennoch ausreichend hohe Stückzahlen von dem Wagen verspricht, erläutern wir Ihnen in diesem Artikel.

Dabei hat der Wagen vor allem den ausländischen Markt im Visier, denn insbesondere im Heimatland Japan können Cabrios nur noch wenige Autofahrer mitreissen. Auch der MX-5 wird daran wahrscheinlich trotz seines tollen Designs und drastischen Verbesserungen hinsichtlich der Technik nichts ändern – aber das liegt nicht am Wagen selbst.



Wer fährt noch Cabrio?

Peugeot 208 als Variante ohne Dach? Gestrichen. Der VW Eos wird wahrscheinlich ebenfalls der einzige seiner Klasse bleiben, Ford wird sein hauseigenes Cabrio auch nicht mehr mit einer Modellpflege ausstatten. In nur zehn Jahren ist die Nachfrage nach den Wagen, die ursprünglich für Sommer, Sonne und Party standen, auf der ganzen Welt um 44 Prozent eingesackt. Das reicht pro Jahr noch immer für einen Absatz von etwa 500’000 Modellen, aber wirklich grosse Gewinne lassen sich mit den Autos ohne Dach offenbar nicht mehr generieren – und genau in dieser Zeit lässt Mazda den MX-5 aus den Werkshallen rollen. Dabei zeigt man sich selbstbewusst: In drei Metropolen dieser Welt – Barcelona, Tokio und Monterey – wurde der Flitzer gleichzeitig vorgestellt. Viel Wirbel um nichts?

Nein, so kann man es nicht ausdrücken. Vor genau 25 Jahren wurde der erste MX-5 von Mazda vorgestellt, seitdem wurden fast 1’000’000 Stück verkauft, womit das Cabrio der alleinige Rekordhalter in dieser Disziplin ist. Mancherorts wird das Mazda-Auto daher auch als Retter des Roadsters beschrieben – und als Vorbild für heute allseits bekannte Wagen wie etwa den Audi TT oder auch den Porsche Boxster. Mit anderen Worten: Mazda veranstaltet zwar viel Lärm im Zusammenhang mit der MX-5-Enthüllung, aber diesen hat sich das Cabrio auch redlich verdient.

Der neue Mazda MX-5, ausgestellt auf Canadian International Auto Show 2014 (Bild: Lord of the Wings, Wikimedia, CC)

Der neue Mazda MX-5, ausgestellt auf Canadian International Auto Show 2014 (Bild: Lord of the Wings, Wikimedia, CC)




Das Sterben der Cabrios



Einfach wird die Wiederbelebung des Cabrios dabei nicht, denn die Probleme fallen sehr variabel aus:

  • SUV- und auch nicht eindeutig zu definierende Crossover-Fahrzeuge verdrängen das klassische Cabrio immer weiter in eine Nische – und mit Nischenwagen lassen sich natürlich selten grosse Umsätze erzielen.
  • Vor zwei Jahrzehnten, zu den Boom-Zeiten des Cabrios, zählten besonders Frauen zur Zielgruppe dieser Fahrzeuge. Inzwischen haben diese sich jedoch zu Gunsten von Kleinwagen und Stadtflitzern dem Cabrio abgewendet.
  • In den klassischen Wachstumsmärkten – China, Indien, Argentinien – kann das Cabrio aufgrund hoher Temperaturen nur selten ansprechend genutzt werden, entsprechend verhalten fällt dort das Interesse aus. Cabrios an den glutheissen Stränden von Brasilien? Eher unwahrscheinlich.
  • Nicht zuletzt gab es einen Innovationsstau: Wer heute ein Cabrio mit einem Modell von vor 20 Jahren vergleicht, wird zwar die übliche technische Entwicklung erkennen können. Cabrio-exklusive Innovationen sind jedoch weitgehend ausgeblieben, sodass diese Modelle kaum Aufmerksamkeit erfahren können.
Der neue Mazda MX-5 – Heckansicht (Bild: Lord of the Wings, Wikimedia, CC)

Der neue Mazda MX-5 – Heckansicht (Bild: Lord of the Wings, Wikimedia, CC)

Naht der Heilsbringer?



Wenigstens jenen mangelhaften Innovationen möchte der MX-5 begegnen: Viele Bauteile bestehen nun aus Aluminium, der Wagen wurde etwas kompakter gestaltet und an einigen Stellen wurde auch auf eine Kunststoffmischung gesetzt, um das Gewicht des Cabrios noch weiter zu reduzieren. Als Motoren stehen von Anfang an zwei Varianten mit jeweils 1,5 Litern und 2,0 Litern zur Verfügung, die Leistung beläuft sich dadurch auf 130 und 160 PS. Weiterhin hat man ein wenig an der Ergonomie geschraubt: Der Schwerpunkt wurde näher an den Asphalt gebracht, der Fahrer sitzt jetzt ausserdem etwas weiter hinten. Insgesamt soll das für einen spürbaren Zugewinn an Dynamik und Sportlichkeit sorgen, der MX-5 will also wieder das Segment aufrütteln, welches inzwischen die Roadster übernommen haben.

Aus den Fehlern des Vorgängers will man angeblich auch gelernt haben: Damals, im Jahr 2006, musste sich Mazda Kritik gefallen lassen, als die Verwendung eines Kunststoff-Dachs bekannt wurde. Es würde angeblich nicht zum Image des Wagens passen, der seit jeher mit einem Textilverdeck ausgeliefert wurde – und damit hatten die Käufer und Fans des MX-5 auch Recht. Das Dach wurde gestrichen, das neue Cabrio präsentiert sich jetzt wieder hochgradig puristisch. Angenehm ist auch die Tatsache, dass die Grundausführung gerade einmal 30’100 Franken kosten wird – was wirklich nicht zu viel verlangt ist. Bis der Wagen hierzulande auf den Markt kommt, wird übrigens noch etwa ein Jahr vergehen.

Der neue Cabrio-Boom?

Trotz des Lobgesangs dürfte es Mazda schwerfallen, mit dem MX-5 an die guten, alten Zeiten anzuknüpfen. Das liegt gar nicht einmal an dem Wagen selbst, sondern an den erwähnten Erwartungen der Kunden und dem Image des Cabrios – denn es ist derzeit einfach nicht gefragt. Um das zu ändern, braucht es jedoch nicht hervorragende Technik, sondern vor allem funktionierendes Marketing im Wechsel der Zeit.



 

Oberstes Bild: Mazda stellt den neuen MX-5 vor (© Dong liu / Shutterstock.com)



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