Kapo-Ratgeber: Was man über die Pannenstreifenbenutzung wissen sollte

23.08.2018 |  Von  |  Auto, News
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Kapo-Ratgeber: Was man über die Pannenstreifenbenutzung wissen sollte
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Bestenfalls sind Sie nie darauf angewiesen, den Pannenstreifen zu benutzen. Doch wann darf ich diesen überhaupt befahren und wie muss ich mich dann verhalten?

Der Kapo-Ratgeber klärt auf.

Vorab sei gesagt, dass der Pannenstreifen nur im Notfall befahren werden darf. Dazu zählen beispielsweise technische Schwierigkeiten mit dem Fahrzeug oder medizinische Probleme.

Wer telefonieren oder beispielsweise eine Karte lesen will, um die richtige Ausfahrt zu erwischen, der darf den Pannenstreifen nicht befahren. Und was ist, wenn es vor mir staut, aber ich sowieso die nahegelegene Ausfahrt nehmen will? Darf ich die letzten hundert Meter auf dem Pannenstreifen nach vorne fahren?

Die Antwort lautet nein – dies ist verboten und hat mindestens eine Busse von 140 Franken zur Folge. Je nach Länge der zurückgelegten Strecke auf dem Pannenstreifen kann es aber zu einer Verzeigung oder sogar zum Entzug des Führerausweises kommen. Als einzige Ausnahme und als Notfall kann angesehen werden, wenn zu Hauptverkehrszeiten der Verkehr auf einer Ausfahrt bis auf die Autobahn zurückstaut. Setzen Sie die Stauschlange unbedingt auf dem Pannenstreifen fort – halten Sie die Normalspur auf der Autobahn in jedem Fall frei!



Bei einer Panne auf der Autobahn sollte man versuchen, das Fahrzeug so gut wie möglich auf den Pannenstreifen zu lenken. Keinesfalls sollte man auf dem Normal- oder Überholstreifen anhalten, denn dies ist beim heutigen Verkehrsaufkommen lebensgefährlich.

Doch auch der Pannenstreifen ist gefährlich, da man von zu knapp vorbeifahrenden Fahrzeugen erfasst und mitgerissen werden kann. Auch können unaufmerksame Fahrzeugführer auf Pannenfahrzeuge auffahren.

Deshalb sollte man sich nach dem Verlassen des Fahrzeugs unverzüglich hinter die Leitplanke begeben, von wo aus man per Notrufsäule (Sie sind so leichter lokalisierbar) oder per Handy Hilfe aufbieten kann. Dabei sollte man stets eine Warnweste tragen – diese gehört standardmässig in jedes Fahrzeug und ist ausser in der Schweiz in fast ganz Europa obligatorisch mitzuführen.

Wir raten Ihnen ausserdem davon ab, auf einer stark befahrenen Autobahn grössere Reparaturen, wie beispielsweise einen Reifenwechsel, selbst durchzuführen, denn dies ist überaus gefährlich. Überlassen Sie dies Profis, welche sich tagtäglich im Verkehr bewegen und das Risiko daher besser abschätzen können.

Wir hoffen, dass Sie diese Tipps im besten Fall niemals benötigen und wünschen Ihnen weiterhin gute Fahrt.

Gerne informieren wir Sie im nächsten Kapo-Ratgeber zu einem neuen Thema.

Alle unsere Kapo-Ratgeber finden Sie übrigens unter diesem Link.

 

Quelle (Text + Grafik): Kantonspolizei St.Gallen / Facebook
Titelbild: Oscity – shutterstock.com

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