IAA 2018: Konzept „Seating tomorrow“ von Recaro für den digital vernetzten Lkw

20.09.2018 |  Von  |  Autonomes Fahren, LKW, News
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IAA 2018: Konzept „Seating tomorrow“ von Recaro für den digital vernetzten Lkw
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Passend zum Messemotto der 67. IAA Nutzfahrzeuge, „Driving tomorrow“ zeigt Recaro mit seinem Demonstrator „Seating tomorrow“ Denkansätze zum Sitzen im autonom fahrenden Nutzfahrzeug von morgen und bietet dabei neue Sitzerlebnisse im Umfeld kommender Mobilitätskonzepte.

Mit innovativen Lösungen schafft Recaro die Voraussetzungen, Sitzsysteme auf veränderte Anforderungen im digital vernetzten Lkw vorzubereiten.

Der Truck der Zukunft fährt zunehmend autonom. Der Einsatz automatisierter, digital vernetzter und reichweitenstarker Fahrerassistenzsysteme wird die Sicherheit und den Komfort steigern, während sich gleichzeitig die Rolle des Profifahrers verändert.

„Wir greifen mit der Ausrichtung unseres Sitzkonzepts auf autonomes Fahren und alternative Güterverkehrssysteme wie Platooning diese zentralen Zukunftstreiber der Nutzfahrzeugindustrie auf. Wir geben aber auch Antworten auf eine der kritischsten Herausforderungen im Transportgewerbe, den Fahrermangel. Mit unserem Fokus auf Komfort, gesunderhaltende Sitzqualität und exzellente Ergonomie positionieren wir den Fahrersitz als hochwertigen Arbeitsplatz, der auch neue Nutzungsanforderungen innerhalb der Kabine erfüllt“, sagt Dr. David Herberg, Executive Director Commercial Vehicle Seating.

Der Recaro Demonstrator „Seating tomorrow“ besteht aus Fahrer- und Beifahrersitz und simuliert die Kabinensituation mittels eines angedeuteten Cockpits. Der Fahrersitz adressiert mit seinem Premium-Design und neuen Komfort-Features wie längseinstellbaren Armlehnen und verschiedenen Massageprogrammen die steigende Nachfrage des Marktes nach einer Aufwertung des Fahrer-Arbeitsplatzes in Richtung „angenehmes, exklusives Sitzerlebnis“.

Neben der Fahrposition sind auf Knopfdruck zwei weitere voreingestellte Positionen anwählbar: In der Relaxposition lässt sich der Fahrersitz um 45 Grad zur Beifahrerseite drehen und wird so beispielsweise zum komfortablen Arbeitsplatz, an dem der Fahrer in entspannter Haltung ein Laptop nutzen oder kommunizieren kann. Die Lehne des Beifahrersitzes lässt sich ergänzend umklappen und in eine ebene Ablagefläche verwandeln.


In der Relaxposition lässt sich der Fahrersitz um 45 Grad zur Beifahrerseite drehen und wird so beispielsweise zum komfortablen Arbeitsplatz, an dem der Fahrer in entspannter Haltung ein Laptop nutzen oder kommunizieren kann.

In der Relaxposition lässt sich der Fahrersitz um 45 Grad zur Beifahrerseite drehen und wird so beispielsweise zum komfortablen Arbeitsplatz, an dem der Fahrer in entspannter Haltung ein Laptop nutzen oder kommunizieren kann.


In der Ruheposition kann der Fahrersitz um weitere 45 Grad zum Beifahrersitz gedreht werden, zusätzlich lässt sich in dieser Einstellung die Lehne weit nach hinten neigen. In der Kombination wird aus dem ebenfalls gedrehten und geklappten Beifahrersitz eine komfortable Beinauflage – damit entsteht eine bequeme Ruheliege, die durch ein zusätzliches (abnehmbares) Leder-Kopfkissen individuell anpassbar ist. Sowohl die Relax- als auch die Ruheposition können ausschliesslich bei abgestelltem Lkw-Motor genutzt werden.


Die Programme zur Fahrer-Aktivierung und dem Monitoring von Körperfunktionen können in der Fahrposition, aber auch in der Relax- und Ruheposition während der Standzeiten des Lkw genutzt werden.

Die Programme zur Fahrer-Aktivierung und dem Monitoring von Körperfunktionen können in der Fahrposition, aber auch in der Relax- und Ruheposition während der Standzeiten des Lkw genutzt werden.


Bei Recaro Produkten für Nutzfahrzeuge nimmt das nachhaltig gesunderhaltende Sitzen eine zentrale Rolle ein. Zur weiteren Verbesserung des ergonomischen Sitzkomforts, der Fahrer-Aktivierung und dem Monitoring von Körperfunktionen bietet der Demonstrator „Seating tomorrow“ deshalb eine Reihe innovativer, digital gesteuerter Massage- und Mobilisationsprogramme an. Sie können in der Fahrposition, speziell auf Langstrecken während der automatisierten Kolonnenfahrt (Platooning), ebenso wie in der Relax- und Ruheposition während der Standzeiten des Lkw genutzt werden.

So werden im Drive-Modus Luftkammern in Sitzkissen und Rückenlehne aufgeblasen und wieder entleert, um beispielsweise in Mikrobewegungen das Gehen zu simulieren – und damit die Rückenmuskulatur zu entspannen, die Bandscheiben zu entlasten und besser mit Nährstoffen zu versorgen. Im Relax-Modus stehen wellen- oder schlangenlinienförmige Anregungsmuster zur Wahl.

Im Ruhe-Modus kann unter anderem ein Wechseltakt-Massageprogramm aktiviert oder der Rücken in einer Wellenbewegung sanft massiert werden. Der Fahrersitz im Recaro Demonstrator ist ausserdem in der Lage, Vitalwerte des Fahrers zu erfassen: Über Sensoren können in der Messeanwendung zum Beispiel Herzschlag und Bewegungsfrequenz im Sitz gemessen werden. In kundenspezifischen Anwendungen könnten diese Daten beispielsweise mit Mobilisations- und Massageprogrammen gekoppelt werden, um Ermüdung gezielt entgegenzuwirken.

Auch bei den Bedienkonzepten geht Recaro innovative Wege: Der Demonstrator auf IAA 2018 kann zum einen über einen Tablet-Computer gesteuert werden und simuliert so die in einer Serienanwendung mögliche Integration ins digitalisierte Kabinenumfeld, etwa via Touchscreen im Cockpit.

Als zweites Bedienkonzept hat Recaro ein intuitives Ein-Hand-Bedienelement entwickelt, das ebenfalls symbolisch für zukünftige kundenspezifische Serienlösungen steht: Ähnlich wie die Multifunktionselemente im Pkw lässt es sich drehen, drücken oder ziehen und steuert damit alle Sitzeinstellungen – für den Fahrer ein erheblicher Komfortgewinn, für den Truckhersteller ein grosses Plus in Sachen Raumökonomie.

Titelbild: Der Demonstrator „Seating tomorrow“ bietet zur weiteren Verbesserung des ergonomischen Sitzkomforts und der Fahrer-Aktivierung eine Reihe innovativer, digital gesteuerter Massage- und Mobilisationsprogramme an.

 

Quelle: Recaro Automotive Seating
Artikelbilder: obs/Recaro Automotive Seating

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