Einparkhilfen: Welche ist die beste Variante?

09.07.2014 |  Von  |  Allgemein, Auto, Zubehör
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Einparkhilfen: Welche ist die beste Variante?
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Eine Einparkhilfe ist ein nützliches Hilfsmittel, welches die Fahrsicherheit erhöht. Auf dem Markt sind verschiedene Modelle erhältlich, die mit Kameras oder anderen Sensoren ausgestattet sein können. Doch für welche Variante sollten Sie sich entscheiden? Reicht ein akustisches Signal aus oder ist eine optische Anzeige zu empfehlen?

Sensoren berechnen den Abstand zu Objekten, welche sich hinter dem Fahrzeug befinden, und erzeugen ein akustisches Signal. Die Frequenz des Warntons richtet sich nach der Distanz zum Hindernis. Je näher das Auto dem Gegenstand oder der Person kommt, desto intensiver wird der Ton. Dieser endet in einem Dauerton, spätestens hier sollte das Auto zum Stehen kommen. Durch die sich verändernden Intensitäten kann eine gute Abschätzung erfolgen und die Lenkmanöver werden entsprechend angepasst.

Die Einparkhilfen arbeiten auf verschiedene Arten. Eine Möglichkeit ist die Verwendung von Ultraschallsensoren, welche in die Stossstangen eingebaut werden. Wenn die Autokäufer auf Bezeichnungen wie Zwei-, Vier- und Sechs-Kanal-System treffen, dann ist hierbei die Anzahl der Sensoren gemeint. Ein Zwei-Kanal-System verfügt demnach über zwei Sensoren; diese werden strategisch optimal platziert.

Einparkassistent VW Golf (Bild: Nozilla, Wikimedia, CC)

Einparkassistent VW Golf (Bild: Nozilla, Wikimedia, CC)

Am besten ist eine hohe Anzahl an Sensoren. Sie sorgt für ein präzises und genaues Ergebnis. Wie viele Sensoren notwendig sind, hängt zudem von der Fahrzeugbreite ab. Ein gutes Ergebnis ist entscheidend für die Sicherheit, daher sollte das System mit Bedacht ausgewählt werden. Die grosse Wahlmöglichkeit ist wichtig, da auf dem Markt stark unterschiedliche Fahrzeuge erhältlich sind, wie der Smart oder der Ford S-Max.

Einparkhilfen auf Basis von Ultraschallsensoren sind bereits seit einigen Jahren erhältlich und wurden im Laufe der Jahre immer weiter verbessert. Der asiatische Hersteller Toyota war im Jahr 1982 führend in diesem Bereich und führte das System beim Corona ein. Der japanische Hersteller wies damit einen Weg in Richtung der heutigen Einparkhilfen.




Jeder Automobilhersteller entwickelt sein eigenes System und führt hierfür eine eigene Bezeichnung. So lautet der Name der Einparkhilfen beim deutschen Automobilhersteller Volkswagen ParkPilot, während Mercedes-Benz mit Parktronic arbeitet. Allen gemeinsam ist der Schutz von Fahrzeugen und Menschen.






Bild einer Lexus-Rückfahrkamera (Bild: http://flickr.com/photos/banoootah_qtr/, Wikimedia, CC)

Bild einer Lexus-Rückfahrkamera (Bild: http://flickr.com/photos/banoootah_qtr/, Wikimedia, CC)





Gerade bei engen Parklücken oder einer schlechten Sicht ist eine Einparkhilfe notwendig, da ansonsten Unfälle entstehen können. Laufen beim Rückwärtsfahren Kinder hinter das Fahrzeug, werden diese aufgrund ihrer niedrigen Körpergrösse oftmals nicht wahrgenommen. Auch in diesem Fall sorgt das System für Schutz, da es die Kinder registriert und den Fahrer auf die Gefahrensituation aufmerksam macht. Für die Fussgängersicherheit sind Kameras die beste Wahl, da sie ein umfassendes Bild liefern.

Im Bereich der kamerabasierten Systeme sind verschiedene Abstufungen erhältlich. So befinden sich bei vielen Modellen am Heck eine oder mehrere Kameras, welche Aufnahmen liefern. Eine verbesserte Variante sind Einparkhilfen, welche einen Rundumblick liefern. Hierfür werden Kameras an verschiedenen Stellen des Autos angebracht, die Bilder ergeben dann eine optimale Darstellung rund um das Fahrzeug. Diese Einparkhilfen bieten die grösste Sicherheit, sind jedoch meistens auch am teuersten.

Ultraschallsensor eines Vier-Kanal-Systems von Audi (Bild: Thomas doerfer, Wikimedia, CC)

Ultraschallsensor eines Vier-Kanal-Systems von Audi (Bild: Thomas doerfer, Wikimedia, CC)





Am effektivsten sind kombinierte Systeme, welche sowohl einen akustischen Warnton wie auch eine optische Anzeige bieten. Hierbei wird ein hoher Sicherheitsstandard erreicht, die Autofahrer werden auf verschiedene Arten über die Situation informiert. Bei einer Einparkhilfe kann zudem eine Übernahme der Lenkmanöver erfolgen, ein erster Schritt in Richtung des autonomen Fahrens.




Bei einem Neufahrzeug kann die Einparkhilfe meistens als Sonderausstattung hinzugebucht werden oder ist in bestimmten Paketen enthalten. Aber auch ein nachträglicher Einbau ist möglich. Hierbei haben Sie die Auswahl unter verschiedenen Angeboten, in jedem Fall ist auf eine hohe Qualität zu achten. Technische Fehler können gravierende Auswirkungen haben, daher müssen bei der Anwendung immer zusätzliche Massnahmen ergriffen werden. Die Fahrer sollten sich nicht vollständig auf die Systeme verlassen, sondern diese nur als Unterstützung und als Warnung verstehen.

Viele Autofahrer wünschen sich nicht nur eine Warnung, sondern möchten, dass das System den Lenkprozess übernimmt. Ist die Parklücke sehr eng, dann sind viele Korrekturen notwendig, welche automatisiert werden. Die Autofahrer lassen das Lenkrad los und die Bewegungen werden vom Fahrzeug selbsttätig ausgeführt. Dies ist sowohl für Fahranfänger wie auch für erfahrene Fahrer von Vorteil. Um die Technik zu realisieren, wird ein Motor eingebaut, welcher die Servolenkung steuert.

Während in den vorangegangenen Jahren vor allem die akustischen Systeme überwogen, sind die kamerabasierten Einparkhilfen auf dem Vormarsch. Sie bieten eine erhöhte Sicherheit und sind gegen Ausfälle besser abgesichert. Bei einem Ausfall ist dies durch ein schwarzes Bild auf dem Monitor zu erkennen, die Einsatzbereitschaft der Sensoren für die akustischen Systeme lässt sich vielfach nicht so schnell überprüfen. Diese sind jedoch eine günstigere Alternative, welche als Unterstützung sehr wertvoll sein kann.

Die modernste Form ist das Surround-System, das erstmals von Nissan verwendet wurde. 2007 stattete der japanische Hersteller die ersten Fahrzeuge mit der Technologie aus. Heutzutage findet man die Systeme unter anderem bei BMW oder bei Volkswagen vor. Der hohe Sicherheitsstandard hat jedoch seinen Preis, das System kann unter Umständen allerdings Unfälle vermeiden. Neben der Sicht nach hinten sind vielfach auch die hinteren Seiten schlecht einzusehen, auch hier unterstützen die Kameras.

Für welche Variante sich die Autofahrer entscheiden sollen, hängt unter anderem vom gewünschten Sicherheitsstandard und vom Budget ab. Akustische Systeme sollten zu jeder Grundausstattung gehören und warnen im Notfall. Kamerabasierte Systeme sind effektiver und punkten durch eine hohe Zuverlässigkeit.

Text: Sascha Bauer

 

Oberstes Bild: Parkassistent (© Nozilla, Wikimedia, CC)

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