Das Sofa – Sitzkomfort und noch viel mehr

18.07.2014 |  Von  |  Publi-Artikel
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Das Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung, als Ausgleich zu Aktivität und Anstrengung, liegt in der Natur des Menschen. Auf der Suche nach Erholung fertigten bereits die alten Ägypter im 2. Jahrhundert vor Christus Konstruktionen aus Riemen, Schnüren, Fellen, Kissen und Decken. In liegender oder halb aufrechter Position fanden sie auf diese Weise die notwendige Regeneration nach anstrengenden Tätigkeiten oder nutzten die Zeit zum Müssiggang.

Die Vorläufer des heutigen Sofas waren zwar einfach, aber überaus zweckmässig. Trotz der Zweckdienlichkeit des Möbelstücks wurden die ersten Sofa-Gestelle, wie wir sie heute kennen, erst viele Jahrhunderte später gebaut. Deutsche und englische Handwerker kamen im 16. Jahrhundert etwa zeitgleich auf die Idee, Holzgestelle mit Rosshaar, getrockneten Pflanzenteilen und Wolle zu umwickeln und anschliessend mit Stoff zu überziehen. Diese ersten Sofa-Modelle waren aufwendig gefertigte und daher sündhaft teure Einzelstücke, die nur gehobenen Gesellschaftsschichten vorbehalten waren.

Das Sofa – ein Sitz- und Liegemöbel mit vielen Namen

Die Bezeichnungen für das zum Verweilen einladende Möbelstück sind vielfältig und veränderten sich im Lauf seiner Entwicklung. Ursprünglich geht das heute geläufige Wort Sofa auf die arabische Bezeichnung für Ruhebank (Suffa) zurück. Erst im 17. Jahrhundert ging das Fremdwort in den deutschen Sprachgebrauch über. Die Bezeichnung Kanapee, die vom lateinischen Begriff conopeum (Himmelbett) abgeleitet wurde, kommt aus dem französischen Sprachraum. Dem Namen Couch liegt wiederum die englische Bezeichnung coucher (liegen) zugrunde. Das Wort Diwan, das hauptsächlich im 19. und 20. Jahrhundert verwendet wurde, hat seinen Ursprung im Persischen und ein Chaiselongue, abgeleitet vom französischen Wort chaise longue (langer Stuhl), bezeichnete vor allem im späten 19. Jahrhundert ein niedriges, gepolstertes Sitz- und Liegemöbel für eine Person.


Ein Sofa darf ruhig ausgefallen sein. (Bild: © martina- - Fotolia.com)

Ein Sofa darf ruhig ausgefallen sein. (Bild: © martina- – Fotolia.com)


Ruhebank mit Stil und Komfort

Für noch mehr Behaglichkeit sorgte im frühen 19. Jahrhundert der österreichische Möbelfabrikant Georg Junigl mit der erstmaligen Verwendung von Sprungfedern. Um den Sprungfedern, die dem Sofa eine höhere Elastizität verliehen, genügend Raum zu bieten, musste die Polsterung wesentlich verstärkt werden. Das Sofa wurde dadurch deutlich gemütlicher. Die aufwendige Fertigung des Möbelstücks machten es jedoch nach wie vor zu einem Luxusartikel, der nur Adelskreisen vorbehalten war. Daran konnte auch die industrielle Revolution, die eine erhöhte Sofa-Produktion ermöglichte, noch nichts ändern. Das Sofa diente in den gut situierten Kreisen von einst, in illustren Runden, der Kommunikation und dem Prestige.

Das Sofa – heute der Tausendsassa unter den Möbelstücken

Bereits im 20. Jahrhundert entwickelte sich das Sofa zum universell verwendbaren Möbelstück. Als platzsparender Zweisitzer für kleine Räume, als gemütlicher Dreisitzer mit Ottomane, als Ecksofa, als klappbares Schlafsofa oder als komplette Wohnlandschaft gehört das Möbelstück heute zum Standard der modernen Inneneinrichtung. Es gibt wohl keine gemütliche, zeitgemässe Raumausstattung, die ohne das flexible Möbel auskommt. Materialien, Farben und Formen sind schier unbegrenzt erhältlich. Für jeden Geschmack und jeden Raum findet sich etwas Passendes. Die Sofa-Designs sind zwar ebenfalls der Mode und dem Zeitgeschmack unterworfen, doch sind verspielte Klassiker heute ebenso gefragt, wie neue, moderne und minimalistische Formen. Die spartanische Ruhebank von einst ist längst zum Stilmittel avanciert und bildet häufig den Mittelpunkt der individuellen Inneneinrichtung.

Sitzmöbel als Gestaltungselement

Um einen Wohnraum einladend und gemütlich zu gestalten, ist die Wahl der passenden Möbelstücke und der idealen Sitzmöbel grundlegend wichtig. Ein optimales Arrangement ist die Berücksichtigung der Funktion des Zimmers kombiniert mit dem optischen Gesamteindruck. Ein Raum, in dem Sie mit Ihren Gästen gemütlich und entspannt plaudern wollen, sollte keine niedrigen und zu weichen Sitzmöglichkeiten bieten. Diese verunsichern Fremde und können die gute Stimmung erheblich beeinflussen. Bequeme und niedrige Sofas eignen sich dagegen hervorragend zum Lesen und Tagträumen.



Optisch setzen Sie einen Raum und die darin stehenden Möbel immer wirkungsvoll mit Kontrasten in Szene. Eine phantasievolle, verspielte oder vordergründige Wandgestaltung findet ein passendes Pendant in einem einfarbigen oder dezent geformten Sofa. Ein gedeckt gehaltener Raum gewinnt mit einem mondänen, farbintensiven Einzelstück noch mehr Esprit. Eine schlichte Farbgebung der Wände erzielt mit einem Sofa oder einer Sitzlandschaft in frechen, frischen Farben oder witzigen Mustern stimmungsvolle Effekte. Doch auch eine Raumgestaltung, die erkennbar auf einen individuellen Stil setzt, wirkt geschmackvoll und einladend.

 

Oberstes Bild: © notgade – Fotolia.com

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