Catch a Car nimmt in Basel 30 E-Golfs in Betrieb – neue ETH-Studienergebnisse

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Catch a Car nimmt in Basel 30 E-Golfs in Betrieb – neue ETH-Studienergebnisse
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Der junge Schweizer Carsharing-Anbieter Catch a Car nimmt heute Donnerstag in Basel 30 E-Golfs in Betrieb. Mit der Einflottung bekräftig das Startup nicht nur seine Ambitionen, die Stadt von Lärm und Abgasen zu befreien – es löst auch das im April getätigte Versprechen ein, noch dieses Jahr 20 Prozent der Basler Flotte zu elektrifizieren.

Basel ist damit die erste Schweizer Stadt mit umfangreichem E-Carsharing-Angebot. Dass Catch a Car auf dem richtigen Weg ist, belegen neue, ebenfalls heute bekanntgegebene ETH-Forschungsresultate: Catch a Car führt zu einer Reduktion der Privatfahrzeuge und senkt die CO2-Emissionen.

Um die Vision einer sauberen Stadt ohne Abgase und Lärm umzusetzen, steigt Catch a Car auf Elektromobilität um. Nachdem bereits im Frühling erste E-Cars eingeführt wurden, macht das Startup nun ernst, rollt in Basel 30 E-Golf aus und sorgt damit für eine schweizweit einmalige Kombination aus stationsungebundenem Carsharing und Elektromobilität.

Die E-Golfs, die den Membern ab heute zur Verfügung stehen, sind energieeffizienter als herkömmliche Autos und verursachen weder Lärm- noch CO2-Emissionen. Catch a Car findet am Platz Basel optimale Rahmenbedingungen vor, denn der Kanton Basel-Stadt und die Energieversorgerin IWB rüsteten letzten Mai im Rahmen eines Pilotprojekts öffentliche Parkplätze mit Ladestationen aus. Wer die neuen E-Golfs testen möchte, kann dies im Rahmen der „Driving Days“ – beispielsweise am 10. November in Riehen – tun oder während eines begrenzten Zeitraums von einer kostenlosen Registrierung inklusive Fahrtengutschrift profitieren.

ETH-Studie: weniger Privatautos und CO2 dank Catch a Car

Im Zuge der Einflottung der E-Golfs gibt Catch a Car zudem Forschungsresultate einer ETH- Begleitstudie bekannt. Seit Lancierung des Angebots 2014 lässt das Startup die Nutzung von stationsungebundenem Carsharing und die Auswirkungen auf den städtischen Verkehr in Basel untersuchen. Die neuen Resultate bestätigen die früheren: So geben rund sechs Prozent der befragten Nutzer an, den Fahrzeugbestand wegen Catch a Car reduziert zu haben. Gäbe es das Angebot nicht mehr, würden elf Prozent ein eigenes Auto anschaffen – drei Prozent mehr als in der vorangehenden Untersuchung. Hochgerechnet auf die Zahl der Nutzer ergibt sich für Basel eine Reduktion von 500 Privatfahrzeugen.

Aufgrund des geringen Verbrauchs der Flotte sinken die CO2-Emissionen zudem um rund 175 Tonnen im Jahr. „Erfreulich ist auch die Tatsache, dass vorwiegend Junge von unserem Service Gebrauch machen. Über die Hälfte der Nutzer ist unter 38“, kommentiert René Mader, CEO von Catch a Car, die Studienresultate. „Dies sehen wir nicht nur als Anzeichen dafür, dass Catch a Car dem Zeitgeist entspricht, sondern auch, dass in der Bevölkerung ein Mentalitätswandel stattfindet: weg vom Privatauto, hin zum stationsungebundenen Carsharing.“

Über die Studie

Die Studie „Analyse des Angebots von Catch a Car in Basel“ wurde 2018 vom Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich unter der Leitung von Prof. Kay Axhausen durchgeführt. Sie untersucht die Nutzergruppen, Nutzungsmuster und verkehrlichen Wirkungen von Catch a Car und besteht aus zwei Teilen: einem Fragebogen zum sozio- demographischen Hintergrund und einem einwöchigen Wegetagebuch für Einblick in das individuelle Verkehrsverhalten. An der Befragung teilgenommen haben 508 Kunden von Catch a Car, 580 Mobility-Mitglieder sowie 354 Personen aus einer repräsentativen Stichprobe der Basler Bevölkerung.

 

Quelle: Catch a Car
Bildquelle: Catch a Car

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