Swift Solo – die Antwort für Segelsüchtige

28.03.2014 |  Von  |  Schiff
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Swift Solo – die Antwort für Segelsüchtige
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Schnelle Segelboote für grosse Binnengewässer gibt es viele. Wer aber mehr will, als in einer Nussschale zu sitzen und sich den Wind um die Nase blasen zu lassen, sollte sich einmal die Swift-Solo-Klasse ansehen. Diese winzigen, aber extrem anspruchsvollen Boote machen aus dem Geschwindigkeitsrausch auf dem Wasser eine echte, körperliche Grenzerfahrung.

Reduktion auf das Notwendige



Was Drachenfliegen in der Luft, ist Swift Solo fahren auf dem Wasser. Der Bootskörper besteht nur aus einer Ober- und Unterschale, welche nur den Mast und die Takelage auf dem Wasser halten soll. Bequemes Sitzen am Ruder kann man in dieser Klasse vergessen. Der Segler – die Betonung liegt auf das Singular – hängt im Trapez frei über dem Wasser und arbeitet mit dem ganzen Körper. Dennoch verfügt ein Swift Solo über ein Grosssegel, einen Fock und einen Genacker – was wohlbemerkt alles von einer Person zu steuern ist.

Körperliche Grenzerfahrung

Swift Solo fahren ist jenseits der einschlägigen Seglerromantik. Es ist eine körperliche und sinnliche Grenzerfahrung. Direkter kann eine Einzelperson mit den Elementen Wind und Wasser nicht in Kontakt geraten. Frei schwebend über dem Wasser hängt der Fahrer im schiefen Winkel weit vom Bootskörper entfernt und steuert mit vollem Körpereinsatz gegen den Wind.

Das Ergebnis ist ein Rausch an Geschwindigkeit: Wind, der um das Gesicht bläst, aufspritzende Gischt, zerrende Schwerkraft und das Gefühl von Freiheit, Macht, Kontrolle und Können vereinigen sich zu einer Stimmung, die anders nur mit harten Drogen zu erreichen ist.



Selbst Surfer sind gegenüber Swift-Solo-Fahrern noch mit unerhörtem Komfort gesegnet. So viel Können und körperliche Fitness Swift-Solo-Fahren auch verlangt – die Verschmelzung mit seinem Gerät ist mit keinem anderen Boot möglich.

Keine Massenprodukte

Swift-Solo-Boote stellen eine eigene Klasse dar. Ihr Heimatland sind die Vereinigten Staaten von Amerika, wo dieser Bootstyp bereits eine beachtliche Fangemeinde hat. In Europa sind diese kleinen Flitzer bisher noch weitestgehend unbekannt. Swift-Solo-Boote sind allesamt handgefertigte Einzelstücke von echten Enthusiasten. Ein professioneller Hersteller, welcher diese genialen Sport- und Spassgeräte in Serie fertigt, hat sich noch nicht gefunden.

Darum sind die wenigen verfügbaren Boote dieser Art die ausgemusterten Geräte von Hobbybastlern. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, sie stellen jedoch nur die zweite Wahl dar.

Doppelt gefordert

Wer sich zum Swift-Solo-Fahren berufen fühlt, der kann ohne weiteres mit dem gebrauchten Boot eines Tüftlers beginnen. Die echte Herausforderung besteht aber darin, sich sein Boot selbst zu bauen. Die kompakten Masse eines Swift Solo erlauben die Fertigung dieses Projektes in der heimischen Garage. Liebe zum Detail, handwerkliche Gewissenhaftigkeit, Geduld und selbstverständlich ein gewisses finanzielles Polster sollte hier aber Voraussetzung sein.

Im Alleinbau kann man mit ca. 15’000 Franken und einem halben Jahr Bauzeit rechnen. Aber wenn im Frühherbst begonnen und im Mai gewassert wird – kann ein Mensch mit diesem Erfolg sich seiner Fähigkeiten jemals sicherer sein? Die Pläne für das Swift Solo sind im Internet unter http://www.single-handedskiffs.com/home.html erhältlich. Alternativ dazu steht der Gang zur Bootswerft bereit. Aber für dieses Projekt kann man dann noch einmal das Doppelte des Materialpreises für die Arbeitsstunden einkalkulieren.

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Vollendet wird die Sinnlichkeit dieser Boote durch eine perfekte Optik. (Bild: LeS / Shutterstock.com)

Mit Liebe zum Detail

Vollendet wird die Sinnlichkeit dieser Boote durch eine perfekte Optik. Der Gründer der Swift-Solo-Klasse schreibt vor, dass das Boot zu mindestens 80% in Holzoptik gefertigt sein muss – damit im Falle von Regatten, Treffen und Rennen die Boote ein vergleichbares Gewicht haben und damit auch ähnliche Leistungswerte auf dem Wasser erzielen können. Quasi als Nebeneffekt sind Swift Solo optisch eine echte Augenweide. Feinste Bootsbauerkunst in Kompositbauweise mit wunderschönem Sichtholz und bestens lackiert – was bei den GFK-Serienbooten schon verloren gegangen ist, findet sich in der Swift-Solo-Klasse wieder.



Nicht nur zum Selber fahren geeignet

Die Swift-Solo-Klasse hat das Zeug, eine echte Fangemeinde in Europa zu generieren. Noch befindet sich auf diesem Kontinent das Bewusstsein um diese genialen Sportgeräte auf dem Weg der Entwicklung. Doch der eine oder andere Segler hat sich mit dem Swift-Solo-Virus auch hierzulande bereits erfolgreich infiziert.



Es ist also abzusehen, dass sich hier ein kleines, aber feines Marktsegment auftut. Und wie es mit neuen Märkten so ist: Dum tempus habemus operemur bonum. Gutes Tun, solange Zeit dafür ist. Das gilt auch für die Erschliessung neuer Märkte. Die Swift-Solo-Klasse ist aufgrund der Wertigkeit ihrer Produkte und ihrer anspruchsvollen Bedienung weit mehr als ein kurzlebiger Trend. Sie kann durchaus neben Surfern und Optimisten dauerhaft ihren Platz finden. Das macht diese Klasse ideal für Investoren.

Jetzt einsteigen 

Es gibt bereits einige Ansätze, den Bau dieser Klasse zu professionalisieren. So hat im Norden von Deutschland ein engagierter Boots- und Instrumentenbauer sich der Mission verschrieben, dem Swift Solo auf dem Kontinent auf die Beine zu helfen. Mit der Erfahrung eines ausgebildeten Bootsbauers umgeht der Laie zumindest die Frustration, an einem eigenen Projekt gescheitert zu sein. Wer also Interesse an einem eigenen Swift Solo hat oder in ein vielversprechendes Starting-Up einsteigen will, der kann unter gunnar.ullrich(at)gmx.de nähere Informationen einholen.



 

Oberstes Bild: © Vitaly Maksimchuk / Fotolia.com

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