Der neue BMW 7er: Noch mehr Luxus für den Klassenbesten

19.06.2015 |  Von  |  Neuwagen
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Der neue BMW 7er: Noch mehr Luxus für den Klassenbesten
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Ab Oktober 2015 fährt die sechste Generation des 7er BMW vor. Das neu definierte Flaggschiff wartet mit jeder Menge zukunftsweisender Elektronik auf – für maximale Sicherheit, Wendigkeit und exklusive Fahrerlebnisse.

Die luxuriösen Features und technischen Innovationen der aufwendig überarbeiteten BMW-7er-Reihe füllen viele Prospektseiten. Manche, zum Beispiel das Einparken auf Knopfdruck oder die Gestensteuerung, klingen wie von einem anderen Stern – und machen zu Recht neugierig auf die Alltagstauglichkeit des neuen Münchner Klassenbesten.

Alles, was BMW kann, steckt in der neuen 7er-Reihe

Die komfortabelste BMW-Luxuslimousine aller Zeiten wird er sein, aber kein Showfahrzeug. Schlichtheit, Intelligenz und Persönlichkeit: So definiert BMW die Botschaft vom modernen Luxus, dessen Botschafter der neue 7er werden soll. Grundsätzlich haben sich die Münchner bei ihrem neuesten Flaggschiff also für die konservative Linie entschieden, zumindest was das Äussere angeht. Dick aufgetragen wird vor allem im Inneren: Sowohl unter der Haube als auch im Innenraum finden sich Zukunftstechnologien, von denen einige vor allem im Verborgenen wirken.

Adrian van Hooydonk, seines Zeichens Designchef bei BMW, war mit seinem Stab in Luxushotels und Nobelrestaurants in Seattle und Los Angeles, Singapur und Abu Dhabi, um sich anzusehen, wie man Luxus heutzutage definieren kann und sollte. Herausgekommen ist ein 7er BMW, der mehr Ruhe, Gelassenheit und Souveränität ausstrahlt und weniger Kanten hat als sein Vorgänger. So ist etwa die Querfuge aus der Motorhaube verschwunden, und mit variablen Lichteffekten wie dem Welcome Light Carpet, umlaufenden LED-Lichtleisten und einem fast romantisch wirkenden Lämpchen an der B-Säule lässt sich das noble Ambiente auf Wunsch mild ausleuchten oder hart in Szene setzen.


Die komfortabelste BMW-Luxuslimousine aller Zeiten wird er sein, aber kein Showfahrzeug. (Bild: © Art Konovalov - shutterstock.com)

Die komfortabelste BMW-Luxuslimousine aller Zeiten wird er sein, aber kein Showfahrzeug. (Bild: © Art Konovalov – shutterstock.com)


Leder und Holz dominieren den Innenraum, und die geschliffenen Bedienschalter der neuen BMW-7er-Reihe sind nicht nur optisch, sondern auch haptisch eine Freude. Die Fahrgäste im Fond werden mit der Executive-Lounge-Ausstattung, dem Vitality-Programm und einer Massagefunktion verwöhnt, und eine nach Bedarf aus dem Beifahrersitz ausklappende Fussstütze garantiert jederzeit die bequemste Sitzhaltung. Für grandiose Ausblicke sorgt das gläserne Panoramadach Sky Lounge – auch ein Name, der sofort an ein internationales Luxushotel erinnert.

Der Fahrkomfort des neuen 7er BMW ist laut Herstellerangaben der feinste, den es in einem BMW je gab – besonders in der 5,24 Meter erreichenden Langversion, die weltweit am beliebtesten ist und zwei Drittel der Verkäufe bei der neuen 7er-Baureihe ausmachen soll. Das liegt daran, dass China und die USA die grössten Märkte für das Münchner Flaggschiff sind und die Langvariante dort traditionell viel mehr nachgefragt wird. Bei der Entwicklung des neuen 7er hat der Vorstand deswegen sogar darüber nachgedacht, gar keine Kurzversion auf den Markt zu bringen, sich dann jedoch zugunsten der europäischen Zielgruppe und grösseren Auswahlfreiheit doch für zwei Varianten entschieden.

Zuerst kommen die Sechszylinder, dann die Hybride

Zum Marktstart im Oktober rollt der neue 7er BMW erst einmal mit den bewährten Sechszylindermaschinen an: einem 265 PS starken Sechszylinder-Diesel im BMW 730d und zwei Sechszylinder-Benzinern für den BMW 740i (mit 326 PS) und den BMW 750i (mit 450 PS, Allradantrieb und V8). Sie alle verfügen über ein Achtgang-Automatikgetriebe und erreichen eine Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h. Die zu erwartenden Normverbräuche gibt BMW für den 750i mit 8,1 Liter Superbenzin und für den 730d mit 4,5 Liter Diesel an – ob sich diese Werte im praktischen Alltag bestätigen, bleibt abzuwarten.


Ab 2016 wird der BMW 740e die neue 7er-Reihe als umwelt- und klimafreundlicherer Teilzeithybrid ergänzen.  (Bild: © Stefan Ataman - shutterstock.com)

Ab 2016 wird der BMW 740e die neue 7er-Reihe als umwelt- und klimafreundlicherer Teilzeithybrid ergänzen. (Bild: © Stefan Ataman – shutterstock.com)


Ab 2016 wird der BMW 740e die neue 7er-Reihe als umwelt- und klimafreundlicherer Teilzeithybrid ergänzen. Seine Systemleistung wird 326 PS betragen, normiert mit einer elektrischen Reichweite von 40 Kilometern und einem bemerkenswert niedrigen Kraftstoffverbrauch von 2,1 Litern. Zudem sind 7er mit vier Zylindern geplant, die das Fahren in staugeplagten Regionen erleichtern und ausserdem Steuern sparen sollen. Eine offizielle Spezifizierung seitens des Herstellers steht bislang noch aus, doch wahrscheinlich wird es auf einen Biturbo mit schätzungsweise 260 bis 280 PS und entsprechendem Durchzug hinauslaufen.

Science-Fiction im neuen BMW 7er

Nach dem Masterplan der Ingenieure und Entwickler soll der neue 7er gar keine gewöhnlichen Autoschlüssel mehr benötigen, sondern einen Hightech-Schlüssel, der über eine Anzeige und eine Fernsteuerung verfügt. Das Einparken erledigt die Luxuslimousine auf Knopfdruck und ganz ohne Hilfe des Fahrers: Der kann also aussteigen und zusehen, wenn der neue BMW 7er sich souverän in eine enge Parklücke einfädelt.

Doch was den Schlüssel angeht, wird die Zukunftsmusik noch nicht gespielt, sondern vorerst weiter geübt: Zur Markteinführung konnte die Funktion nicht realisiert werden und wird darum laut BMW erst ein halbes Jahr später nachgereicht. Ausserdem könnte der geplante Schlüssel ebenfalls eine Übergangslösung sein, denn gemeinsam mit Apple arbeitet BMW bereits jetzt an einer Smartphonesteuerung.

Ein weiteres Stück Science-Fiction ist die Gestensteuerung des neuen 7er: Durch das Bewegen seiner Finger kann der Fahrer das Telefon oder die Soundanlage (ein Bowers & Wilkins Sound System) bedienen. Wem das zu abgehoben oder zu gewöhnungsbedürftig ist, der kann auf eine konservativere Steuerung zurückgreifen – und die ist mit Dreh-Drücksteller, Touchpad, berührungsempfindlichem Monitor und Spracherkennung weiss Gott fortschrittlich genug. Mittels Head-up-Display wird die um 75 % vergrösserte Anzeige in die Frontscheibe projiziert, damit der Fahrer die Situation jederzeit erhobenen Hauptes unter Kontrolle hat.



Zu den innovativen Assistenzsystemen des neuen 7er BMW gehören Spurführungs- und Lenkhilfen, ein teilautonomer Stauassistent, die Querverkehrswarnung und automatisierte Korrekturen bei drohenden Seitenkollisionen. Wer will, kann seinem neuen 7er die Anpassung der Geschwindigkeit überlassen: Die Verkehrszeichenerkennung registriert das aktuell zulässige Limit und sorgt dafür, dass der Wagen sich daran hält.

Für optimale Erleuchtung in beliebig schwarzen Nächten kombinieren die Scheinwerfer LED- und Laserlicht. Mit Sensoren wird die Strasse permanent abgetastet, und Unebenheiten wie Schlaglöcher, Hindernisse oder Bodenwellen werden an die elektromechanischen Fahrwerk-Stellmotoren übermittelt. Die können dann die Dämpfer im Voraus darauf einstellen und alles, was die Fahrt holprig machen könnte, professionell und von den Insassen unbemerkt ausbügeln.

Das Luftfahrwerk des neuen 7er wurde mit einem Wankausgleich perfektioniert und gewährleistet zusammen mit den gekapselten Motoren noch mehr Laufruhe. Durch die Allradlenkung ist der 7er BMW trotz seiner Grösse kurvenfreudig und bleibt dank des geringeren Wendekreises auch auf engem Raum stets manövrierbereit. In Karosseriekern und -struktur wurde carbonfaserverstärkter Kunststoff (CFK) verbaut, um den neuen 7er leichter zu machen: Er wiegt 130 Kilo weniger als das Vorgängermodell.

Fazit

Laut BMW ist alles, was die Münchner Traditionsschmiede kann und gelernt hat, in die Entwicklung der neuen 7er-Reihe geflossen. Marktstart des besten BMW 7er, den es je gab, ist der Oktober 2015 – und das verbesserte Flaggschiff bringt jede Menge luxuriöser Zukunftstechnik mit.

 

Oberstes Bild: © BMW-7-Series – shutterstock.com

Über Christine Praetorius

Christine Praetorius, Jahrgang 1971, spricht und schreibt über Neues, Altes, Schönes und Kurioses. Ich liebe Sprache und Musik als die grössten von Menschen für Menschen gemachten Freuden – und bleibe gerne länger wach, um ihnen noch etwas hinzuzufügen. Seit 2012 arbeite ich mit meinem Mann Christian als freie Texterin, Autorin und Lektorin.


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