Wie kann man ein Überhitzen des Motors und einen Motorschaden vermeiden?

15.10.2021 |  Von  |  Auto, News

An zahlreichen Motorschäden sind Fahrer selbst schuld. Es gibt unterschiedliche Ursachen für einen Motorschaden. Neben den technischen Defekten wie defekte Einspritzdüsen kann es oft auch durch Fehlkonstruktionen zu aufwendigen Reparaturen kommen. Allerdings wird der Motor von vielen Autofahrer wegen Unwissenheit nicht korrekt behandelt und so kann es zu teuren Schäden kommen.

Gerade vor dem Winter ist es wichtig, dass ausreichend Kühlerfrostschutz verwendet wird, da so ein Einfrieren des Kühlmittels unterbunden wird. Es kann dadurch nicht nur das Kühlsystem beschädigt werden, sondern im schlimmsten Fall der Motor zerstört werden.



Bild von der Seite www.auto-doc.ch


Nachfolgend eine Auflistung über Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten:

Fehlerquelle 1: Flüssigkeitsstände nicht überprüfen

Sie sollten regelmässig und vor allem vor langen Fahrten die Flüssigkeitsstände überprüfen. Wenn sich zu wenig Öl im Motor befindet, werden mehrere Lager (z. B. Kurbelwellenlager), sowie die Zylinderlaufbahnen nicht mehr genügend geschmiert. Wenn der Schmierfilm fehlt, steigt auch der Verschleiss in dem Motor stark an.

Bedenken Sie aber, dass auch zu viel Öl schädlich sein kann für den Motor. Wenn der Ölstand über der Maximum-Markierung am Peilstab liegt, panscht die Kurbelwelle in dem Öl und bringt dies zum Schäumen. Daraus resultiert, dass die Ölpumpe nur noch Luft ansaugt und es auch zur Mangelschmierung kommt.

Fehler 2: Wartungsintervalle nicht einhalten

Man sollte nicht die Wartungsintervalle einsparen, da bei modernen Fahrzeugen schon ein überzogener Ölwechsel zu teuren Schäden führen kann. Dies liegt an der immer sensibler werdenden Technik in den modernen Motoren und an den länger werdenden Wartungsintervallen. Bei einem Langstreckenfahrer kann ein Ölwechsel nach 30.000 km geeignet sein, wobei dies bei einem Kurzstreckenfahrer bereits bei gutem Motoröl zu lang sein kann. Es gelangt durch Kurzstrecken häufig Kraftstoff ins Öl, wo es verdreckt und dann an Schmierfähigkeit verliert.

Zudem kann ein regelmässiger Austausch der Zündkerzen, sowie dem Luftfilter die Lebensdauer von dem Motor maximieren. Wenn der Motor nicht das ideale Gemisch von Luft und Kraftstoff hat oder Zündaussetzer, können teure Schäden an den Ventilen oder Kolben entstehen.

Ansonsten kann der Motorblock korrodieren und der Motor überhitzen. Man sollte auch auf den Zahnriemen achten.

Fehler 3: Defekte und Geräusche ignorieren

Ignorieren Sie keine Defekte oder Geräusche. Fahren Sie in die Werkstatt bei ungewöhnlichen Geräuschen oder aufleuchtenden Warnlampen. Falls die Motorkontrollleuchte blinkt, kann es irgendwo einen schwerwiegenden Fehler geben und der Motor sollte möglichst schnell abgestellt werden. Auch falls die rote Ölwarnleuchte leuchtet, müssten Sie die Fahrt am besten direkt unterbrechen, weil dann etwas mit dem Öldruck falsch ist und der Motor bereits nach einem Kilometer stark beschädigt wäre.

Auch bei merkwürdigen Geräuschen sollte man dies nicht ignorieren, sondern der Ursache schnellstmöglich auf den Grund gehen.

Fehler 4: Motor nicht warmfahren

Bei dem Motor wie bei Leistungssportlern ist eine Aufwärmung elementar und notwendig, um auf die optimale Betriebstemperatur zu kommen. Das Motoröl ist bei einem kalten Motor deutlich zähflüssiger als im betriebswarmen Zustand. Daher sollte man den Motor behutsam warmfahren. Sie sollten nach einem Kaltstart auch nicht direkt losfahren. Starten Sie erst den Motor, schnallen Sie sich an und fahren Sie dann behutsam los.

Fehler 5: Motor heiss abstellen.

Ein weiterer häufiger Fehler liegt darin, dass viele Autofahrer vor allem nach schnellen Fahrten den heiss gelaufenen Motor direkt abstellen. Man sollte den Motor noch etwas weiterlaufen lassen, um ihn abzukühlen. Ansonsten kann sich der Zylinderkopf verziehen. Ebenfalls schädlich kann ein sofortiges Abstellen für den Turbolader sein. Bei einem defekten Turbolader könnte dieser mit der Zeit durch die Ölkanäle das Motoröl der Verbrennung zuführen. Bei Diesel-Fahrzeugen besteht dadurch die Gefahr, dass der Motor dadurch so lange unkontrollierbar Vollgas gibt, bis es kein Öl mehr im Motor gibt und er festfrisst.

Fehler 6: Unter zu hohen Drehzahlen fahren

Man sollte vermeiden, in dem roten Bereich des Drehzahlmessers zu fahren. Ansonsten kann ein Motor früher oder später kaputt gehen. Dies liegt an den Vibrationen, welche bei hoher Drehzahl durch den Motor gehen und einem schnelleren Verschleiss. Zudem wird der Motor umso heisser, je schneller er gedreht wird. Als Folge kann auch der Schmierfilm abreissen. Wenn zudem wenig Öl im Motor ist, kommt es fast zwangsläufig zu einem Motorschaden.

Fehler 7: Tanken von falschem Kraftstoff

Vor allem tritt der Fehler bei Wagen mit Dieselmotor auf. Durch falschen Kraftstoff kann es nach dem Motorstart im schlimmsten Fall zu einem Motorschaden kommen. Dies liegt daran, dass Bauteile wie die Injektoren oder die Hochdruckpumpe die Schmiereigenschaften von dem Diesel brauchen, zum korrekten Funktionieren. Diese Reparatur wäre aufwendig und teuer.

Fehler 8: Wasserschlag

Es kann zu einem Wasserschlag nicht nur bei einem Geländewagen kommen im Gelände, sondern auch auf den Strassen bei normalen PKWs. Man spricht davon, wenn ein Motor anstatt von Luft Wasser ansaugt. Der Kolben wird durch Wasser abrupt abgebremst und dies kann zum Verbiegen der Pleuel führen, sowie zu Schäden am Zylinderkopf, der Kurbelwelle und am Motorblock. Daher sollte man grosse Pfützen umfahren.

 

Titelbild: Poring Studio – shutterstock.com

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