Die Schweiz: Das Herz des Motorsports weltweit

Bei der Schweiz mag es sich um ein wahres Phänomen handeln. Jahrelang hat die Alinghi im Americans Cup der Segler dominiert, obwohl die Schweiz ein Binnenland ist.

Die Schweiz geniesst viele Vorteile durch bilaterale Verträge, ist aber nicht Teil der Europäischen Union. Und es gab 65 Jahre lang aufgrund der Le Mans-Tragödie 1955 – damals starben 84 Menschen – keine Rundstreckenrennen in der Schweiz.

Aber auch wenn die Rundstreckenrennen in der Schweiz über sechs Jahrzehnte verboten waren, so haben die Schweizer im Motorsport immer wieder an allen Ecken und Enden mitgespielt. So fuhr etwa Tom Lüthi im Jahr 2018 in der MotoGP-WM für Honda – und auch das 24 Stunden Rennen von Le Mans wurde schon mehrfach durch Schweizer gewonnen.

Die Motorsportlegenden der Schweiz

Die Schweiz war im Motorspots stets eine Grossmacht. So hat Tomi Lüthi etwa 2005 den Weltmeistertitel in der 125 cm³ Klasse geholt; 2016 und 2017 wurde er bei Moto2 Vizeweltmeister und durfte sich 2019, nach seiner MotoGP Rückkehr, über Platz 3 bei Moto2 freuen. Auch Dominique Aegerter konnte bereits mehrfach auf sich aufmerksam machen – 2020 wurde er bei MotoE Dritter und 2021 konnte er den zweiten Platz belegen.

Aber auch in anderen Motorsport-Ligen sind die Schweizer vertreten. Marcel Fässler konnte 2011, 2012 und 2014 das 24 Stunden Rennen von Le Mans gewinnen; dem Schweizer Neel Jani ist das im Jahr 2016 gelungen.

In der Formel 1 gab es ebenfalls immer wieder Fahrer aus der Schweiz. Einer der bekanntesten sowie erfolgreichsten Piloten war Clay Regazzoni. Er fuhr zwischen 1970 und 1980 in der Formel 1 und wurde im Jahr 1974 Vizeweltmeister. 1970 und 1975 gewann er den Grand Prix von Italien (Monza), 1974 den Grand Prix von Deutschland (Nürburgring), 1976 den Grand Prix der USA (Long Beach) und 1979 den Grand Prix von Grossbritannien (Silverstone). Marc Surer fuhr zwischen 1979 und 1986, konnte jedoch in 82 Rennen keinen Sieg einfahren.

Auch Jo Siffert mag eine Legende in der Schweiz sein. 1962 fuhr er das erste Mal den Grand Prix von Belgien; in 96 Rennen konnte er zweimal die Pole Position holen und zwei Grand Prix für sich entscheiden. 1971 wurde er WM-Fünfter. Siffert starb am 24. Oktober 1971 während eines Formel 1 Rennens ohne Weltmeisterschaftsstatus in Brands Hatch, England.

Werden in absehbarer Zeit wieder Formel 1 Rennen in der Schweiz ausgetragen?

Dass die Schweizer Parlamentskammern entschieden haben, das Verbot von Rundstreckenrennen wird aufgehoben, kann dazu führen, dass nun auch wieder die Formel 1 in die Schweiz kommt. Durch das Verbot der Rundstreckenrennen musste auch der Grosse Preis der Schweiz im Bremgarten, Bern, aus dem WM Programm der Formel 1 genommen werden. Folgt nun das Comeback? Das könnte auch die Kassen bei den Wettanbietern wieder klingeln lassen, wenn im eigenen Land wieder Motorsportevents ausgetragen werden. Wer übrigens noch auf der Suche nach einem Wettanbieter in der Schweiz ist, sollte seinen Blick auf wettanbieterschweiz.ch werfen – hier findet man mit Sicherheit einen passenden Buchmacher.

Das Verbot von Rundstreckenrennen war immer umstritten. Man berief sich auf die „Sicherheitsgründe“, verhinderte den Bau modernster Rundkurse und bewilligte am Ende aber auf Stadtkursen dann doch Rennen, wobei hier doch das Thema Sicherheit nicht so wichtig genommen wurde. Und selbst die ausgesprochen gefährlichen Bergrennen wurden nie abgesagt oder bezüglich etwaiger Sicherheitsbedenken adaptiert.

Seit dem Jahr 1957 waren in der Schweiz die Rundstreckenrennen verboten – das wurde im Strassenverkehrsgesetz verankert. Grund dafür war die am 11. Juni 1955 stattgefundene Tragödie in Le Mans, als im Zuge einer Kollision der Mercedes von Pierre Leveghe in den Zuschauerbereich geschleudert wurde und daraufhin 84 Menschen starben. Das Rennen wurde nicht abgebrochen; aus heutiger Sicht unvorstellbar, da es sich um eine der schlimmsten Katastrophen handelte, die je im Motorsport stattgefunden haben.

 

Titelbild: Dan74 – shutterstock.com

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