Schnell, schneller … Sportwagen!

12.05.2015 |  Von  |  News, Sportwagen

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

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Lange Zeit galt der Sportwagen als absolutes Luxusobjekt, doch schon längst sind die flotten Strassenflitzer nicht mehr nur den Wohlhabenden vorbehalten, sondern feiern inzwischen auch den stetigen Einzug in die Fuhrparks der Normalverdiener.

Dies wird besonders deutlich, wenn man die neuesten Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) genauer betrachtet: Die Behörde verzeichnet im Vergleich von Februar 2015 mit dem Folgemonat einen Zuwachs an Zulassungen von ganzen 13,5 Prozent. Aber nicht nur die Sportwagenkategorie erfreut sich einer steigenden Entwicklung: Auch SUVs (Zuwachs von 17,5 Prozent) und die Kompaktklasse (13,4 Prozent) begeben sich wachstumsmässig auf Sportwagenniveau.

Aber besonders die Beliebtheit für Sportwagen erlebt derzeit ein sehenswertes Frühjahreshoch. So meldete das Kraftfahrt-Bundesamt für den Monat März einen deutlichen Anstieg an Neuzulassungen. Während der Februar noch nicht ganz so vielversprechend in puncto Sportwagen aussah, lässt der März 2015 rosige Zeiten in der Sportwagenbranche erwarten. So findet man inzwischen immer mehr schnittige Sportwagen in den Fuhrparks von Privatleuten und Gewerbetreibenden, während dies noch vor wenigen Jahren eher den oberen Zehntausend vorbehalten war.

Das KBA verzeichnete nach eigenen Angaben im März 2015 insgesamt 323‘039 Neuzulassungen – davon 5‘297 Sportwagen (entspricht einem prozentualen Anteil von 1,6%). Im Februar 2015 wurde bei einer Gesamtzahl von 223‘254 mit gerade einmal 2‘337 in Deutschland nur etwa die Hälfte an Sportwagen zugelassen. Somit verzeichnet das Sportwagen-Segment einen Zuwachs von 13,5% und 10.262 neu zugelassenen Sportwagen.

Spitzenreiter: Audi TT und Porsche 911

Mit etwa 1‘800 Neuzulassungen belegt der Audi TT derzeit den ersten Platz unter den beliebtesten Sportwagen. Den zweiten Platz erkämpfte sich mit 1‘040 Neuzulassungen der Porsche 911, dicht gefolgt vom Mercedes E-Klasse Coupé mit nur etwa 694 Zulassungen.

Die nachfolgenden Plätze belegen der Mercedes SLK (692), der Porsche Boxster (279), der BMW Z4 (265), der Jaguar F-Type (164), der Mercedes AMG GT (141), der Mercedes SL (128) und der Porsche Cayman (98).

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Sportwagen und Dieselmotor – passt das zusammen?

Sportwagen und Dieselmotor – passt das überhaupt zusammen? Gerade Rennwagen mit Dieselmotor sind nichts Neues. So feiert Audi schon seit Jahren immer Erfolge beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Aber wer die Meinung vertritt, dass Sportwagen eine absolut hochdrehende Maschine haben müssen, wird Diesel weiterhin ablehnen.

Für den Dieselmotor spricht jedoch beispielsweise der Audi TT: Er überzeugt nicht durch die optischen Faktoren eines Sportwagens, sondern verfügt zudem noch über eine sehenswerte Motorisierung. Schon die kleinste Maschine verfügt über 230 Pferdestärken. Das Topmodell leistet ganze 310. Und auch im TT TDI, einem Diesel, schlummern immerhin noch starke 184 PS unter der Haube.

Würde sich auch das KBA gegen den Dieselmotor aussprechen wären die Zahlen im deutschen Sportwagensegment um einiges geringer – statt über 5‘000 Neuzulassungen im März hätte man in Deutschland nur knappe 4‘200 neuzugelassene Sportwagen. Allein der Audi TT erreicht mit stolzen 1‘083 Neuzulassungen einen sehenswerten Marktanteil von 20,4 Prozent, gefolgt vom „Dauerbrenner“ Porsche 911 mit etwa 1‘000 Neuzulassungen und einem Markanteil von 19,7 Prozent.

In Bezug auf Porsche lässt sich das Sportwagen-Image nicht abstreiten. Und auch der Maserati Ghibli zählt laut KBA zum Sportwagensegment, obwohl man ihn reinen Gewissens auf eine Stufe mit dem Audi A6 oder dem BMW 5er stellen könnte. Wenn man es auch aufgrund des Namens Maserati durchaus vermuten könnte: Der italienische Autohersteller gehört nicht unbedingt zu den Machern absolut überzeugender Sportwagen.

Die Definition des perfekten Sportwagens ist also so gesehen gar nicht so eindeutig. Viele würden die „perfekten Attribute eines Sportwagens“ so bezeichnen: zwei statt vier Türen, Benziner (kein Diesel!), unbedingt mehr als 200 PS, Hinterradantrieb (kein Frontantrieb!) und nach Möglichkeit zwei Sitze. Aber auch diese Faktoren allein geben noch lange nicht DEN perfekten Sportwagen ab!



Die Spitze im Sportwagensegment

Die absolute Spitze im Sportwagensegment belegen nach wie vor Sportwagenhersteller wie Ferrari und Lamborghini. Auch wenn dies nicht zur offiziellen Einteilung des KBA gehört, könnte man diese bereits als Supersportwagen bezeichnen, denn hier gilt zweifelsfrei: maximale Leistung und kein Dieselmotor.

Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann definierte die Kategorie Supersportwagen gegenüber der „Welt“ folgendermassen: zwei Türen, mehr als 400 PS, teurer als 100‘000 Euro. Richtet man sich nach dieser “Definition“ von Sportwagen, bleiben eigentlich keine Zweifel mehr. Aber auch die Anzahl der möglichen Autos minimiert sich um ein Vielfaches. So gehören laut Winkelmanns Definition nur folgende Modelle zu den Supersportwagen: der Audi R8, alle Ferrari Modelle, alle Aston Martin Modelle (ausgenommen der Rapide), alle Lamborghini Modelle, alle McLaren Modelle, der Mercedes-AMG GT, der Nissan GT-R und die stärkeren Modelle des Porsche 911.

 

Galerie: 1. Audi TT 8S 01 – Geneva Motor Show – 2014-03-09, © Navigator84, Wikimedia, CC BY-SA 3.0 / 2. Mercedes SLK 200 Kompressor front, © Matthias93, Wikimedia, CC BY-SA 3.0 / 3. BMW Z4, © S 400 HYBRID, Wikimedia, public domain / 4. Lamborghini Gallardo, © Supermac1961, Wikimedia, CC BY 2.0 / 5. Ferrari, © Norbert Aepli (Switzerland), Wikimedia, CC-BY 4.0

Oberstes Bild: Porsche 991, © Calm Vistas, Wikimedia, CC BY 2.0

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