Die Geschichte der Schweizer Formel 1

21.08.2017 |  Von  |  Rallye
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Die Geschichte der Schweizer Formel 1
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Im Moment liegt das das Schweizer Formel 1-Team sauber auf dem 10. Platz der Konstrukteurs-WM. Am 2. August konnten die Tests auf dem Ungarnring abgeschlossen werden.

Der japanische Fahrer Nobuhara Matsushita war dafür verantwortlich, die aerodynamischen und mechanischen Tests durchzuführen und konnte nach 121 Runden auf dem Kurs den Wagen als technisch einwandfrei erklären. Das sind über 530 km in einem Formel 1 Wagen, eine fahrerische Meisterleistung und der persönliche Rekord des Formel 2 Fahrers. Dieser Belastungstest hat gezeigt, dass das Fahrzeug für die nächsten Rennen vorbereitet ist.

Leider waren die Rennwagen dieses Jahr mit den Fahrern Marcus Ericsson und Pascal Wehrlein nicht so erfolgreich, wie erhofft. Am 30 Juli erreichte das Team mit Pascal Wehrlein den 15ten Platz und Marcus Erricson konnte als 16ter Fahrer die Ziellinie überfahren. Alle beiden Fahrer hatten Probleme mit den Reifen, Marcus musste einen Platten wegen eines Bremsfehlers beheben lassen.

Pascal musste hingegen auch wegen einem Reifenproblem einen Boxenstop einlegen. Das Team weiss laut Frederic Vasseur, dass der Druck für die zweite Hälfte der Saison hoch ist, wenn das Team in der Konstruktionsmeisterschaft und in der Fahrerwertung gut abschliessen will. Im Moment sind die Chancen auf einen Titel sehr gering, wie die Quoten bei den Motorsport-Wetten zeigen. Die Geschichte des Sauber Rennstalls beweist aber, dass auch in der zweiten Hälfte der Saison noch viel passieren kann.



Der Gründer, Peter Sauber, hat in der 45-jährigen Geschichte des Rennstalls gezeigt, dass er nichts dem Zufall überlässt und mit seinem ausgeprägten Durchhaltewillen und viel Arbeit und Geschick, seine Ziele verfolgt. Mit einem frisierten Käfer startete er 1967 seine Rennkarriere, der durch ständige Verbesserungen seine Strassenzulassung verlor. Er konnte nicht mehr an den üblichen Clubrennen teilnehmen und startete 1970 den Bau eines zweisitzigen Rennwagens in seinem Elternhaus in Zürich. Der Wagen erhielt den Namen C1, der von dem Vornamen seiner Frau Cristine inspiriert ist.

Mit dem C1 gewann Peter Sauber noch im gleichen Jahr den Schweizer Meistertitel und zog in die eigens gebaute Werkstatt auf dem Firmenareal seines Vaters ein. Nach dem Meistertitel nahm er nur noch vereinzelt an Rennen teil, er konzentrierte sich auf die Konstruktion der Rennwagen, die auch weiterhin das Kürzel „C“ beibehielten.

Auch wenn das Geld knapp war und es ein langer und harter Weg zu dem ersten Sieg war, gab Sauber nicht auf. Mit Herbert Müller und dem C5 gelang ihm dann 1976 der erste Sieg in der Interserie. Dadurch wurde der Rennstall auch auf der internationalen Szene bekannt und gab ihm die Möglichkeit an dem berühmten Rennen in Le Mans teilzunehmen.

1981 gewann Hans Joachim Stuck und Nelson Piquet mit einem von Sauber gebauten BMW M5 das 1000 Kilometer Rennen auf dem Nürburgring. 1982 bekam das Unternehmen dann den ersten Auftrag, einen Gruppe C Sportwagen zu bauen, den C6.

Dadurch entstanden Kontakte zu dem Mercedes Rennsportteam, die an dem kleinen Schweizer Unternehmen sehr interessiert waren. Ab 1985 wurden dann die Motoren von Mercedes Benz in den Sauber Rennwagen genutzt, mit dem der C8 unter anderem das 1000 Kilometer Rennen auf dem Nürburgring gewann. Sauber wurde ab 1988 das offizielle Werksteam von Mercedes Benz.

Ab 1989 wurden die Rennwagen der Sportwagenmeisterschaft wieder silbern gespritzt, die Wiedergeburt der legendären Silberpfeile. Krönung des Jahres wurde der Gewinn der Sportwagenweltmeisterschaft und ein Doppelsieg bei dem legendären Le Mans Rennen.

Das Motorsportteam von Sauber wuchs auf 50 Personen an, mit dem die Sportwagenmeisterschaft auch das nächste Jahr gewonnen werden konnte. Die Erfolge liessen die Gründung des Junior Teams zu, das in den folgenden Jahren Talenten wie Michael Schumacher, Heinz-Harald Frentzen und Karl Wendlinger den Einstieg in die Formel 1 ermöglichte.

Der Einstieg in die Formel wurde 1991 vorbereitet. In Hinwil wurde dafür sogar ein eigenes Fabrikgebäude errichtet. Im November des gleichen Jahres entschied der Mercedes Benz Vorstand jedoch aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage, nicht in die Formel 1 einzusteigen. Mit der Entschädigung von Mercedes Benz wurde der Einstieg in die Formel 1 finanziert und schon im Herbst 1992 wurden die ersten Testfahrten mit dem C12 gemacht, dem ersten Formel 1 Wagen von Sauber.

Die Erfolge blieben nicht aus, schon das erste grosse Rennen in Kyalami um den Grossen Preis von Südafrika, wurde mit einem fünften Platz ein grosser Erfolg für das Sauber Rennteam. Mit Sponsorverträgen von Red Bull und Petronas konnte das Team sich in der Formel 1 etablieren und 1995 den ersten Rennsieg feiern. Ab 1997 wurden dann die Motoren von Ferrari verwendet, der 2001 dann mit dem vierten Rang der Konstrukteursmeisterschaft gekrönt wurde. Dadurch wurde der Bau des eigenen Windkanals ermöglicht, der offiziell 2003 eingeweiht wurde.

Im Alter von 60 Jahren konnte Peter Sauber die Verantwortung des Teams in andere Hände legen, 2005 übernahm BMW die Mehrheit der Anteile des Schweizer Teams. 2008 wurde dann das erfolgreichste Jahr des BMW Sauber Teams.

Mit mittlerweile 400 Angestellten wurden 11 Podiumsplätze gewonnen und das Team belegte mit Nick Heidfeld den dritten Platz der Weltmeisterschaft. 2009 entschied BMW dann aus der Formel 1 auszusteigen und Peter Sauber übernahm wieder die Mehrheitsanteile. Das Personal wurde auf 260 Angestellte reduziert und mit Ferrari als Motorenpartner startete das Team in die Saison 2010.

In den letzten Jahren erreichten die Fahrzeuge von Sauber viele Rennerfolge, in verschiedenen Klassen und mit verschiedenen Fahrzeugtypen. Der Spirit von dem Firmengründer zeichnet die Qualität und die Wettbewerbsfähigkeit der Rennwagen aus, von denen noch viel zu erwarten ist in den nächsten Jahren in der Formel 1.

 

Artikelbild: Symbolbild © ZRyzner – shutterstock.com



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