Ich brauche ein Navigationsgerät – aber welches?

12.06.2014 |  Von  |  Auto, Zubehör
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Ich brauche ein Navigationsgerät – aber welches?
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Sie haben kein Navigationsgerät im Auto? Dann zählen Sie inzwischen nicht mehr zur Mehrheit der Autofahrer. Wenn Sie ein entsprechendes Gerät nachkaufen und in Ihrem Auto platzieren möchten, sollten Sie jetzt weiterlesen.

Denn wir haben einen kleinen Ratgeber für Sie zusammengestellt, der Ihnen bei den Feinheiten des Navi-Kaufs unter die Arme greifen wird. Von der Technik über die Software bis hin zu den Eigenschaften, welche wirklich wichtig sind, haben wir kein Merkmal der inzwischen relativ günstigen Helfer für den Strassenverkehr ausser Acht gelassen.



Warum brauche ich ein Navigationsgerät?

Die allermeisten Autofahrer sprechen sich einen guten Orientierungssinn zu, aber nur selten trifft das auch wirklich zu. Ein Navigationsgerät dient aber ohnehin nicht nur der Wegfindung: Da Sie den kürzesten Weg auf Anhieb selbst in unbekannten Gegenden fahren können, sparen Sie auf Dauer viel Benzin. Ausserdem verfahren Sie sich seltener – was normalerweise ein Ärgernis wäre, das viel Zeit kosten kann. Ein Navigationsgerät befindet sich weiterhin immer auf dem aktuellsten Stand, was man von einer Karte aus Papier nicht behaupten kann. Dadurch umfahren Sie Baustellen oder Staus, Ihr Nervenkostüm bleibt intakt.

Wie Sie sehen, gibt es zahlreiche Gründe, warum Sie auf ein Navigationsgerät nicht verzichten sollten. Das wissen allerdings auch die Hersteller, weshalb es einen wahren Technikdschungel aus unterschiedlichen Geräten auf dem Markt gibt. Beim Kauf sollten Sie sich an den folgenden Merkmalen orientieren:

– Welches Kartenmaterial bietet das Gerät?
Falls Sie häufiger über die Grenze fahren, sollten Sie sich nicht auf Kartenmaterial für die Schweiz beschränken. Die sogenannten DACH-Geräte decken die Schweiz, Österreich und Deutschland ab. Für eine noch grössere Reichweite müssen Sie ein EU-fähiges Navigationsgerät kaufen. Aber Achtung: Je mehr Kartenmaterial an Bord ist, desto teurer ist meist auch das Gerät. Trotzdem sollten Sie hier nicht sparen, da eine nachträgliche Erweiterung häufig noch teurer sein kann.



– Zuverlässige Updates:
Ein Navigationsgerät ist nur so gut wie sein Kartenmaterial. Erwerben Sie also ein Gerät, welches in Tests bewiesen hat, dass es permanent und sehr schnell aktualisiert wird. Ansonsten fahren Sie demnächst in Baustellen, welche Ihr Navigationsgerät gar nicht angezeigt hat …



– Die Technik:
Hier spielt vor allem der Bildschirm eine Rolle: Je grösser dieser ausfällt, desto besser können Sie in der Regel die Details erkennen (aber auch die Auflösung spielt eine Rolle). Noch wichtiger kann jedoch die Helligkeit sein. Auf durchschnittlichen Displays werden Sie bei direkter Sonneneinstrahlung nicht mehr viel erkennen können. Wir trauen unseren Lesern zwar viel zu, aber dass Sie die Position der Sonne verschieben können, zählt noch nicht dazu. Kaufen Sie daher lieber gleich ein Gerät, welches eine ausserordentlich hohe Helligkeit bietet (im Geschäft können Sie es beispielsweise direkt an eine Lichtquelle halten, um eine sonnenähnliche Umgebung zu simulieren).

– Ist 3D wichtig?
Wir meinen: nein. Dieser Punkt ist allerdings auch Geschmackssache. 3D-fähige Navigationsgeräte sorgen dafür, dass Sie eine Ansicht der Umgebung in Städten erhalten – inklusive Gebäuden oder Sehenswürdigkeiten. Sie bekommen dadurch eine weitere Orientierungshilfe. Wenn Sie sich aber ohnehin nur an Strassennamen oder Abzweigungen orientieren, bringt die 3D-Ansicht keinen praktischen Mehrwert und könnte sogar verwirrend wirken. Wir möchten hier allerdings keine klare Empfehlung aussprechen, da dies ein, wie gesagt, stark subjektiver Aspekt ist.

– Die Sprachausgabe:
Alle Navigationsgeräte beherrschen inzwischen auch Sprachausgabe. Eine Computerstimme sagt Ihnen dann während der Fahrt, wohin Sie lenken müssen. Das kann sogar Ihre Sicherheit drastisch erhöhen, da Sie nicht mehr die Augen von der Strasse nehmen müssen. Damit Sie ein Gerät mit einer lauten, verständlichen Sprachausgabe erwischen, sollten Sie sich das Modell am besten im Geschäft einmal kurz vorführen lassen. Und bedenken Sie: Im Zweifelsfall greifen Sie lieber zu einem zu lauten als zu leisen Gerät, da Sie den Strassenlärm im Laden natürlich nicht hören.



Sind Smartphones gute Alternativen?

Das Handy als Alleskönner kann heute natürlich auch ein Navigationsgerät ersetzen. Mit einer entsprechenden Halterung sollte es Ihnen nicht schwerfallen, ein ausreichend gutes Gerät für gelegentliche Fahrten zu simulieren. Gerade die Nokia-Smartphones mit ihrem HERE-Kartendienst sind für diese Aufgabe sehr gut geeignet. Bedenken Sie aber, dass Handys eine deutlich kürzere Akkulaufzeit besitzen, die auch noch von zahlreichen anderen Prozessen im Gerät beeinträchtigt wird. Gerade bei einem Bildschirm mit maximaler Helligkeit hält Ihr Smartphone unter Umständen gar keinen ganzen Tag durch (und das Aufladen unterwegs könnte kompliziert sein).

Daher gilt: Wenn Sie meist in bekannten Gegenden unterwegs sind und nur hin und wieder ein wenig Hilfe benötigen, kann das Handy eine adäquate Begleitung sein. Für alle „ernsthaften“ Fahrer oder falls Sie beispielsweise beruflich im Aussendienst tätig sind und permanent neue Orte bereisen, ist ein echtes Navigationsgerät jedoch eine absolute Pflicht.



 

Oberstes Bild: © Pincasso – Shutterstock.com


1 Kommentar


  1. Ein guter Bericht über Navigationsgeräte.
    Wer nicht das allerneuste Radio im auto besitzt kann recht einfach den Ton via Radio auf die autolautsprechger bringen. Die Verständlichkeit wird sehr erhöht.
    Auch besteht die Möglichkeit das Navi über ein Kabel mit 12V zu versorgen.

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