Carsharing – Auto teilen und sparen

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Carsharing – Auto teilen und sparen
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Carsharing wird insbesondere in Grossstädten immer beliebter. Doch auch in ländlichen Regionen tun sich Bewohner zusammen und teilen sich ein Auto. Grösster Anbieter der Schweiz ist die Mobility Genossenschaft mit 2.650 Fahrzeugen an knapp 1.400 Standorten.

Das Wort Carsharing leitet sich aus dem Englischen ab und bedeutet nichts anderes als „ein Auto teilen“. Der Begriff wird inzwischen weltweit verwendet. Grundsätzlich werden zwei verschiedene Arten des Carsharings unterschieden: Das private Autoteilen unter Freunden oder Bekannten und das Carsharing über kommerzielle Anbieter.

Vielfältiges Angebot in Grossstädten

Für Fahrer, die täglich auf ihren Wagen angewiesen sind, lohnt sich das Teilen kaum. Doch wer weniger als 5000 Kilometer jährlich fährt, liegt in der Regel mit Carsharing günstiger. Neben dem Anschaffungspreis für den eigenen Wagen entfallen beim Carsharing Versicherungsbeiträge und Reparaturen. Grundsätzlich hängt es von den eigenen Fahrgewohnheiten ab, ob es sich lohnt, ein Fahrzeug zu teilen. Im Internet stehen auf verschiedenen Plattformen Rechner zur Verfügung, mit denen effektive Vergleiche möglich sind.




Besonders in grossen Städten gibt es inzwischen zahlreiche Anbieter, die sich durch unterschiedliche Konzepte auszeichnen: Beim stationenbasierten Carsharing werden die Autos an festgelegten Standorten bereitgestellt. Free-Floating bedeutet, dass die Wagen über das gesamte Stadtgebiet verteilt sein können. Nicht immer halten die Anbieter an einem Konzept fest, oft gibt es Mischformen beider Varianten. Verschiedene Anbieter kooperieren mit dem öffentlichen Nahverkehr und stellen ihre Fahrzeuge an Bahnhöfen oder Haltestellen zur Verfügung.

DB-Carsharing am Bahnhof Ravensburg (Bild: Michael Meding, Wikimedia, CC)

DB-Carsharing am Bahnhof Ravensburg (Bild: Michael Meding, Wikimedia, CC)

Experten empfehlen, für spontane kurze Fahrten einen stationsunabhängigen Anbieter zu wählen. Einige Dienstleiser berechnen keine Grundgebühr, so dass es sich lohnt, sich bei mehreren Carsharing-Anbietern anzumelden. Auf diese Weise ist eine grosse Flexibilität gegeben und in der Regel steht in der Umgebung stets ein Fahrzeug zur Verfügung. Die Wahl des passenden Unternehmens ist nicht zuletzt von der Fahrzeugflotte abhängig: Während viele Anbieter nur kleine City-Flitzer im Programm haben, gibt es bei einigen Unternehmen grössere Wagen und Kombis.






Die Wahl des Carsharing-Unternehmens ist von der Fahrzeugflotte abhängig (Bild: PhotographyByMK / Shutterstock.com)

Die Wahl des Carsharing-Unternehmens ist von der Fahrzeugflotte abhängig (Bild: PhotographyByMK / Shutterstock.com)

Der Ablauf beim Carsharing

In der Schweiz können Fahrer mit einem Führerschein der Kategorie B am Autoteilen teilnehmen. Eventuell haben einige Anbieter besondere Altersgrenzen festgelegt – hier lohnt sich ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.




Am Anfang steht die Anmeldung bei einem entsprechenden Anbieter. In der Regel kann dies problemlos auf der entsprechenden Internetseite des Unternehmens geschehen. Vor der ersten Fahrt muss der Führerschein an einer Service-Stelle vorgelegt werden. Die meisten Carsharing-Unternehmen verteilen Chipkarten. Per Smartphone-App oder im Internet haben Mitglieder nun die Möglichkeit, sich einen Wagen in der Nähe zu reservieren. Bei stationsunabhängigen Unternehmen erfolgt das wenige Minute vor der Fahrt.

Wer sich für einen stationsbasierten Anbieter entscheidet, muss die Wegstrecke bis zum nächsten Service-Point einkalkulieren – hier kann die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel notwendig werden. Der Wagen muss nach Nutzung an einer entsprechenden Station wieder abgestellt werden. Üblicherweise nutzen die Anbieter ein Chipkartensystem – die Karte wird einfach an einen Kartenleser gehalten und das Auto öffnet sich. Alternativ gibt es an den Abholstationen Tresore, in denen sich die Schlüssel befinden.

Carsharing – Stadtmobil Auto Corsa in Stuttgart-Möhringen (Bild: Dirk Grützmacher, Wikimedia, CC)

Carsharing – Stadtmobil Auto Corsa in Stuttgart-Möhringen (Bild: Dirk Grützmacher, Wikimedia, CC)

Experten raten, den Wagen vor Fahrtantritt genau in Augenschein zu nehmen. In der Regel gibt es zu jedem Fahrzeug ein Heft, in dem alle Schäden dokumentiert werden. Wurde der Schaden noch nicht gelistet, sollte das Unternehmen sofort in Kenntnis gesetzt werden.




Beim Carsharing kommen alle Nutzer gemeinsam für die Benzinkosten auf. Wann getankt werden muss, bestimmen die Bedingungen des Anbieters. In der Regel muss bei einem bestimmten Pegel eine Tankstelle angesteuert werden. Die Kosten rechnet der Nutzer mit einer Quittung über den Anbieter ab. Alternativ steht häufig eine Tankkarte zur Verfügung.

Das Angebot auf dem Schweizer Markt

Grösster Anbieter auf dem Schweizer Markt ist das Unternehmen Mobility. Die Standorte verteilen sich auf 500 Gemeinden in der Schweiz – hier stehen den Mitgliedern des genossenschaftlich organisierten Unternehmens 2650 Fahrzeuge zur Verfügung. Die Flotte setzt sich aus sparsamen Kleinwagen, Cabrios und Kleintransportern zusammen. In seinem Fuhrpark setzt das Unternehmen unter anderem auf ökologische Elektrofahrzeuge. Dank der leuchtend roten Lackierung sind die Wagen leicht zu erkennen.




Unternehmensangaben zufolge sparen Nutzer des Mobility-Carsharing-Angebots jährlich durchschnittlich rund 4000 Franken. Das Unternehmen berechnet pro Stunde Tarife, die bei einem Preis von 2,80 Franken beginnen, alternativ sind Kilometertarife ab 0,52 Franken im Portfolio. Die minimale Nutzungsdauer liegt bei einer Stunde. In den Tarifen sind alle Kosten enthalten – Nutzer können sich auf ein transparentes Angebot verlassen. Die Reservierung ist per Smartphone-App, Internet oder Telefon jederzeit problemlos möglich.

Privates Autoteilen in ländlichen Regionen

In ländlichen Regionen profitieren Einwohner nicht von den praktischen städtischen Carsharing-Angeboten. Nachbarn oder Bekannte tun sich zusammen und nutzen ein Fahrzeug gemeinsam. Beim privaten Autoteilen stellt entweder einer der Beteiligten sein Fahrzeug zur Verfügung oder die Gemeinschaft schafft gemeinsam einen Wagen an. Der Verkehrsclub VCS empfiehlt, die gesamten Regelungen genauestens vertraglich festzuhalten, entsprechende Musterverträge sind beim VCS verfügbar.

Private Fahrgemeinschaften müssen einen Beteiligten bestimmen, der die Gruppe gegenüber Versicherungen oder Ämtern vertritt – er tritt als Halter des Fahrzeugs auf. Nach Angaben des Verkehrsclubs können in einigen Kantonen mehrere Halter eingetragen werden.

 

Oberstes Bild: Carsharing – Auto teilen und sparen (Bild: Jirsak / Shutterstock.com)

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.



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