Toyota: Unterhalten sich zwei Autos …

20.08.2016 |  Von  |  Auto, News, Toyota
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Jetzt bewerten!

Toyota präsentiert drei neue Modelle, die mittels Vehicle-to-vehicle-Systemen (V2V) miteinander kommunizieren können. Die sogenannte „IST-Connect-Technologie“ wird als zusätzliches Feature für den neuen Lexus RX, Toyota Crown und Prius angeboten. Die Fahrzeuge können damit grundlegende Informationen untereinander senden und empfangen. Das kann zum Beispiel der Standort sein, die Fahrtrichtung oder die Geschwindigkeit.

Vielversprechend ist auch die Möglichkeit, vor aufkommenden Staus warnen zu können.

Zusatz-Feature ist sehr gefragt

„Im Moment ist es leider noch zu früh, einen konkreten Vorteil von solchen V2V-Systemen zu bemerken, da es einfach noch zu wenige Autos auf unseren Strassen gibt, die mit dieser Technologie ausgestattet sind“, zitiert „TechCrunch“ den Toyota-Sprecher Hideki Hada. Doch das könnte sich schon bald ändern. „Immer mehr Menschen wollen diese optionalen Zusatz-Features in ihren neuen Autos installiert haben“, betont Hada. Die entsprechende Nachfrage auf Konsumentenseite hätte die Erwartungen des Unternehmens jedenfalls bereits weit übertroffen. „Ziel ist es, das in allen Fahrzeugen verfügbar zu machen“, so der Unternehmenssprecher.

Dass der Einbau der IST-Connect-Technologie derart gefragt ist, liegt auch daran, dass sich Toyota gemeinsam mit der japanischen Regierung vehement darum bemüht, die Verbraucher mithilfe konkreter Beispiele für innovative Funktionen zu begeistern. „Nehmen wir etwa einen Stau im Winter. V2V-Systeme könnten dem Fahrer helfen, solche Situationen zu vermeiden, indem sie von weiter vorne befindlichen Autos rechtzeitig die Information erhalten, dass sie zum Stillstand gekommen sind“, erläutert Hada.

Mit Ampeln kommunizieren

Neben der Kommunikation untereinander lassen sich mit den oben genannten drei Automodellen auch Informationen aus der umliegenden Umgebung empfangen. Vehicle-to-infrastructure oder V2I heisst hier das Zauberwort, das es ermöglichen soll, etwa von Ampeln die Information zu erhalten, welche Farbe sie gerade anzeigen und in wie vielen Sekunden auf das nächste Signal umgeschaltet wird. „Wenn die Ampel dann kurz davor ist, auf Grün umzuspringen, erfährt das der Fahrer von seinem Auto. Auch wenn sie auf Rot springt, wird er darüber informiert und kann sich rechtzeitig darauf einstellen“, schildert Hada.

Kein Cloud-Speicher nötig

Wenn es um die Einbettung moderner Kommunikations- und Informationstechnologien in Autos geht, gilt Toyota als einer der Vorreiter. Anfang dieses Jahres hatte der Konzern etwa auf der Auto Show in Detroit den Prototypen eines Satelliten-Antennensystems vorgestellt, das mithilfe spezieller Antennen Internetverbindungen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Megabit pro Sekunde ermöglichen soll.

Auch bei der IST Connect-Technologie werden zwei kleine Antennen genutzt, um Informationen zwischen den einzelnen Autos auszutauschen. Ein Cloud-Speicher oder Ähnliches ist hierfür nicht notwendig. „Wir verwenden stattdessen einfach einen alten Frequenzkanal, der beim Wechsel von analogem auf digitales TV stillgelegt worden ist“, verrät Hada.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © chombosan – shutterstock.com

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.


Ihr Kommentar zu:

Toyota: Unterhalten sich zwei Autos …

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die belmedia AG behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.