Tipps für die Polsterpflege

30.05.2014 |  Von  |  Auto
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Tipps für die Polsterpflege
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Alle Automobile haben gepolsterte Sitzflächen für den Fahrer und die Passagiere zu bieten. Jene bestehen aus mehreren Komponenten und dienen dem Komfort und der Bequemlichkeit beim Autofahren. Die hinteren Sitze sind in der Regel als Sitzbank konzipiert, Kombis und Fahrzeuge mit Heckklappen verfügen oftmals über wegklappbare Teile dieser Rücksitzlehne, um eine Vergrösserung des Laderaumes bei entsprechendem Bedarf zu bieten.

Herausklappbare Armlehnen für Heckpassagiere finden sich gelegentlich an Fahrzeugen der gehobeneren Klassen. Die vorderen Sitze sind üblicherweise als Einzelsitze konstruiert und auf einer verstellbaren Konsole am Fahrzeugboden befestigt. Die Gestaltung der Rückenlehne und Sitzfläche umfasst auch Aspekte eines verbesserten Seitenhaltes. Bei sportlichen Fahrzeugen haben sich schalensitzähnliche Versionen durchgesetzt.



Die vorderen Sitze sind hinsichtlich des Pedalabstandes der Sitzfläche und der Lehnenneigung (Sitzwinkel) verstellbar. Auch eine Sitzhöhenverstellbarkeit kann gewährleistet sein. Die Verstelloptionen gibt es in manueller Version, aber auch mit der Hilfe elektrisch betriebener Stellmotoren. Manche Fahrzeuganbieter offerieren optional Sitzflächenheizungen für die kühlere Jahreszeit oder orthopädisch sinnvolle Einstellmöglichkeiten sowie aufblasbare Zusatzkissen im unteren Bereich der Rückenlehne für einen ergänzenden Sitzkomfort bei Personen mit Rückenleiden.

Die Polstermaterialien und Bezugswerkstoffe der Autositze

Bei der Anschaffung des Fahrzeuges hat der Käufer normalerweise eine Auswahlmöglichkeit bezüglich der Oberflächenbeschaffenheiten und des farblichen Designs der Bezüge. Die Beschaffenheiten der Polstermaterialien selbst sind den Anforderungen im täglichen Gebrauch der Fahrzeuge entsprechend ausgelegt. Bestimmte alterungsresistente Schaumstoffe und dauerelastische Kunstfasern mit besonderen Charakteristika dienen den Polsterungszwecken und erlauben eine Belüftung der Hautkontaktflächen bei Stoffsitzen.

Normale Polsterpflege



Ein gelegentliches Aussaugen der Sitze eines Fahrzeuges gehört zum üblichen Umfang der Wagenpflege. Dazu eignet sich jeder haushaltsübliche Staubsauger, aber auch im Zubehörhandel erhältliche Autostaubsauger (mit 12-V-Betrieb am Bordnetz) können hilfreich sein. Sehr gerne verwenden Automobilisten die leistungsstarken Münzautomaten, welche an manchen Tankstationen oder Autowaschstrassen für ein paar Franken ihre Dienste anbieten.

Versäumen Sie bitte beim Aussaugen nicht, auch entlang der Nähte und Polsterfugen sauber zu machen. Kleine Krumen vom Essen oder Staub und Haare sammeln sich hier gerne an. Besitzer von Haustieren, die ihren Liebling auch im Auto mitnehmen, kennen die Problematik mit Tierhaaren auf den Polstern. Nur eine mitgeführte Decke oder ein Korb (mit dem Haltegurt festgemacht) kann hier Verunreinigungen auf den Polstern reduzieren. Eine Handbürste macht die Polsterpflege zwischen den Saugvorgängen komplett.

Kunstleder kann prima mit seifiger Lauge und einem Schwämmchen abgewaschen werden, Sitze aus echtem Leder verlangen allerdings nach einem Lederpflege- und Imprägnierungsmittel nach der Reinigung.





Besonders bei mitfahrenden Kindern sind gelegentliche Flecken von Getränken oder Speisen auf den Autopolstern unumgänglich. (Bild: Jamesbin / Shutterstock.com)

Besonders bei mitfahrenden Kindern sind gelegentliche Flecken von Getränken oder Speisen auf den Autopolstern unumgänglich. (Bild: Jamesbin / Shutterstock.com)

Was tun bei Verschmutzungen oder Flecken auf den Sitzpolstern aus Stoff?



Besonders bei mitfahrenden Kindern sind gelegentliche Flecken von Getränken oder Speisen auf den Autopolstern unumgänglich. Hier ist rasches Handeln angesagt, denn richtig eingetrocknete Flecken auf Stoffsitzen sind oftmals viel mühevoller zu entfernen als frische. Es kommt auch immer auf den Fleckentyp an, welche Behandlung den meisten Erfolg verspricht. Hier geben wir Ihnen ein paar Hinweise zur Entfernung hartnäckiger oder unschöner Flecken aus Ihren Autositzen:

Kaugummi oder Schokolade, Baumharz oder Kunstharz: Bei wasserunlöslichen Verunreinigungen und schwierig zu bearbeitenden Flecken hilft oftmals ein kleiner Trick. Nehmen Sie sich ein Kältespray zu Hilfe und vereisen Sie dann gezielt die Schoggi oder den Kaugummi etc. Nun können Sie mit einem Spachtel oder dem Rücken eines Tafelmessers die Substanz vorsichtig anheben und wegkratzen. Damit beseitigen Sie einen Grossteil der Verunreinigung und können restlichen Rückständen mit etwas Feinwaschmittel, Wasser und einer weichen Waschbürste zu Leibe rücken.

Kugelschreiber und Lippenstift oder Mascara: Solche ölbasierenden Materialien verfügen über eine sehr hohe Pigmentdichte. Damit geht die Gefahr einher, dass Sie bei einem Reinigungsversuch nur die kräftigen Farbpigmente verschmieren und weiter verteilen. Hier muss die Verschmutzung mit Brennspiritus oder farblosem Isopropanol (Wundalkohol aus der Drogerie oder Apotheke) erst angelöst und dann durch vorsichtiges Abtupfen (von aussen nach innen hin) mit einem saugfähigen Tüchlein aus Zellstoff oder Baumwolle bearbeitet werden. Diese Prozedur muss gegebenenfalls mehrfach wiederholt werden. Einen eventuellen Restfleck entfernen Sie dann mit Wasser und Spülmittel oder etwas Feinwaschmittel in Wasser gelöst.

Erbrochenes: Erbrochenes auf den Polstern verdient eine umgehende Sofortbehandlung zur Schadensminimierung und Fleckenvorbeugung. Erbrochene Speisen enthalten oftmals auch organische Säuren (Magensäure) und sind von wässriger bis breiiger Konsistenz. Die Verschmutzung muss umgehend beseitigt werden, denn mit fortschreitender Zeit nach dem Malheur durchnässen sich die Polster mit den flüssigen Bestandteilen. Die können später zu üblen Gerüchen im Fahrzeuginneren führen, deshalb ist unverzüglich Vorsorge dagegen zu treffen.

Die wegwischbaren Bestandteile der Masse sollten zuerst entfernt werden, den bereits eingedrungenen Flüssigkeiten sollten Sie mit möglichst warmem Wasser hinterhersetzen. Nehmen Sie dazu am besten einen Eimer und eine Waschbürste und mischen Sie dem Wasser etwas haushaltsübliches Spülmittel hinzu. Durchnässen Sie nur die betroffene Stelle leicht und bedienen Sie sich saugfähiger Materialien (alte T-Shirts oder ausgediente Handtücher sind geeignet) zum Aufsaugen der Feuchtigkeit. Wiederholen Sie diese Vorgänge und nehmen Sie immer wieder frisches Wasser dazu. Nach dieser Notreinigung können Sie den letzten Vorgängen etwas Weichspüler (aus dem Haushalt) hinzusetzen, dieser enthält Gerüche bindende oder überlagernde Substanzen. Eine gründliche Durchtrocknung des Polsters sollte dann ermöglicht werden.



 

Oberstes Bild: © bogdanhoda – Shutterstock.com


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