TCS identifiziert 6 gefährliche Fussgängerstreifen

10.12.2015 |  Von  |  News
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TCS identifiziert 6 gefährliche Fussgängerstreifen
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Eine Mitgliederumfrage lieferte dem Touring Club Schweiz (TCS) im letzten Jahr Hinweise auf 176 als gefährlich empfundene Fussgängerstreifen in der ganzen Schweiz. Allerdings mussten nur 11 davon genauer untersucht und geprüft werden.

Lediglich 6 wurden dann auch tatsächlich als „mangelhaft“ bewertet. Viele Fussgängerstreifen werden also gefährlicher eingeschätzt, als sie wirklich sind. Das Verhalten der Verkehrsteilnehmer dürfte bei dieser Wahrnehmung eine grosse Rolle spielen.

11 von 176 Fussgängerstreifen überprüft

Ende 2014 wurden die Mitglieder des TCS über das Touring-Magazin aufgerufen, potenziell gefährliche Fussgängerstreifen zu melden. Von den 176 gemeldeten und über das ganze Land verteilten Verkehrssituationen mussten allerdings bloss 11 Fussgängerstreifen genauer untersucht und geprüft werden.

„Bei vielen anderen Fussgängerstreifen fehlte nämlich nur ein kleines Detail“, erklärt der verantwortliche TCS-Prüfexperte Oliver Caspar. „Bei anderen Meldungen wurden sämtliche Übergänge einer Gemeinde als gefährlich betrachtet oder es wurde bemängelt, dass an wichtigen Stellen  keine Fussgängerstreifen vorhanden sind.“

Ungenügender Benotung aufgrund schlechter Sichtverhältnisse

Zwischen August und September 2015 nahm der TCS schweizweit 11 Fussgängerstreifen unter die Lupe. 3 der untersuchten Fussgängerstreifen erhielten das Prädikat „gut“ (Genf (GE), Liestal (BL), Neuhausen (SH)), zwei schnitten „genügend“ ab (Köniz (BE), Steinen (SZ)). 6 der untersuchten Fussgängerstreifen erhielten das Prädikat „ungenügend“( Adliswil (ZH), Aigle (VD), Bulle (FR), La Neuveville (BE), Oberuzwil (SG), Sion (VS)).

Die Tests folgten der Systematik der früheren TCS-Fussgängerstreifentests. Untersucht wurden die vier Kategorien Gestaltung und Konzeption, Sichtverhältnisse am Tag, Sichtverhältnisse in der Nacht und die Zugänglichkeit. Bei den 6 als mangelhaft bewerteten Fussgängerstreifen waren die schlechten Sichtverhältnisse am Tag und in der Nacht ausschlaggebend für die ungenügende Benotung. Mehrere der 6 Fussgängerstreifen waren zudem schlecht zugänglich.


Die Tests folgten der Systematik der früheren TCS-Fussgängerstreifentests. (Bild: © marekusz - shutterstock.com)

Die Tests folgten der Systematik der früheren TCS-Fussgängerstreifentests. (Bild: © marekusz – shutterstock.com)


Positive Entwicklung

Dennoch wurden im Verhältnis zu den eingegangenen Meldungen nur wenige Fussgängerstreifen tatsächlich als „mangelhaft“ bewertet. Dies ist ein Hinweis auf eine mehrheitlich zufriedenstellende Gesamtsituation und zeugt von einer entsprechenden Sensibilität der verantwortlichen Gemeinden und Kantone in diesem Bereich. Eine positive Tendenz liess sich schon beim letzten TCS-Fussgängerstreifentest feststellen und zeigt sich auch an der tieferen Anzahl tödlicher Unfälle auf Fussgängerstreifen im Jahr 2014.

Verhalten der Verkehrsteilnehmer entscheidend

Fussgängerstreifen sind sensible Verkehrssituationen und werden von den Verkehrsteilnehmern berechtigterweise sehr kritisch betrachtet und wahrgenommen. Dies kann allerdings auch dazu führen, dass selbst regelkonforme und gut konzipierte Situationen immer noch als potenziell gefährlich eingeschätzt werden.

„Oft sind es lediglich Details, die angepasst werden könnten“, fasst Oliver Caspar zusammen. „Ein Gefühl der Unsicherheit kann sich auch auf  sicheren Fussgängerstreifen einstellen. Dies hängt dann aber sehr häufig mit dem Verhalten der Verkehrsteilnehmer zusammen.“

Testmethodik

Jeder Fussgängerstreifen wurde anhand von 27 Kriterien in 4 Kategorien bewertet: Gestaltung und Konzeption, Sichtbarkeit am Tag, Sichtbarkeit in der Nacht und Zugänglichkeit. In jeder Kategorie wurde eine Note vergeben, entweder „sehr gut“, „gut“, „ausreichend“, „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“.



Die Untersuchungskriterien waren etwa die Sichtweite, die Beleuchtung, die Beschilderung, die Länge, die Markierungen, die Verkehrsinseln, die Lichtsignale oder der Wartungszustand. Für die Zugänglichkeit wurden Hindernisse und Zugänge für Menschen mit eingeschränkter Mobilität berücksichtigt. Die gesamte Testmethodik wurde von der Universität „La Sapienza“ in Rom entwickelt.

 

Artikel von: Touring Club Schweiz
Artikelbild: © e X p o s e – shutterstock.com

Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.


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