So sollte Biker-Kleidung aussehen

30.07.2016 |  Von  |  Motorrad, News
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So sollte Biker-Kleidung aussehen
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Sommerzeit ist Motorradzeit. Doch wer sich aufs Motorrad setzt, sollte nicht nur gut aussehen, sondern auch optimal geschützt sein. Inzwischen ist die moderne Motorradbekleidung technisch sehr weit.  

Im Folgenden eine Checkliste von TÜV SÜD für den Kauf der neuen Motorrad-Kombi.

Helm, Kleidung, Stiefel, Handschuhe – dass die richtige Ausrüstung für den Motorradfahrer nicht Jacke wie Hose ist, das ist inzwischen allen Bikern klar. Fahrer in Jeans und Turnschuhen sieht man nur noch selten. Bei der Schutzkleidung gab es in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte. Dazu Philip Schreiber von TÜV SÜD: „Lederkombis sind heute klimatechnisch fast so gut wie Textilkleidung, andererseits wird Textilkleidung in Sachen Abrieb immer besser.“ Wichtige Kriterien sind auch die optimale Bewegungsfreiheit und der Schutz vor Witterungseinflüssen. „Wer sich wohl fühlt fährt sicherer“, so Schreiber. Ein wichtiger Rat des TÜV SÜD-Experten: „Nach einem Unfall auf jeden Fall neue Kleidung kaufen.“

Wichtige Fragen vorab: Wie, wofür und wann kommt das Motorrad zum Einsatz? Für kurze Ausfahrten ist der Einteiler gut. Er liegt eng am Körper, bietet wenig Windwiderstand und kann nicht verrutschen. Geht es auf längere Touren oder will man mit dem Bike zum Arbeitsplatz pendeln, sind zweiteilige Textil- oder Lederkombinationen die richtige Wahl, denn sie können auch abseits des Motorrads getragen werden. Zudem verfügen sie zumindest über Stauraum für Schlüssel und Brieftasche. Wichtig bei allen Anlässen ist, gut gesehen zu werden. Deshalb: helle Farben wählen!

Nappa oder Nylon: Leder und Textil sind die sichersten Materialien fürs Motorradfahren. Beim Leder unbedingt auf die Stärke achten – das Material sollte mindestens 1,2 Millimeter stark sein, dann reicht die Abriebfeste des Naturmaterials aus. Gerade bei der Funktionalität haben die Entwickler von Ledermotorradbekleidung in den vergangenen Jahren grosse Fortschritte gemacht. So können moderne Ledermonturen auch bei Wind und Wetter angezogen werden und sorgen dafür, dass der Biker auch bei einem starken Regenguss trocken bleibt. Neue und mit dem Leder direkt verbundene Klimamembranen halten den Motorradfahrer zusätzlich trocken und frisch.


Motorradbekleidung ist äusserst wichtig für den Schutz der Motorradfahrer. (Bild: © Steiner Wolfgang - shutterstock.com)

Motorradbekleidung ist äusserst wichtig für den Schutz der Motorradfahrer. (Bild: © Steiner Wolfgang – shutterstock.com)


Textilbekleidung ist leichter, bequemer und bietet zudem besseren Schutz gegen Wind und Regen. Grösster Vorteil gegenüber der Lederkleidung: Man kann die Textilkleidung über der normalen Kleidung tragen. In Sachen Klima ist die Textilbekleidung der Ledervariante immer noch ein Stück voraus. Die Materialien sind leichter, zusätzliche Reissverschlüsse im Aussenfutter bewirken, dass ausreichend Frischluft zwischen Körper und Futter für gute Lüftung sorgt. Wer also vor hat, bei grosser Hitze unterwegs zu sein, der sollte sich für die textile Variante entscheiden.

Protektoren: Schultern, Ellenbogen, Rücken, Hüfte und Knie – moderne Protektoren schützen und bieten gleichzeitig einen hohen Tragekomfort. Protektoren sind entweder direkt in die Kleidung integriert oder separat zu erhalten. Dazu Philipp Schreiber: „Eine wichtige Rolle bei der Schutzwirkung von Motorradbekleidung spielen Grösse, Form und Anordnung der Protektoren.“ Auf Prüfsiegel achten: EN 1621-2 gilt für Rückenprotektoren, EN 1621-1 für alle anderen. Anzahl und Form der integrierten Protektoren sind wichtiges Kriterium für die Auswahl. Fehlen die Prüfungsnachweise: Finger weg!

Anprobe: Bei der Anprobe vor allem auf Sitz und Komfort achten. Man sollte ausreichend Bewegungsfreiheit haben und bedenken, dass Funktionswäsche darunter passt. Für Lederbekleidung gilt: In den Bewegungszonen dienen textile Stretch-Einsätze für mehr Agilität und sorgen für Luftzirkulation. Bei den Ärmeln immer wichtig: die Länge. Bei angewinkelten Ellenbogen muss der Bund bis über das Handgelenk reichen und sich einwandfrei verschliessen lassen. Auch die Hosenbeine müssen die richtige Länge haben. Um das zu überprüfen, am besten die eigenen Stiefel und Handschuhe zur Anprobe mitbringen. Sportliche Fahrer sollten darauf achten, dass sich der Halsabschluss ausreichend verstellen lässt. Bei der gebeugten Haltung auf Sportmaschinen drückt oft der Kragen.

Zur eingebauten Sicherheit: Textilbekleidung sollte immer einen Gürtel in der Taille haben, der vor Flattern schützt. Beim Thermo-Innenfutter zudem auf Verstellmöglichkeiten achten, damit Kleidung und Protektoren immer exakt und eng anliegen.

 

Artikel von: TÜV SÜD
Artikelbild: © Andrey Armyagov – shutterstock.com

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