ŠKODA mit Klassikern beim Eifel Rallye Festival

23.07.2016 |  Von  |  Auto, News, Rallye
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ŠKODA mit Klassikern beim Eifel Rallye Festival
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Beim Eifel Rallye Festival nahe des Städtchens Daun in der Vulkaneifel sorgt ŠKODA an diesem Wochenende ŠKODA einmal mehr für Aufsehen. Denn der tschechische Autobauer bringt fünf aussergewöhnliche, teils extrem seltene Klassiker an den Start, die legendäre Rennfahrzeuge waren.

Als VIP-Fahrer lässt der siebenfache deutsche Rallye-Meister Matthias Kahle den ŠKODA 130 RS von 1976 ordentlich fliegen. Passend zum Schwerpunkt des diesjährigen Eifel Rallye Festivals – der legendären Gruppe B – treten drei ŠKODA Rallye-Boliden an, die Mitte der 1980er-Jahre aufgebaut wurden:

  • Der ŠKODA 160 RS MTX auf Basis des Sportcoupés ŠKODA GARDE diente als Versuchsfahrzeug für den WM-Einstieg.
  • Zum Zuge kam dort jedoch damals der viertürige ŠKODA 130 LR.
  • Ebenso startet in Daun startet sein designierter Nachfolger für die noch radikalere Gruppe S, der 130 LR Evo.

Und mit dem OCTAVIA World Rally Car (WRC) trat ŠKODA ab Ende der 1990er-Jahre in den Wettbewerb mit allen Topmarken des Rallye-Sports.


Mit dem ŠKODA OCTAVIA WRC startet die Marke 1999 in der höchsten Rallye-Liga durch. (Bild: ŠKODA)

Mit dem ŠKODA OCTAVIA WRC startet die Marke 1999 in der höchsten Rallye-Liga durch. (Bild: ŠKODA)


Der Porsche des Ostens

Der ŠKODA 130 RS – seinerzeit gern als „Porsche des Ostens“ bezeichnet – galt nicht nur jenseits des Eisernen Vorhangs als ganz heisses Eisen. Der Hecktriebler basierte auf dem populären Sportcoupé ŠKODA 110 R, wurde aber durch zahlreiche Karosserieteile aus Aluminium und glasfaserverstärktem Kunststoff sowie Fenster aus splitterfestem Polycarbonat konsequent auf Leichtbau getrimmt.

Ein sportliches Fahrwerk und ein leistungsgesteigerter Vierzylinder runden die Modifikationen ab. Der 1,3-Liter-Motor leistet 136 PS und beschleunigt den 130 RS auf bis zu 220 km/h. In dieser Konfiguration erzielte der 130 RS einen Doppelsieg in der Gruppe 2 bis 1,3 Liter Hubraum bei der Rallye Monte Carlo 1977. Mit der Rundstreckenversion des 130 RS gewann ŠKODA 1981 die Markenwertung der Tourenwagen-Europameisterschaft.


Die Nachfolge des legendären 130 RS trat 1986 der ŠKODA 130 LR an. (Bild: ŠKODA)

Die Nachfolge des legendären 130 RS trat 1986 der ŠKODA 130 LR an. (Bild: ŠKODA)


Echte Raritäten –  ŠKODA 160 RS MTX und ŠKODA 130 LR

Selbst unter den eingefleischten Kennern der Rallye-Historie dürfte der ŠKODA 160 RS MTX für Erstaunen sorgen: Nur drei Exemplare dieses Gruppe-B-Prototyps von 1984 wurden je gebaut. Die Werksbesatzung Vaclav Blahna/Pavel Schovánek pilotierte den 1,6-Liter-Renner, dessen Karosserie auf dem Coupé ŠKODA GARDE basierte, bei Rallyes in der Tschechoslowakei. Das Verbot von Prototypen beendete die Karriere des giftigen Hecktrieblers vorzeitig.

Die Gruppe B behielt ŠKODA dennoch im Visier und stellte 1986 den ŠKODA 130 LR auf die Räder, der den 130 RS beerben sollte. Die viertürige Limousine war zwar nach diesem freizügigen technischen Reglement konzipiert, stand mit Heckantrieb und 1‘300-ccm-Saugmotor aber auf verlorenem Posten gegen die Allrad-Turbomonster jener Zeit. Dennoch sprang beim Rallye-WM-Lauf in Sanremo ein siebter Gesamtrang heraus.


Als Thronfolger des 130 RS entwickelte ŠKODA drei Prototypen des 160 RS MTX für die radikale Gruppe B. (Bild: ŠKODA)

Als Thronfolger des 130 RS entwickelte ŠKODA drei Prototypen des 160 RS MTX für die radikale Gruppe B. (Bild: ŠKODA)


Unikat mit kurzer Geschichte

Ebenfalls aus der tschechischen Heimat der Marke ist ein echtes Unikat zum Eifel Rallye Festival erschienen: Mit dem ŠKODA 130 LR Evo wollte die Marke sich in der ab 1988 vorgesehenen, noch liberaleren Gruppe S engagieren. Der fünffache Safari-Rallye-Sieger Shekhar Mehta fuhr den Testträger bei der ŠKODA Rallye, dann ereilte den 130 LR Evo das Schicksal vieler interessanter Zeitgenossen: Die Gruppe wurde eingestellt.



Rallye-Erfolge mit dem ŠKODA OCTAVIA WRC

Für die Gruppe S – damit auch für den Evo-ŠKODA – endete die Geschichte, bevor sie begann. Immerhin durfte der Gruppe-S-Prototyp später beim Rallycross zeigen, was er konnte. 1999 schlug ŠKODA ein neues Kapitel seiner illustren Rallye-Historie auf. Nach erfolgreichen WM-Einsätzen der frontgetriebenen Modelle FAVORIT, FELICIA und OCTAVIA startete die Marke mit dem Turbo-Allradler ŠKODA OCTAVIA WRC in der höchsten Liga des Rallye-Sports durch.

Das Exemplar, das die Fans beim Eifel Rallye Festival erleben, ist der erste Testträger, wurde vom Werk aber auch in der Rallye-Weltmeisterschaft eingesetzt. In Daun tritt der OCTAVIA WRC wieder in der originalen WM-Werkslackierung an.

 

Artikel von: ŠKODA AUTO Deutschland GmbH
Artikelbild: Der legendäre ŠKODA 130 RS wird beim Eifel Rallye Festival vom siebenfachen deutschen Rallye-Meister Matthias Kahle pilotiert. (© ŠKODA)

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