Porsche Classic Restauration Challenge 2016

04.07.2016 |  Von  |  Auto, News, Porsche
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Porsche Classic Restauration Challenge 2016
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Das Porsche Zentrum Genf ist der Sieger der „Porsche Classic Restauration Challenge“ 2016. Damit lagen die Genfer bereits zum zweiten Mal in vorne. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich das Team den ersten Platz bei dem Wettbewerb geholt, der damals noch „Porsche Classic Award“ hiess.

Insgesamt fünf Teams waren diesmal angetreten – das zweitplatzierte Porsche Service-Zentrum Schinznach-Bad sowie die Porsche Zentren Lugano, Zug und Zürich. Die Herausforderung bestand darin, innerhalb eines Jahres ein Klassikfahrzeug teilweise oder komplett zu restaurieren.

Sieger beim Porsche Treffen Mollis gekürt

Das Porsche Zentrum Genf setzte sich mit der Restauration eines 911 S 2.0 in hellelfenbein aus dem Jahr 1969 durch. Die Siegerehrung fand am vergangenen Samstag im Rahmen des Porsche Treffens Mollis statt, das zusammen vom Porsche Club Glarnerland und der Porsche Schweiz AG veranstaltet wurde. Beim grössten Porsche Treffen in der Schweiz kamen mehr als 1‘000 Fahrzeuge aller Modelle und Baujahre zusammen.


Siegerehrung der Porsche Classic Restauration Challenge beim Porsche Treffen Mollis (Bild: Porsche Schweiz)

Siegerehrung der Porsche Classic Restauration Challenge beim Porsche Treffen Mollis (Bild: Porsche Schweiz)


Ziel des Wettbewerbs war es, durch die Restauration so nahe wie möglich an den Auslieferungszustand des jeweiligen Fahrzeugs heranzukommen. In die Bewertung flossen folgende Kategorien ein: Wiederherstellung des Urzustandes des Fahrzeugs, Tiefe der Restauration und Fahrzeugzustand, Dokumentation des Restaurationsprozesses und der Fahrzeughistorie sowie Marketing und Kommunikation. Dem technischen Zustand kam dabei die grösste Bedeutung zu.

Eine Fachjury prüfte insbesondere Karosserie, Antriebsstrang und Fahrwerk. Sie setzte sich zusammen aus den Porsche-Classic-Experten Marco Marinello, selbst Eigner mehrerer historischer Modelle, Bernd von Nolting, dem Restaurationsspezialisten für 356 und frühe 911-Modelle und Hansjörg Kunz von der Porsche Schweiz AG. Marinello und von Nolting fungieren bei zahlreichen internationalen Wettbewerben als Gutachter.

„Die Restaurationstiefe ist die Essenz der Porsche Classic Restauration Challenge“, erklärt Hansjörg Kunz und ergänzt: „Allerdings berücksichtigen wir bei der Bewertung ebenfalls, wenn durch Bewahrung erhaltungswerter Originalzustände an Fahrzeugteilen, die Identität und Geschichte eines Fahrzeuges beibehalten wird.“


Der Sieger: 911 S 2.0 in hellelfenbein aus dem Jahr 1969 des Porsche Zentrum Genf (Bild: Porsche Schweiz)

Der Sieger: 911 S 2.0 in hellelfenbein aus dem Jahr 1969 des Porsche Zentrum Genf (Bild: Porsche Schweiz)


Genfer Team überzeugt

Mit der höchsten Auszeichnung honorierte die Jury den 911 S 2.0, den das Genfer Team in insgesamt 2165 Arbeitsstunden von Grund auf restaurierte. Das betriebseigene Fahrzeug war zu Beginn der Arbeiten nicht fahrbereit und zudem in der falschen Farbe lackiert. Es wurde komplett zerlegt, jede Baugruppe in aufwendiger Detailarbeit aufbereitet und der Elfer anschliessend im Originalzustand wieder aufgebaut. Neben Motor und Getriebe konnten die Genfer Restaurateure unter anderem Scheinwerfer, Lichtmaschine, Heizklappenkästen und Heizgebläse komplett in Stand setzen und wiederverwenden.


Porsche 911 S 2.0, Baujahr 1969 (Bild: Porsche Schweiz)

Porsche 911 S 2.0, Baujahr 1969 (Bild: Porsche Schweiz)


Darüber hinaus kamen Originalersatzteile von Porsche Classic zum Einsatz. Das Interieur musste komplett frisch ausgekleidet, die Sitze neu aufgebaut und bezogen, die Elektrik ersetzt werden. „An dem 911 aus Genf blieb vom Motor bis zum Wappen wirklich kein Teil unangetastet. Die Restaurationstiefe und -qualität hat die Jury sehr beeindruckt“, urteilt Hansjörg Kunz. Bernd von Nolting ergänzt: „Die herausragende Leistung schlug sich im Gesamtergebnis nieder: Das Porsche Zentrum Genf holte 902 von 1000 möglichen Punkten.“


Das Genfer Team investierte insgesamt 2165 Arbeitsstunden in das Projekt. (Bild: Porsche Schweiz)

Das Genfer Team investierte insgesamt 2165 Arbeitsstunden in das Projekt. (Bild: Porsche Schweiz)


Das zweitplatzierte Porsche Service Zentrum Schinznach-Bad erreichte eine Punktzahl von 832. Bei der Restauration des 911 S 2.2 Targa stand das Service Zentrum vor der Herausforderung, viele nicht mehr originale Anbau- und Interieur-Teile ersetzen zu müssen. Zu den eigentlichen Restaurationsarbeiten kam die zeitaufwendige Teilebeschaffung.


Zweitplatzierter: 911 S 2.2 Targa in hellgelb aus dem Jahr 1971 des Porsche Service Zentrum Schinznach-Bad (Bild: Porsche Schweiz)

Zweitplatzierter: 911 S 2.2 Targa in hellgelb aus dem Jahr 1971 des Porsche Service Zentrum Schinznach-Bad (Bild: Porsche Schweiz)


Um den Urzustand des 911 wiederherstellen zu können, verwendete das Team aus Schinznach-Bad viele NOS-Komponenten (New Old Stock), das heisst, Neuteile aus den 1970er-Jahren. Am Ende summierte sich der Arbeitsaufwand auf 3730 Stunden. Auch der Targa aus dem Jahr 1971 wurde komplett zerlegt und der Geburtsurkunde des Fahrzeugs entsprechend wieder aufgebaut.

Schweiz ist Porsche Classic-Land

Den Hintergrund des Restaurationswettbewerbs erläutert Dominik Steffen, Leiter After Sales der Porsche Schweiz AG: „Die Schweiz weist traditionell einen hohen Bestand an Porsche-Classic-Fahrzeugen auf, der Anteil am gesamten Fahrzeugpark beträgt mehr als 40 Prozent. … Mit der Porsche Classic Restauration Challenge zeigen wir, welche Kompetenzen die Porsche Zentren und Porsche Service Zentren bei der Teilebeschaffung, Reparatur, Betreuung und Restauration von historischen Porsche-Fahrzeugen besitzen.“

 

Artikel von: Porsche Schweiz
Artikelbild: © Porsche Schweiz

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