Neue Verkehrsregeln geben zu reden

06.01.2016 |  Von  |  News
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Neue Verkehrsregeln geben zu reden
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Im neuen Jahr treten für die Autofahrer einige neue Verkehrsregeln in Kraft. Die wichtigste Änderung betrifft das Rückwärtsfahren: So darf man seit dem 01.01.2016 nur noch dann „längere Strecken“ rückwärtsfahren, wenn „die Weiterfahrt oder das Wenden nicht möglich ist“.

Nach Meinung des ACS ist diese sogenannte Neuerung eine Selbstverständlichkeit, die letztlich die Eigenverantwortlichkeit des Autofahrers unnötig einschränkt.

Nebst der erwähnten Beschränkung des Rückwärtsfahrens „auf das Notwendigste“ haben die Automobilisten von weiteren neuen Verkehrsregeln Kenntnis zu nehmen. So darf seit Anfang 2016 auf Autobahnen mit mindestens drei in gleicher Richtung verlaufenden Fahrstreifen die äusserste, linke Spur nur noch von Fahrzeugen benutzt werden, die schneller als 100 km/h fahren dürfen. Zudem wird die Sporttaste bei Neuwagen verboten, welche die Klappen bei der Auspuffanlage öffnet und so die Motorengeräusche deutlich verstärkt. Im Weiteren wird die neue Verkehrssignalisation „Freigabe des Pannenstreifens“ eingeführt.

Mit einiger Besorgnis stellt der ACS fest, dass die staatliche Regulierungsfreude ständig zunimmt und den Automobilisten die Freude am Fahren zunehmend vergällt. Die Regeländerung des Verbots des Rückwärtsfahrens zeigt exemplarisch, wie der Staat unter dem Deckmantel von Präventionsmassnahmen in die Freiheit der Bürger eingreift. Der ACS ist sich sehr wohl bewusst, dass die neue Regel vermutlich mit Blick auf LKW und Nutzfahrzeuge eingeführt worden ist, da es zu tragischen Unfällen bei Rückwärtsmanövern gekommen ist. Wobei vor allem Kinder gefährdet sind.

Dennoch: Die neue Vorschrift ist unnötig, weil kein Automobilist aus Vergnügen rückwärtsfährt. Für den ACS ist und bleibt der Aspekt der Verkehrssicherheit zentral. Es steht für uns deshalb ausser Frage, dass gegen Unfälle beim Rückwärtsfahren vorgegangen werden muss.

Allerdings ist ein entsprechender Appell an die Aufmerksamkeit und Vorsicht der Autofahrer wirkungsvoller, als eine neue Vorschrift zu erlassen. Unnötige Vorschriften sind nach dem Grundsatz des „So viel als nötig, so wenig wie möglich“ zu streichen. Der ACS wird sich deshalb 2016 für eine Reduktion der Regelungsdichte zugunsten der Eigenverantwortlichkeit und der individuellen Freiheit einsetzen!

 

Artikel von: acs.ch
Artikelbild: © ChristianChan – Shutterstock.com

Über Sorin Barbuta

Ich habe bildende Künste studiert und arbeite seit vielen Jahren als freiberuflicher Graphik Designer. Da für mich selbständiges Arbeiten und Eigenverantwortung sehr wichtig sind, bin sehr gerne in der Welt des Web Content Managements unterwegs.


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